Wer auf eine schnelle Auffrischung von Nvidias aktueller Grafikkarten-Generation gehofft hat, muss sich wohl länger gedulden. Die GeForce RTX 50 SUPER-Serie soll aktuellen Gerüchten zufolge nicht mehr 2026 erscheinen, sondern erst zur CES 2027 vorgestellt werden.
Laut einem Bericht von BenchLife peilt Nvidia für die neuen Blackwell-basierten Desktop-Grafikkarten nun den Januar 2027 an. Damit würde Nvidia die SUPER-Modelle erneut auf einer großen Technikmesse präsentieren – ähnlich wie bereits bei der RTX 40 SUPER-Serie, die zur CES 2024 offiziell vorgestellt wurde.
Offiziell bestätigt ist die RTX 50 SUPER-Serie bislang allerdings nicht. Entsprechend sollten die Informationen weiterhin als Gerücht behandelt werden.
RTX 50 SUPER soll vor allem mehr VRAM bringen
Der wichtigste Punkt der möglichen RTX 50 SUPER-Serie wäre offenbar nicht eine komplett neue Architektur oder ein großer Sprung bei den Recheneinheiten. Stattdessen soll Nvidia vor allem beim Speicher nachlegen.
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Im Raum stehen aktuell folgende Modelle:
- RTX 5080 SUPER mit 24 GB VRAM
- RTX 5070 Ti SUPER mit 24 GB VRAM
- RTX 5070 SUPER mit 18 GB VRAM
- RTX 5060 oder RTX 5060 SUPER mit 12 GB VRAM
Möglich werden diese Speichergrößen offenbar durch neue 3-GB-GDDR7-Speicherchips. Dadurch könnte Nvidia die Kapazität erhöhen, ohne zwingend das Speicherinterface der jeweiligen Karten ändern zu müssen.
Gerade bei den kleineren und mittleren Modellen wäre das ein wichtiger Schritt. Denn die Kritik an der VRAM-Ausstattung moderner Grafikkarten ist in den vergangenen Jahren nicht leiser geworden.
Nvidia könnte auf die VRAM-Kritik reagieren
Vor allem im Mittelklasse-Segment wird Nvidia immer wieder vorgeworfen, Karten mit zu wenig Videospeicher auszustatten. Moderne Spiele, hochauflösende Texturen, Raytracing, Mods und kreative Anwendungen können den Speicher schnell ausreizen.
Eine RTX 5070 SUPER mit 18 GB oder eine RTX 5070 Ti SUPER mit 24 GB wären deshalb deutlich attraktiver für Spieler, die ihre Grafikkarte länger nutzen wollen. Auch eine mögliche RTX 5060 mit 12 GB VRAM würde viele Diskussionen entschärfen, wenn Nvidia sie preislich sinnvoll positioniert.
Die SUPER-Serie könnte weniger nach „mehr rohe Gewalt“ und mehr nach „endlich genug Speicher“ aussehen. Für viele PC-Spieler wäre genau das aber vermutlich die wichtigere Nachricht.
Warum die RTX 50 SUPER später kommen könnte
Der angebliche Grund für die Verzögerung liegt laut den aktuellen Berichten bei der Verfügbarkeit der neuen 3-GB-GDDR7-Chips. Mehr VRAM klingt auf dem Papier simpel, hängt aber stark an Speicherproduktion, Kosten und Lieferketten.
Das würde erklären, warum Nvidia die Karten nicht mehr 2026 bringt, sondern offenbar auf Anfang 2027 schiebt. Auch der bekannte Leaker MEGAsizeGPU hatte zuletzt angedeutet, dass die RTX 50 SUPER-Serie wieder in Entwicklung sei und unter anderem ein 12-GB-Modell der RTX 5060 im Raum stehe.
Von einer Einstellung der Serie scheint aktuell also nicht die Rede zu sein. Eher wirkt es so, als brauche Nvidia mehr Zeit, um die Speicher-Upgrades in die Produktlinie zu bringen.
Keine neue Architektur, aber ein sinnvoller Refresh
Wer auf eine komplett neue GPU-Generation wartet, dürfte von der RTX 50 SUPER-Serie vermutlich nicht bedient werden. Nach aktuellem Stand handelt es sich eher um eine Auffrischung innerhalb der Blackwell-Generation.
Das bedeutet: gleiche Architektur, aber angepasste Modelle, mehr Speicher und möglicherweise feinere Abstufungen im Portfolio. Genau dieses Muster kennt man bereits von früheren SUPER-Serien.
Für Nvidia hätte das mehrere Vorteile. Der Hersteller könnte die RTX-50-Reihe verlängern, auf Kritik reagieren und den Markt bis zur nächsten großen Generation frisch halten. Gleichzeitig müsste Nvidia keine komplett neue Architektur vorziehen.
RTX 60 wohl erst deutlich später
Spannend ist die angebliche Verschiebung auch mit Blick auf die nächste Generation. Sollte die RTX 50 SUPER-Serie tatsächlich Anfang 2027 erscheinen, dürfte die RTX 60-Serie noch weiter entfernt sein.
Gerüchteweise wird für wirklich neue Architektur-Sprünge eher ein Zeitraum rund um 2028 diskutiert. Damit würde die RTX 50 SUPER-Serie eine klassische Zwischenlösung bilden: kein kompletter Neustart, aber ein wichtiger Refresh für Käufer, denen die bisherigen Speicherkapazitäten nicht reichen.
Auch AMD soll seine nächste große GPU-Generation angeblich nicht vor Ende 2027 oder sogar 2028 bringen. Der Grafikkartenmarkt könnte also noch eine ganze Weile von Refresh-Modellen und Speicher-Upgrades geprägt sein.
CES 2027 wäre ein passender Zeitpunkt
Sollten die Gerüchte stimmen, wäre die CES 2027 ein naheliegender Ort für die Vorstellung. Nvidia nutzt die Messe regelmäßig, um neue GeForce-Produkte oder Updates für bestehende Serien zu zeigen.
Die RTX 40 SUPER-Karten wurden ebenfalls zur CES präsentiert. Eine RTX 50 SUPER-Ankündigung im Januar 2027 würde also gut in Nvidias bisherige Produktstrategie passen.
Bis dahin bleibt aber offen, welche Modelle wirklich erscheinen, wie viel VRAM sie am Ende bekommen und vor allem: zu welchen Preisen Nvidia die Karten positioniert. Denn mehr Speicher ist schön – aber nur dann, wenn die Karten nicht direkt wieder in Preisregionen landen, in denen der Geldbeutel leise den Lüfter hochdreht.
Noch nicht offiziell bestätigt
Wichtig bleibt: Nvidia hat die RTX 50 SUPER-Serie bislang nicht offiziell angekündigt. Auch die genannten Speichergrößen und der mögliche CES-2027-Termin stammen aus Berichten und Leaks.
Trotzdem ergibt das Gerücht durchaus Sinn. Die VRAM-Diskussion begleitet Nvidia seit Jahren, GDDR7-Speicher entwickelt sich weiter und ein SUPER-Refresh wäre ein logischer Zwischenschritt, bevor irgendwann die nächste große Grafikkarten-Generation folgt.
Für PC-Spieler heißt das: Wer auf mehr VRAM in der RTX-50-Serie wartet, bekommt Anfang 2027 möglicherweise genau das. Wer dagegen auf echte neue Architektur und einen großen Leistungssprung hofft, muss sich vermutlich noch länger gedulden.





