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RPG Maker: Die Maker-Games der Woche – Ausgabe 1

Von Patrick Hopp - News vom 26.09.2015 11:00 Uhr

In unserer wöchentlichen Reihe zum RPG Maker stellen wir euch drei Spiele vor, die wir auf Herz und Nieren getestet haben. Dabei schauen wir uns je eine Demo, ein kostenloses Spiel und einen auf Steam zu erwerbenden Titel an. Ob mit dem RPG Maker 2000 oder dem aktuellen VX Ace erstellt, wir suchen uns vielversprechende Titel und erzählen euch, worum es in den Spielen geht, welche Techniken verwendet wurden und was die Spiele ausmacht.

 

In unserer erste Ausgabe stellen wir euch Velsarbor, Unterwegs in Düsterburg und Millennium – A New Hope vor. Die ersten beiden Titel sind bereits 10 Jahre alt und gehörten zu den wirklich guten Spielen des RPG Maker 2000. Denkt daran, dass ihr auch das Run Time Package des RPG Maker 2000 braucht. Ladet euch einfach Version 1.0 und das Addon Version 1.32 herunter.

Wir beginnen mit der Demo der Woche, welche vom Autor Lachsen stammt und mit dem RPG Maker 2000 erstellt wurde. Die erste Version der Demo, wurde bereits 2005 veröffentlicht. Lachsen hat danach noch 6 Jahre an dem Spiel gearbeitet, bevor er es wegen Zeitmangel aufgrund seines Studiums aufgeben musste. Die Story ist somit also nicht vollständig. Trotzdem gehört Velsarbor zu den besten Projekten, die mit dem Maker 2000 erstellt wurden. Mit knapp 10 Stunden Spielzeit lohnt sich ein Blick auf jeden Fall.

Infos

 

  • Name: Velsarbor
  • Autor: Lachsen
  • Genre: Adventure RPG
  • Sprache: Deutsch
  • Engine: RPG Maker 2000

 

Beschreibung

Zu Beginn der Demo erleben wir einen kurzen Einblick in die Vergangenheit der eigentlichen Geschichte Velsarbors. Der Soldat Seldan, welcher unter dem Codenamen Vel03 für den Briganten-Orden tätig ist, steht in einem Gang voller toter Soldaten. Wir wissen zu diesem Zeitpunkt nicht, was genau dort passiert ist oder wo wir uns befinden. Über Funk versucht man Seldan anzusprechen, doch er reagiert nicht. Stattdessen erleben wir einen Flashback, also eine Erinnerung seinerseits, die uns den Tod seiner Gefährtin vor Augen hält. Durch diesen kurzen Augenblick erfahren wir, dass Seldan sein Leben lang im Krieg gekämpft hat. Die letzten Worte seiner Begleiterin galten ihm und sie wollte, dass er dem Krieg endlich entflieht und sein eigenes Leben führt.

Als der Flashback zu Ende ist, folgt ein Gespräch über Funk. Durch dieses erfahren wir, dass Seldan einen speziellen Anzug trägt, der ihm übermenschliche Kräfte verleiht. Weiterhin erfahren wir, dass der Anzug durch eine Maschine angetrieben wird, die in den Händen seiner Feinde ist und dass es Aufgabe seiner derzeitigen Mission ist, diese zu stehlen. Doch er verweigert seine Befehle und kündigt stattdessen an, die Maschine zu zerstören, um den Krieg endgültig zu beenden. Nun können wir das Steuer übernehmen und machen uns auf die Suche nach besagter Maschine. Nach einigen Kämpfen gegen feindliche Soldaten kommen wir schlussendlich am Ziel unserer Suche an. Mit einem gewaltigen Angriff will Seldan die Apparatur zerstören, doch stattdessen verschwindet er zusammen mit ihr.

Was mit ihm oder der Maschine passiert ist, erfahren wir an dieser Stelle nicht. Es folgt eine kurze Überleitung, in der uns die beiden großen Nationen Brigantia und Korzojeno vorgestellt werden. Diese beiden Großmächte befinden sich seit ewigen Zeiten im Krieg und galten bisher als ebenbürtig. Doch durch unbekannte Begebenheiten konnte Brigantia letztendlich die Oberhand gewinnen und übernahm die Macht.

