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Dead Space 4 wohl weiter entfernt denn je: Ex-Produzent dämpft Hoffnungen der Fans

Fans von Dead Space hoffen seit Jahren auf einen echten Nachfolger. Doch neue Aussagen eines ehemaligen Produzenten machen nun deutlich, wie schlecht die Chancen auf ein Dead Space 4 aktuell offenbar wirklich stehen.

Laut Chuck Beaver, ehemaliger Writer und Producer der Reihe, fehlen schlicht die Verkaufszahlen, um ein neues Spiel wirtschaftlich zu rechtfertigen.

„Die Zahlen sind einfach nicht da“

In einem Gespräch im FRVR-Podcast erklärte Beaver, dass die Reihe trotz ihrer leidenschaftlichen Community nie die Größenordnung erreicht habe, die Publisher heute erwarten.

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Besonders interessant: Laut Beaver sei selbst nach dem erfolgreichen Remake offenbar kein neues Projekt bei EA freigegeben worden.

Das überrascht durchaus, denn das Remake von Dead Space wurde von Kritikern und Spielern sehr positiv aufgenommen. Viele Fans hofften deshalb auf ein komplettes Remake von Dead Space 2 oder sogar einen völlig neuen Teil.

Horror-Spiele stoßen laut Ex-Produzent an Grenzen

Beaver erklärt, dass Horror-Spiele generell ein begrenztes Wachstumspotenzial hätten. Bereits zu Zeiten von Dead Space 1 bis 3 seien intern rund fünf Millionen Verkäufe als wichtige Marke angesehen worden.

Heute seien die Erwartungen der Publisher allerdings deutlich höher.

Laut Beaver müsste ein neues Dead Space inzwischen vermutlich mindestens sieben Millionen Exemplare verkaufen, um langfristig als Erfolg zu gelten.

Dabei zog er sogar Vergleiche zu Resident Evil, das aktuell zu den erfolgreichsten Horror-Marken überhaupt gehört.

EA sucht offenbar eher das „nächste Fortnite“

Besonders spannend ist eine weitere Aussage des ehemaligen Producers. Laut Beaver setzen große Publisher inzwischen stärker auf langfristige Live-Service-Erfolge statt auf klassische Singleplayer-Spiele.

Unternehmen suchen heute nach dem nächsten Fortnite.

Damit spricht Beaver ein Problem an, das viele Fans klassischer Story-Spiele schon länger befürchten: Hochwertige Singleplayer-Horror-Spiele gelten intern offenbar zunehmend als riskant.

Gerade Marken wie Fortnite oder große Live-Service-Titel generieren dauerhaft Einnahmen, während lineare Story-Spiele meist nur rund um den Release hohe Umsätze erzielen.

Trotzdem ist Dead Space für viele Fans noch lange nicht tot

Auch wenn die Aussagen wenig Hoffnung machen, zeigt die enorme Resonanz rund um das Remake weiterhin, wie beliebt die Reihe bis heute ist.

Gerade weil moderne Horror-Spiele wie Resident Evil 4, Alan Wake 2 oder Silent Hill 2 zuletzt starke Kritiken und solide Verkäufe erzielen konnten, geben viele Fans die Hoffnung auf ein neues Dead Space noch nicht auf.

Aktuell wirkt es aber so, als würde EA die Marke zumindest vorerst nicht aktiv weiterführen.

Jens A.

Wenn bei GTA der fünfte Wagen brennt und irgendwo ein NPC flucht, ist Jens wahrscheinlich nicht weit. Bei PlayCentral kümmert er sich mit viel Herzblut um alles, was zockt, kracht und Spaß macht. Sei es ein Blockbuster mit Millionenbudget oder ein Indie-Perle mit Retro-Charme. Sein Fachgebiet? Open Worlds, Chaos-Sandboxen und Games, bei denen man "nur mal kurz reinschauen" wollte und dann plötzlich 3 Stunden später noch da sitzt. Immer kritisch, meistens fair und manchmal leicht übermüdet vom letzten Games-Marathon.
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