
Die Entwicklung moderner AAA-Spiele wird immer teurer und genau darüber hat jetzt erneut Take-Two-CEO Strauss Zelnick gesprochen. In einem neuen Interview erklärt der Chef des Rockstar-Mutterkonzerns, dass die Branche langfristig kaum noch mit den explodierenden Produktionskosten mithalten könne. Deshalb prüft man nun auch den Einsatz von KI und neuer Technologie, um Spiele effizienter zu entwickeln, ohne dabei Inhalte oder Qualität zu kürzen.
Besonders spannend ist das natürlich mit Blick auf Grand Theft Auto VI. Das Open-World-Spiel gilt schon jetzt als eines der teuersten Videospiele aller Zeiten.
Entwicklungskosten steigen immer weiter
Im Gespräch mit Bloomberg machte Zelnick deutlich, dass riesige Investitionen wie bei GTA 6 aktuell nur noch bei absoluten Mega-Blockbustern wirtschaftlich Sinn ergeben würden. Laut ihm könne die Branche weder mit exponentiell noch langfristig mit linear steigenden Produktionskosten umgehen.
Wir können mit exponentiellem Wachstum bei Produktionskosten nicht umgehen. Wahrscheinlich nicht einmal mit linearem Wachstum.
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Take-Two wolle zwar weiterhin große Hits produzieren und dafür auch Risiken eingehen, gleichzeitig müsse man aber effizienter arbeiten. Denn nicht jede Marke könne Budgets in GTA-6-Dimensionen stemmen.
Neben GTA besitzt Take-Two unter anderem auch bekannte Reihen wie BioShock oder Borderlands 4. Laut Zelnick gebe es bei diesen Marken klare Grenzen, wenn die Kosten weiter steigen.
KI soll Spiele nicht „kleiner oder schlechter“ machen
Besonders interessant ist die Aussage rund um künstliche Intelligenz. Zelnick erklärte, dass Take-Two aktuell „erforsche“, ob KI beziehungsweise neue Technologien helfen könnten, effizienter zu entwickeln und Kosten zu reduzieren.
Dabei betonte er aber ausdrücklich, dass das Ziel nicht sei, Spielern weniger Inhalt zu liefern.
Unsere Wette ist sicherlich nicht, den Spielern weniger zu geben. Unsere Wette ist nicht, Spiele kleiner, kürzer oder schlechter zu machen.
Stattdessen hoffe man darauf, mit Technologie mehr Effizienz zu schaffen. Konkrete Details dazu, wie KI eingesetzt werden könnte, nannte Zelnick allerdings nicht.
Gerade in der Gaming-Branche ist das Thema aktuell extrem umstritten. Viele Studios experimentieren bereits mit generativer KI für Animationen, Dialoge, NPC-Verhalten oder interne Entwicklungsprozesse. Gleichzeitig gibt es aber auch große Sorgen um Kreativität, Qualität und mögliche Auswirkungen auf Arbeitsplätze.
GTA 6 dürfte eines der teuersten Spiele aller Zeiten sein
Offizielle Zahlen zum Budget von GTA 6 gibt es weiterhin nicht. In der Vergangenheit bezeichnete Zelnick das Spiel allerdings bereits als „teuer“. Brancheninsider und Analysten spekulieren seit Monaten über gigantische Entwicklungskosten, die teilweise sogar im Milliardenbereich liegen könnten.
Passend dazu wird auch immer wieder über den Preis des Spiels diskutiert. Zuletzt sorgte ein Analyst der Bank of America für Schlagzeilen, nachdem er meinte, Rockstar solle GTA 6 für 80 US-Dollar verkaufen. Dadurch könnten laut ihm auch andere Publisher ihre Preise anheben und den Markt langfristig stabilisieren.
Ob Rockstar diesen Schritt tatsächlich geht, bleibt aber abzuwarten.
GTA 6 erscheint im November
Grand Theft Auto VI erscheint nach aktuellem Stand am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X beziehungsweise die Series S. Eine PC-Version wird zum Launch dagegen nicht erscheinen. Laut Zelnick sei der PC aktuell nicht der „Kernmarkt“ für GTA 6.





