Für Bungies Extraction-Shooter Marathon wird es auf Steam gerade unangenehm: Die aktiven Zahlen sind zuletzt unter das Niveau von Destiny 2 gefallen, obwohl der Online-Shooter inzwischen seit rund neun Jahren am Markt ist. Gerade für ein Live-Service-Spiel, das erst vor vergleichsweise kurzer Zeit gestartet ist, sind solche Vergleiche ein Warnsignal.
Besonders pikant: Marathon gilt als Titel, dessen Haupt-Community sich zu einem großen Teil auf Steam sammelt. Wenn dort die Kurve nach unten zeigt, wirkt sich das unmittelbar auf Matchmaking, Content-Dynamik und die Wahrnehmung in der Szene aus.
Aktuelle Steam-Zahlen im direkten Vergleich
Wie groß ist der Abstand zwischen Marathon und Destiny 2? Laut den zuletzt gemeldeten Steam-Werten lag Marathon in den vergangenen 24 Stunden bei einem Peak von 12.560 gleichzeitigen Nutzern. Zum Zeitpunkt der Erhebung waren es 5.990 aktive Nutzer, ausgerechnet an einem Wochenende.
Destiny 2 kam im selben Zeitraum auf einen Peak von 13.146 und lag aktuell bei 6.597 aktiven Nutzern. Rein numerisch ist das kein riesiger Abstand, aber das Alter der Spiele macht den Unterschied.
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| Spiel | Peak (letzte 24 Stunden) | Aktiv zum Messzeitpunkt |
|---|---|---|
| Marathon | 12.560 | 5.990 |
| Destiny 2 | 13.146 | 6.597 |
Wichtig für die Einordnung: Destiny 2 ist Free-to-Play, Marathon ist dagegen in diesem Jahr mit einem Preis von rund 40 Euro gestartet. Das sorgt automatisch für eine höhere Einstiegshürde und macht es schwerer, kurzfristige Einbrüche abzufedern.
Warum das für Bungie ein echtes Warnsignal ist
Warum sind solche Zahlen bei Live-Service-Spielen so kritisch? In diesem Genre entscheidet Momentum: Wenn die aktive Basis schrumpft, kippt oft auch die Stimmung. Lange Warteschlangen, weniger faire Lobbys und ein geringeres Angebot an gleichstarken Gegnern oder Mitstreitern können das Erlebnis spürbar verschlechtern.
Hinzu kommt der Erwartungsdruck bei einem großen AAA-Release. Publisher sind bekannt dafür, Budgets und Prioritäten schnell zu verschieben, wenn ein frisch gestarteter Titel nicht früh genug ausreichend Zugkraft entwickelt. Dass Marathon nun ausgerechnet auf Steam hinter Destiny 2 liegt, wirkt deshalb wie ein doppelter Dämpfer.
Für Destiny 2 sind niedrigere Peaks zwar ebenfalls kein Grund zur Euphorie, aber das Spiel hat als langfristig etablierter Titel eine andere Ausgangslage. Marathon hingegen braucht Wachstum oder zumindest stabile Werte, um Saison-Content und Langzeit-Support zu rechtfertigen.
Season 2 soll Kurskorrekturen liefern
Welche Änderungen sind für Marathon als Nächstes geplant? Bungie will mit Season 2, die für den kommenden Monat angesetzt ist, spürbar nachjustieren. Genannt werden vor allem ein einsteigerfreundlicheres Gesamterlebnis sowie zusätzliche Modi, darunter PVE und eine PVP-lite-Variante.
Das zielt klar auf zwei Problemfelder: Einerseits sollen Neulinge besser abgeholt werden, andererseits könnten alternative Modi für Abwechslung sorgen und Hürden senken, die im klassischen Extraction-Loop einige abschrecken. Ob das reicht, um die Steam-Zahlen wieder nach oben zu drehen, dürfte sich schon in den ersten Wochen der neuen Saison zeigen.
Wie sieht es bei dir aus: Bist du noch in Marathon aktiv, oder hat dich Destiny 2 gerade wieder stärker abgeholt? Schreib es gern in die Kommentare.





