Der DualSense-Controller gehört seit dem Start der PS5 zu den auffälligsten Hardware-Features der aktuellen PlayStation-Generation. Haptisches Feedback, adaptive Trigger und kleine Details wie der integrierte Lautsprecher sollen dafür sorgen, dass sich Spiele direkter und körperlicher anfühlen. Ein neues Patent von Sony zeigt nun, wohin sich dieses Konzept in Zukunft entwickeln könnte.
Denn statt nur die Schultertasten mit Widerstand auszustatten, denkt Sony offenbar über Controller-Buttons und Analogstick-Flächen nach, die ihre Härte während des Spielens verändern können.
Sony-Patent beschreibt dynamische Buttons für PlayStation-Controller
Wie aus einem neu veröffentlichten Patent hervorgeht, arbeitet Sony Interactive Entertainment an einer Eingabevorrichtung, deren Kontaktflächen in Echtzeit härter oder weicher werden können. Der Titel der Patentanmeldung lautet „Operation Device, Information Processing Apparatus, Control Method Thereof, and Program“.
Klingt erst einmal sehr technisch, lässt sich aber ziemlich einfach zusammenfassen: Der Controller könnte spüren lassen, was im Spiel passiert, indem sich die Oberfläche der Buttons oder Sticks verändert.
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Bewegt sich eure Figur etwa über harten Boden, könnten die Kontaktflächen fester werden. Lauft ihr dagegen durch Schlamm, Sumpf oder eine weiche Oberfläche, könnten sie nachgeben und sich entsprechend weicher anfühlen. Damit würde Sony das bekannte Prinzip der adaptiven Trigger auf weitere Bedienelemente ausweiten.
Im Grunde wäre das eine Art „DualSense 2.0“-Idee: Nicht nur L2 und R2 reagieren auf das Spielgeschehen, sondern auch Buttons, Sticks oder andere Bereiche des Controllers.
So könnte sich das beim Spielen anfühlen
Das Patent nennt verschiedene Szenarien, in denen eine solche Technik eingesetzt werden könnte. Besonders naheliegend wären Action-Adventures, Rennspiele, Survival-Games oder Shooter, bei denen sich Untergründe und Aktionen deutlich voneinander unterscheiden.
Mögliche Beispiele:
- Beim Laufen durch Matsch geben Buttons oder Stickflächen stärker nach.
- Beim Kontakt mit Stein, Metall oder hartem Boden werden sie fester.
- Beim Klettern könnten Eingabeflächen die Finger stärker „greifen“.
- In besonders intensiven Situationen könnte der Widerstand steigen.
- Für bestimmte Spielerinnen und Spieler könnten Buttons weicher oder leichter bedienbar werden.
Sony beschreibt dafür unter anderem ein Material, dessen Härte sich durch ein Magnetfeld verändern kann. Damit könnte ein Controller theoretisch sehr schnell auf Befehle aus dem Spiel reagieren und die Oberfläche passend zur Situation anpassen.
Das wäre nicht nur für Immersion spannend. Auch beim Thema Barrierefreiheit könnte eine solche Technik helfen. Wenn Tasten weicher, griffiger oder besser an unterschiedliche Eingabearten angepasst werden können, wäre das für einige Spielerinnen und Spieler ein echter Mehrwert.
Kein neuer Controller angekündigt
Wichtig ist aber, dass es sich dabei erst einmal nur um ein Patent handelt. Sony hat keinen neuen PlayStation-Controller angekündigt und auch nicht bestätigt, dass diese Technik jemals in einem fertigen Produkt landen wird.
Gerade große Tech- und Gaming-Unternehmen melden regelmäßig Patente an, die später nie oder nur in stark veränderter Form umgesetzt werden. Trotzdem ist das Patent interessant, weil es zeigt, worüber Sony intern nachdenkt.
Der DualSense war für die PS5 ein klares Alleinstellungsmerkmal. Mit haptischem Feedback und adaptiven Triggern hat Sony versucht, den Controller stärker in das eigentliche Spielgefühl einzubinden. Ein Controller mit dynamischen Buttons wäre die nächste logische Eskalationsstufe dieser Idee.
Ob das am Ende für einen möglichen PS6-Controller, eine spätere DualSense-Revision oder gar nicht genutzt wird, bleibt offen.
PlayStation könnte das Controller-Gefühl weiter ausbauen
Sollte Sony eine solche Technik tatsächlich zur Marktreife bringen, könnte das Controller-Feedback noch deutlich differenzierter werden. Aktuell spürt ihr beim DualSense vor allem Vibrationen, feine Impulse und Widerstand in den Triggern. Mit veränderbaren Buttons würde auch die eigentliche Eingabefläche Teil des Feedback-Systems.
Das klingt futuristisch, aber nicht völlig abwegig. Schließlich hat Sony mit dem DualSense bereits gezeigt, dass der Controller mehr sein kann als ein reines Eingabegerät. Gerade Spiele wie Astro Bot, Returnal oder Ratchet & Clank: Rift Apart haben gezeigt, wie stark haptisches Feedback zur Wahrnehmung eines Spiels beitragen kann, wenn Entwickler es gezielt einsetzen.
Die große Frage wäre allerdings, wie alltagstauglich eine solche Technik ist. Dynamische Buttons müssten robust, langlebig, präzise und bezahlbar sein. Außerdem dürften sie nicht stören, wenn Spieler einfach nur schnelle und verlässliche Eingaben wollen.
Bis dahin bleibt das Patent vor allem ein spannender Blick auf mögliche PlayStation-Hardware der Zukunft. Aber die Idee ist stark: Ein Controller, der nicht nur vibriert, sondern seine Oberfläche passend zum Spielgeschehen verändert, könnte sich tatsächlich wie ein neuer Schritt für Immersion anfühlen.