 

Neun Jahre später setzt die eigentliche Handlung von Velsarbor an. Der junge Kento Daikon und sein Freund Cibon Tirunel haben ihre Ausbildung beim Briganten-Orden beendet und ihren ersten Auftrag erhalten. Sie sollen in einer kleinen Stadt eine Diebesbande festnehmen, welche immer wieder ihre Raubzüge in den umliegenden Häusern durchführt. Nach einem Gespräch zwischen den beiden Freunden entschließen sie sich dazu, in der Taverne eine Pause von ihrer Wache einzulegen. Genau in diesem Moment schlagen die Diebe zu. Doch bevor sie mit ihrer Beute fliehen können, werden sie von Kento und Cibon auf frischer Tat ertappt und in einen Kampf verwickelt. Diesen dürfen wir selbst führen und lernen durch kurze Erklärungen endlich, wie das Kampfsystem funktioniert, auf welches wir gleich eingehen werden. 

Nach dem Sieg über die Diebe kehren wir bald in die Stadt Nomerea zurück, in der unsere Kaserne steht. Dort erhalten wir unseren nächsten Auftrag, welcher von besonderer Wichtigkeit ist: Wir sollen den Politiker und Diplomaten Oroto über die Grenze von Brigantia nach Korzojeno führen und dort mit dem Faranischen Adelsbund zusammenbringen. Dieser Adelsbund stellt die Regierung von Korzojeno dar. Unterstützung erhalten wir von der Soldatin Soko Filaya, welche uns ab sofort auf unserer Reise begleiten wird.

An dieser Stelle beenden wir unsere Zusammenfassung, um die Geschehnisse des Spiels nicht zu sehr zu Spoilern. Wie man sich denken kann, wird die Reise nicht wie geplant verlaufen. Ein typischer Rollenspiel Verlauf wie er im Buche steht erwartet uns, mit unzähligen Kämpfen, spannenden Ereignissen und einer brisanten Story. Ob Seldan und die Maschine noch mal auftauchen oder Kento und seine Gefährten ihr Ziel erreichen, müsst ihr selbst herausfinden.

Technik

Mit Velsarbor hat Lachsen gezeigt, dass man auch ohne eine Programmiersprache wie Ruby ein eigenes komplexes System erstellen kann. Denn im Gegensatz zu aktuelleren Versionen des RPG Maker, bei denen Ruby verwendet wird, hat die 2000er Variante noch keine Unterstützung dafür gehabt. Das Kampfsystem von Velsarbor ist zum Beispiel komplett im Eigenbau entstanden und wird nur durch Events, Variablen und Bilder erzeugt. Wer sich einmal mit einem Maker beschäftigt hat, weiß, welch eine enorme Leistung diese Arbeit darstellt.

Kampfsystem

Das Kampfsystem ist ein typisches CTB-System (Conditional Turn Based/Charge Turn Based), hat aber eine nicht zu verachtende Besonderheit: Statt der üblichen Zeitleiste, die sich langsam auffüllt und so dem Spieler vermittelt, wann der jeweilige Charakter am Zug ist, gibt es eine Charakterleiste. Diese zeigt an, wer im kommenden Zug als Nächstes dran ist. Dazu zählen sowohl die eigenen Gruppenmitglieder als auch feindliche Einheiten. Insgesamt zehn Züge kann man in der Leiste voraussehen. Durch manche Fähigkeiten wird die Reihenfolge jedoch beeinflusst, zum Beispiel durch die Benutzung eines Geschwindigkeitszaubers, welcher eine Einheit schneller macht oder verlangsamt. Die Änderung der Leiste kann man sogar bereits dann sehen, wenn man die Fähigkeit bzw. das Ziel dieser auswählt, und kann somit bereits vor der Nutzung weitere Schritte planen.

Fähigkeiten

Es gibt zwei Arten von Fähigkeiten im Spiel. Zum einen die Signum-Techniken, welche als Zauber klassifiziert werden können. Hier gibt es die üblichen Verdächtigen, also Elementzauber wie Feuer, Statuseffektveränderungen wie Blenden und natürlich Heilzauber. Sie alle benötigen Mana, um gewirkt werden zu können.

Als Zweites haben wir die Spezialtechniken, welche für jeden Charakter einzigartig sind. Für diese benötigt man SP, kurz für Spezialpunkte, welche durch normale Angriffe aufgefüllt werden. Je ein Angriff füllt einen SP auf. Die SP sollten im Kampf immer komplett verbraucht werden, denn nach dem Kampf verfallen sie und man beginnt im Nächsten wieder bei null.

