Nach knapp drei Monaten im Live-Betrieb legt Bungie bei Marathon die Karten auf den Tisch. In einem ausführlichen Blog-Beitrag blickt Game Director Joe Ziegler auf den Launch vom 5. März 2026 auf PC, PS5 und Xbox Series zurück, spricht über die ersten Reaktionen der Community und benennt auffallend offen, wo der Sci-Fi-Extraction-Shooter aktuell noch hakt. Gleichzeitig gibt es einen klaren Ausblick darauf, welche Stellschrauben bereits in Saison 2 und darüber hinaus gedreht werden.
Marathon ist als Wiederbelebung der 1990er-Trilogie gestartet und hat sich in einem immer voller werdenden Genre trotzdem schnell eine enthusiastische Fanbasis aufgebaut. Auch bei der Kritik kam das Spiel ordentlich an: Auf OpenCritic steht ein Top-Critic-Schnitt von 81 sowie ein Empfehlungswert von 73 Prozent im Raum. Trotzdem zeigt Bungie: Ein starker Ersteindruck ersetzt nicht das tägliche Erleben in einem kompetitiven, lootbasierten System, in dem Frust und Lernkurve eng beieinanderliegen.
Bungies Rückblick auf die Startphase
Welche Probleme hat Bungie nach dem Marathon-Launch identifiziert? Laut Ziegler gibt es vier große Baustellen, die immer wieder in Feedback und Spielalltag auftauchen. Besonders auffällig: Marathon kann neue Leute regelrecht erschlagen, weil das Spiel sie schnell in eine feindliche Umgebung wirft und erwartet, dass sie viele Mechaniken in kurzer Zeit verinnerlichen.
Marathon ist überwältigend zu lernen, weil es neue Leute ins kalte Wasser wirft und schnelle Routine in vielen Mechaniken in einer feindlichen Umgebung erwartet.
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Der zweite Punkt betrifft den Match-Verlauf, der sich für Solos oder unregelmäßige Teams wie eine Abwärtsspirale anfühlen kann. Wer keine feste Crew hat oder nicht stundenlang grinden kann, kommt leichter in Situationen, in denen sich Rückstände verstärken, statt dass sich das Match noch drehen lässt.
Was stört im Endgame besonders? Bungie nennt hier konkrete Beispiele: Bubbles, Granaten und Sniper können auf hohem Niveau für Partien sorgen, die sich chaotisch, extrem schnell und im schlechten Sinne stressig anfühlen. Dazu kommt Matchmaking, das laut Ziegler zugleich Segen und Fluch sein kann, je nachdem, wie gut die Systeme die Lobby wirklich zusammenbauen.
Als vierter Punkt geht es um die grundsätzliche Intensität. Das Gefühl, um den eigenen Loot zu zittern, gehört zum Genre und macht eine Weile auch den Reiz aus. Bungie räumt aber ein, dass nicht jeder Run maximal angespannt sein soll. Aktuell fehlt vielen die Option auf eine entspanntere Marathon-Erfahrung.
Warum sind Wartezeiten ein Thema? Auch längere Queue-Zeiten spricht Ziegler an. Die wichtigste Erkenntnis daraus: Zu viele getrennte Matchmaking-Warteschlangen splitten die Community, was Bungie in Zukunft vermeiden will.
Diese Änderungen sind für Saison 2 und 3 geplant
Welche konkreten Verbesserungen kommen als Nächstes? Der Blog-Beitrag nennt mehrere Maßnahmen, die genau auf die genannten Schwachstellen zielen. Saison 2 startet am 2. Juni 2026 und bringt vor allem systemische Updates, während weitere Komfort- und Einstiegsverbesserungen für Saison 3 und die Zeit danach vorgesehen sind.
- Neues Matchmaking-System, das für bessere Match-Qualität sorgen soll und gleichzeitig mehr Flexibilität für High-End-Spieler bietet (Saison 2)
- Erweiterung der maximalen Größe des Tresors (Saison 2)
- Experimente mit zwei neuen Modi: ein Modus mit stärkerem PvE-Fokus und nur leichter PvP-Note, sowie ein reiner PvE-Modus (Saison 2)
- UX-Verbesserungen, damit Zielsetzung und Match-Einstieg flüssiger werden (Saison 3 und darüber hinaus)
- Verbessertes Onboarding, um den Einstieg weniger überfordernd zu machen (Saison 3 und darüber hinaus)
- Änderungen am Vertragssystem, damit Priority- und andere Verträge klarer und besser nutzbar sind (Saison 3 und darüber hinaus)
Unterm Strich wirkt das Update-Paket wie ein bewusstes Gegenprogramm zu den typischen Frustpunkten eines harten Extraction-Shooters: weniger Barrieren beim Einstieg, mehr Stabilität im Match-Erlebnis und zusätzliche Spielweisen für alle, die Marathon nicht immer im maximalen PvP-Druck erleben wollen.
Wie läuft Marathon bei euch seit dem Release am 5. März 2026: feiert ihr die Intensität, oder wünscht ihr euch dringend entspanntere Optionen wie den geplanten PvE-Modus? Schreibt es gern in die Kommentare.





