Beim kanadischen Entwickler und Publisher Behaviour Interactive, bekannt vor allem durch Dead by Daylight, kommt es zu Entlassungen. Das Studio hat bestätigt, dass eine nicht näher genannte Zahl an Mitarbeitenden gehen muss, obwohl Behaviour laut eigener Website insgesamt über 1.200 Beschäftigte hat.
Die Kürzungen treffen demnach nicht das Kernteam hinter Dead by Daylight direkt, sondern vor allem Bereiche, die in den letzten Jahren wichtige Standbeine für zusätzliche Projekte waren. Für die Betroffenen ist es trotzdem ein harter Einschnitt, gerade weil Behaviour zuletzt noch weiter expandiert hatte.
Was bisher über die Entlassungen bekannt ist
Welche Teams sind bei Behaviour Interactive betroffen? Laut einem Statement aus dem Unternehmen stammen die entlassenen Mitarbeitenden aus den Abteilungen für Mobile und externe Entwicklungsdienstleistungen. Behaviour begründet die Entscheidung damit, dass die Nachfrage nach genau diesen Projektarten zurückgegangen sei.
In der Stellungnahme bedankt sich Behaviour bei den betroffenen Kolleginnen und Kollegen und betont, dass der Schritt nicht leichtgefallen sei.
Magischen Merch entdecken! ✨
Zauberstäbe, Deko & Sammlerstücke – jetzt auf Zauberkram.de. 🧙♂️
Da wir unsere verbleibenden Engagements abschließen und kurzfristig keine vergleichbaren Chancen erwarten, haben wir die Entscheidung getroffen, uns von einigen Kolleginnen und Kollegen zu trennen. Diese Entscheidungen sind nie einfach, und wir sind dankbar für die Beiträge der betroffenen Mitarbeitenden, die Behaviour über die Jahre mitgeprägt und unsere Partner unterstützt haben.
Einordnung: Wachstum, Zukäufe und neue Projekte
Warum sind die Layoffs gerade jetzt bemerkenswert? Die Entlassungen kommen in einer Phase, in der Behaviour Interactive erst kürzlich weiter zugekauft hat. Nur rund einen Monat zuvor wurde das Studio hinter 7 Days to Die übernommen, ohne dass Details zur Kaufsumme veröffentlicht wurden.
Bereits im September 2024 hatte Behaviour außerdem Red Hook Studios akquiriert, bekannt für die Darkest-Dungeon-Reihe. Parallel dazu läuft die langfristige Weiterentwicklung von Dead by Daylight weiter und Behaviour arbeitet zusätzlich an einem neuen Teil der Serious-Sam-Serie, der von Devolver Digital veröffentlicht werden soll.
Ein Blick auf die Historie zeigt zudem, wie breit Behaviour ursprünglich aufgestellt war: Gegründet 1992 unter dem Namen Megatoon, arbeitete das Team lange als Auftragsstudio an Projekten für große Marken. Eigene Titel wie Wet oder Naughty Bear blieben eher Nischenhits, bevor Dead by Daylight 2016 zum globalen Dauerbrenner wurde und mehrere Ableger nach sich zog.
Ein weiteres Signal für den anhaltenden Branchenumbruch
Wie passt der Schritt in die aktuelle Lage der Spieleindustrie? Behaviour reiht sich damit in eine lange Liste von Studios ein, die 2026 bereits Stellen gestrichen haben. Allein in diesem Jahr gab es mindestens zwölf größere Fälle, quer durch die gesamte Industrie, von kleineren Teams bis zu großen Publishern.
Zuletzt traf es etwa auch Iron Galaxy, das unter anderem an Tony Hawks Pro Skater 3+4 mitarbeitet. Das Studio sprach dabei von einer strategischen Anpassung an Marktbedingungen, die man mittlerweile als dauerhaft einschätze.
Was bedeutet das für euch und eure Erwartungen an Dead by Daylight und kommende Behaviour-Projekte: Seht ihr hier nur eine Korrektur in Randbereichen oder ein Warnsignal für größere Veränderungen? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.