Menü

Auch das Menü wurde komplett selbst erstellt und bietet einige Extras wie ein Optionsmenü und das Elementsystem. Besonders das Elementsystem ist hier hervorzuheben, denn es ist ein selbst erdachtes System, welches im Standard des Makers nicht vorhanden ist. Es erinnert stark an das Koppelsystem von Final Fantasy 7, dient jedoch einem anderen Zweck. Man kann in der Welt von Velsarbor Elementkugeln finden und diese mit einer Waffe oder einem Armband verbinden. Durch die Verbindung mit einer Waffe erhält diese elementarischen Angriffswert. Wenn man also eine Feuerkugel mit der eigenen Waffe verbindet, kann diese nun Feuerschaden verursachen. Umgekehrt funktioniert es bei Armbändern: Diese geben elementare Verteidigung. Außerdem lernt man durch den Gebrauch von Elementarkugeln neue Signum-Techniken.

Kauf- und Handelssystem

Auch das Standard Kaufsystem hat Lachsen völlig ersetzt. Bei diesem sieht man unter anderem, ob Werte durch die käuflichen Güter steigen oder fallen würden. Außerdem bieten Händler oft gleiche Güter zu unterschiedlichen Preisen an und hin und wieder kann man sogar bestimmte Gegenstände mit besonderen Teilen tauschen.

Fazit

Trotz ewigem Demo-Status lohnt es sich, in das Spiel Velsarbor reinzuschauen. Es bringt locker 10 Stunden Spielzeit mit und kann sehr fesseln, wenn man sich darauf einlässt. Dank der gut erzählten Geschichte und dem klasse Kampfsystem fühlten wir uns sehr gut unterhalten. Auch die vielen Eigenkreationen wie zum Beispiel das Elementar- und Handelssystem verleihen dem Spiel seinen ganz eigenen Charme. Schade, dass das Projekt niemals beendet wurde.

Die letzte Version der Demo könnt ihr euch hier herunterladen. Scrollt einfach etwas nach unten bis Download und ladet euch die Original Version herunter. Außerdem benötigt ihr das Run Time Package Version 1.0 und das dazugehörige Addon Version 1.32.

Als kostenloses Spiel haben wir uns diese Woche für Unterwegs in Düsterburg entschieden. Das Rollenspiel von Autor Grandy gehört mit Abstand zu den beliebtesten deutschen Projekten des RPG Maker 2000. Veröffentlicht wurde die Vollversion 2003 und ist damit schon 12 Jahre alt. Die Bravo Screenfun fügte das Game im September 2003 seiner im Heft beigelegten CD bei, wodurch der Titel sogar außerhalb der üblichen Maker-Community bekannt wurde. Übrigens gewann das Spiel sehr viele Awards der Maker-Community, unter anderem für Beste Atmosphäre, Soundtrack, Gameplay, Story und vieles mehr.

Infos

 

  • Name: Unterwegs in Düsterburg
  • Autor: Grandy
  • Genre: Adventure RPG
  • Sprache: Deutsch
  • Engine: RPG Maker 2000

Beschreibung

Düsterburg war einst das Herzogtum Falkenburg, bis es der Vampir Wahnfrid vor 20 Jahren durch eine List an sich reißen konnte und in Düsterburg umbenannte. Eines Tages erscheint aus den Nebeln der Ostmarken ein junger Mann ohne Erinnerungen. Das Einzige was er noch weiß ist sein Name: Grandy. Grandy ist der Held der Geschichte und somit unser Protagonist. Auf der Suche nach Antworten über unsere Vergangenheit begegnen wir auf unserer Reise vielen Freunden, wie der liebreizenden Libra und dem Alchemisten Dankwart. Aber auch Feinde erwarten uns viele, darunter befinden sich üble Gesellen, Monster und andere Gestalten. Nicht zu vergessen – der fiese Vampir Wahnfrid.


In der Welt von Düsterburg muss der Spieler auf alles gefasst sein, denn das Besondere am Spiel ist seine Unvorhersehbarkeit. Erscheint uns ein Monster auf dem ersten Blick noch aggressiv und blutrünstig, stellen wir vielleicht im nächsten Moment fest, dass es ein netter und hilfsbereiter Freund ist. Umgekehrt darf man praktisch niemanden vertrauen, denn ein Messer im Rücken könnte die Folge sein.


Eine weitere Besonderheit sind die vielen Wege, Probleme zu lösen. Oft hat man mehr als eine Option, um im Spiel weiter zu kommen. Beispielsweise könnte ein Monster uns den Weg versperren. Die erste Reaktion eines Spielers wäre dann sicherlich, diesem Monster einfach den Kopf abzuschlagen. Doch vielleicht kann man es auch einfach umgehen oder mit ihm verhandeln? Sich genau umzuschauen und über Alternativen nachzudenken kann sich also immer lohnen.

