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Spielekultur: Studie sieht Ego-Shooter als Auslöser für Alzheimer und Depressionen

Von Dustin Martin - News vom 10.08.2017 13:35 Uhr

Eine neue Studie soll aufzeigen, wie sich das Gehirn verändert, wenn Ego-Shooter gespielt werden. Ihr Ergebnis: Beim Spielen verkümmere der Hippocampus – das könnte zu Krankheiten wie Alzheimer oder Depressionen führen. Experten äußern Zweifel.

Wir berichten regelmäßig über neue Studien zur Spielekultur. Verschiedene Wissenschaftler und Forschungsgruppen auf der ganzen Welt untersuchen die Auswirkungen von Videospielen auf den menschlichen Körper und ziehen so Rückschlüsse auf die Gesundheit eines Spielers.

Da allein in Deutschland über die Hälfte aller Frauen und Männer mindestens einmal pro Woche virtuell spielt, sind die Studien kostbar und durchaus für viele Menschen interessant.

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Studie zu Ego-Shootern

In einer neuen Studie der Forscher Gregory West und Véronique Bohbot wird der Fokus auf Ego-Shooter gelegt und speziell ihre Folgen ausgewertet. In einer vierjährigen Versuchsreihe wurden dazu insgesamt 97 Probanden, die sich selbst nicht als Spieler bezeichnen, eingeladen.

Zunächst wurden sie danach geprüft, wie sie an das Lösen eines Labyrinth-Rätsels herangehen: Entweder sie sind „Spatial-Learner“ und nutzen Orientierungspunkte oder sie sind „Response-Learner“ und folgen unbewusst bestimmten Links-Rechts-Entscheidungen.

Gehirn bei Ego-Shootern anders belastet als bei Super Mario

Im zweiten Schritt wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine spielte Platformer wie Super Mario – eine genaue Angabe der Spiele liegt uns nicht vor – und die andere Ego-Shooter wie Call of Duty oder Medal of Honor. Beide Versuchsgruppen spielten 90 Stunden.

Aus ihren Forschungen folgerten die Wissenschaftler, dass Ego-Shooter den Hippocampus nicht nutzen würden. Dieser Bereich ist im Gehirn für das Raumgedächtnis und Erinnerungsvermögen verantwortlich. Er sei bei Ego-Shooter-Spielern nicht aktiviert worden. So könnten Krankheiten wie Alzheimer und Depressionen ausgelöst werden.

Zweifel am Ergebnis der Studie

Kritiker der Studie befürchten, dass einerseits die Spieleauswahl nicht repräsentativ sein könnte. Demnach sei nicht klar, wie die Ego-Shooter gespielt worden sind. Andere Studien belegten Spielern das Gegenteil: Bei 3D-Spielen würde der Orientierungssinn geschärft. Andererseits seien 97 Spieler mitunter zu wenig, um zu einem abschließenden Ergebnis zu gelangen.

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