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GTA 3 auf der PS2 war eigentlich technische Zauberei – neues Video erklärt Rockstars Tricks

Heute wirken riesige Open Worlds fast selbstverständlich. Anfang der 2000er war Grand Theft Auto III allerdings ein technisches Wunderwerk.

Ein neues Video von Game Maker’s Toolkit zeigt jetzt eindrucksvoll, wie Rockstar Games damals eine komplette Stadt in die gerade einmal 32 MB Arbeitsspeicher der PlayStation 2 quetschte.

Und selbst über 20 Jahre später wirkt vieles davon noch beeindruckend.

Liberty City wurde in kleine Bereiche aufgeteilt

Der wichtigste Trick: Rockstar teilte Liberty City in viele kleine Quadrate auf.

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Sobald sich Spieler bewegten, lud das Spiel nur die Inhalte in den Arbeitsspeicher, die sich direkt in der Nähe befanden. Alles andere wurde wieder entfernt, um Platz für neue Daten zu schaffen.

Dadurch konnte:

  • die offene Welt deutlich größer wirken
  • Speicher gespart werden
  • die PS2 trotzdem flüssig arbeiten

Heute kennt man solche Systeme als Streaming-Technik oder dynamisches Asset-Loading. Damals war das allerdings noch deutlich komplizierter.

Die langsame PS2-DVD war ein großes Problem

Besonders spannend: Das Video erklärt auch, wie Rockstar mit der vergleichsweise langsamen DVD-Lesegeschwindigkeit der PS2 umgehen musste.

Denn wenn Daten nicht schnell genug geladen wurden, entstanden:

  • Pop-ins
  • fehlende Texturen
  • kurze Ruckler
  • sichtbare Ladeprobleme

Rockstar entwickelte deshalb clevere Systeme, um Daten möglichst früh vorzubereiten und Ladezeiten während der Fahrt durch die Stadt zu verstecken.

GTA 3 veränderte Open Worlds für immer

Auch wenn es bereits vor GTA 3 Open-World-Spiele gab, brachte erst Grand Theft Auto III dieses Gefühl einer frei erkundbaren Großstadt wirklich in den Mainstream.

Später bauten Grand Theft Auto: Vice City und Grand Theft Auto: San Andreas die Technik weiter aus und gehören bis heute zu den erfolgreichsten PS2-Spielen überhaupt.

Viele dieser Tricks werden bis heute genutzt

Natürlich arbeiten moderne Spiele heute mit SSDs, gigantischen Speichergrößen und wesentlich komplexeren Streaming-Systemen. Das Grundprinzip vieler Open Worlds ist aber bis heute ähnlich geblieben.

Auch moderne Spiele wie Red Dead Redemption 2 oder vermutlich später Grand Theft Auto VI laden ständig Inhalte dynamisch nach, abhängig davon, wo sich Spieler gerade befinden.

Gerade deshalb ist das Video so spannend: Es zeigt, wie viele Grundlagen moderner Open Worlds bereits damals auf der PS2 entstanden sind.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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