Technik

Die verwendeten Systeme des Spiels sind Standard und demnach nichts Außergewöhnliches, Menü und Kampfsystem weisen keinerlei Abweichung von anderen Titeln auf. Doch dafür wird durch die selbst gemalten Grafiken einiges rausgeholt, auch wenn diese lange nicht so professionell aussehen wie bei heutigen Projekten. Schön gemacht sind vor allem die Lichteffekte des Spiels, welche durch Bilder erzeugt werden, die über die eigentlichen Karten gelegt wurden. Durch diesen einfachen Effekt hat der Titel eine besondere Stimmung und wirkt viel lebendiger als die meisten Maker-Spiele zu dieser Zeit.

Insgesamt ist das Spiel technisch eher schlicht aufgebaut, kann aber durch seine Liebe zum Detail viel davon ausgleichen.

Fazit

Unterwegs in Düsterburg ist ein für seine Zeit grandioses und stimmiges Adventure RPG mit viel Liebe für Details und einer Menge Tiefgang. Die selbst erstellten Grafiken tragen trotz ihrer Schlichtheit viel zur Atmosphäre bei und lassen das Spiel lebendiger wirken. Autor Grandy hat sich wirklich viel Mühe gegeben und ein sehr komplexes und in sich geschlossenes Spiel erschaffen. Dabei kann man ihm dann sogar verzeihen, dass er sich selbst zum Helden im Spiel gemacht hat. Insgesamt ist Unterwegs in Düsterburg ein hervorragendes Beispiel für ein gutes mit dem RPG Maker 2000 erstelltes Spiel.

Falls wir euer Interesse geweckt haben, könnt ihr das Spiel hier kostenlos herunterladen. Auch für desen Titel benötigt ihr das Run Time Package in Version 1.0 und das dazugehörige Addon Version 1.32.

Zuletzt stellen wir euch mit Millennium – A New Hope unseren Steam-Titel der Woche vor. A New Hope ist dabei der erste von fünf Teilen, welche ähnlich den einzelnen Episoden von Telltale-Games aufeinander aufbauen. Jeder Teil der Reihe ist für 5,99 Euro zu haben mit Ausnahme des fünften, welcher für 9,99 Euro erhältlich ist. Entwickler Aldorlea Games hat den ersten Teil am 21. September 2009 veröffentlicht. Entstanden ist das Projekt auf dem RPG Maker XP.

Infos

 

  • Name: Millennium – A New Hope
  • Entwickler: Aldorlea Games
  • Genre: RPG
  • Sprache: Englisch
  • Engine: RPG Maker XP

Beschreibung

Wir beginnen mit einem Vorspann, den man wahlweise überspringen kann. Wir empfehlen jedoch dies nicht zu tun. Eine kleine Kamerafahrt zeigt uns die Stadt Myst und führt uns am Ende in ein Zimmer, in dem die Königin und ihre Tochter sich darüber unterhalten, wie schön ihr Land ist. Doch wie wir erfahren war dies nicht immer so. Einst hat ein junges Mädchen das Land gerettet und erheblich verändert. Wie genau es dazu kam, möchte uns die Mutter in einer Geschichte erzählen.

Viele Jahre ist es her, da hieß die Stadt noch Mystrock und war lediglich den Reichen vorbehalten. Die Menschen mit weniger Vermögen mussten vor den Stadtmauern leben und wurden alles andere als gleichberechtigt behandelt. Der Vater unserer Protagonistin versucht verzweifelt seit Jahren diesen Umstand zu ändern, scheitert aber bereits daran, dass er nicht mal zum Herrscher der Stadt, Lord Dragon, vorgelassen wird. Als er von den Stadtwachen verletzt wird, schickt er seine Tochter Marine an seiner Stelle los, um ihrem Großvater eine Lieferung zu überbringen. Wobei es sich bei der Lieferung handelt und warum wir diese überbringen sollen, erfahren wir nicht.

Wir dürfen an dieser Stelle selbst die Zügel in die Hand nehmen und machen uns auf den Weg, um unseren Auftrag zu erfüllen. Kurz nachdem wir das Dorf verlassen haben, stolpern wir plötzlich und fallen zu Boden. An und für sich ja nicht allzu schlimm – doch dann nehmen wir mit einem Mal eine Stimme in unserem Kopf wahr, die uns erzählt, dass sie eine Fee mit Namen Jeanne ist und ab sofort in unserem linken Ohrring lebt. Nicht nur unsere Heldin ist an dieser Stelle zurecht verwirrt, auch wir empfinden dieses merkwürdige Zusammentreffen als durchaus komisch. Nachdem wir uns damit abgefunden haben, begeben wir uns weiter Richtung unseres Großvaters. Als wir diesen erreicht und ein kurzes Gespräch über unseren Vater geführt haben, müssen wir noch einige Aufgaben erfüllen, bevor wir das Dorf wieder verlassen können.

 

Eine dieser Aufgaben ist es, in den Wald hinter dem Dorf zu gehen und den Geldbeutel von zwei Männern wiederzufinden. Tückisch ist nur, dass der Wald von einem Geist bewohnt sein soll. Voller Hochmut nimmt sich Marine der Aufgabe an und es geht in den Wald. Schnell bemerken wir jedoch, dass die riesen Ameisen, die dort ebenfalls wohnen und sich uns in den Weg stellen, alles andere als leicht zu besiegen sind. Zwar ist uns Jeanne eine große Hilfe, doch leider können wir sie maximal in zwei Kämpfen rufen, da uns danach die dafür nötigen Ressourcen ausgehen. Anschließend wird es kritisch, denn während Jeanne alle Gegner mit einem Angriff wegputzen kann, hauen wir mit lächerlich kleinen Schadenszahlen auf den teilweise vier oder fünf Gegnern herum.

Da bleibt nur eins: Zurück ins Dorf und mit Tränken eindecken! Neben den alt bekannten Lebenstränken sind hierbei aber auch solche nicht zu verachten, die uns die für diverse Kampfhandlungen benötigten Ressourcenpunkte wieder auffüllen – denn durch die brennen wir uns teilweise schneller, als uns lieb ist. Nachdem wir uns schließlich frisch gerüstet und fast freiwillig dem Geist gestellt haben, finden wir in einem anderen Teil des Waldes dann endlich auch den lang gesuchten Geldbeutel. Doch natürlich erhalten wir diesen nicht ohne Gegenleistung! Immerhin spielen wir hier ein klassisches RPG und in denen bekommt man bekanntermaßen nur sehr selten etwas geschenkt. So auch hier: Eine große Rankenpflanze greift uns an und lässt uns sogar zwei mal das Zeitliche segnen, bevor wir sie schlussendlich besiegen können.

Als wir uns dann doch endlich nach unzähligen Kämpfen auf den Rückweg machen können, kommt die entscheidende Stelle des Spiels, welche uns auf unsere eigentliche Reise führt: Wir bemerken am Ausgang des Dorfes ein verletztes Eichhörnchen, welchem schnell andere seiner Art zur Hilfe kommen, um es zu heilen und dann schnell wieder zu verschwinden. Diese Szene rührt unsere Heldin so sehr, dass sie sich dazu entschließt, etwas in ihrem Land zu verändern und für die Sache ihres Vaters zu kämpfen. Zusammen mit Benoit, unserem Cousin den wir beim Großvater angetroffen haben, machen wir uns auf den Weg, um seinen Vater zu finden. Denn dieser kennt sich mit den Gesetzen aus und kann uns helfen unser Ziel zu erreichen.

Damit begeben wir uns auf eine lange Reise, um den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen und den Traum unseres Vaters – Gerechtigkeit! – Wirklichkeit werden zu lassen. Doch bevor wir euch zu viel verraten, beenden wir unsere kleine Zusammenfassung und überlassen euch alles weitere.

Technik

Millennium – A New Hope hat zwar kein besonderes Kampfsystem oder ausgefallenen Menüs zu bieten, jedoch gibt es jede Menge Möglichkeiten seinen Charakter individuell zu trainieren.

Klassensystem und Individualisierung

Das Klassensystem erlaubt es uns ab Stufe 20 eine Promotion, also eine Aufwertung, vorzunehmen, durch die wir unsere Werte und Fähigkeiten verbessern. Einige Charaktere können sich dabei sogar aus verschiedenen Promotions eine Spezielle aussuchen. Des Weiteren sind in der Welt vier Gilden zu finden, welche uns ebenfalls eine Aufwertungvon bestimmten Werten ermöglichen. Zum Beispiel könnt ihr auf diese Weise eure Bewegungsgeschwindigkeit erhöhen, um schneller zu reisen. Das Ganze gibt es für einen gewissen Goldbetrag bereits zu Beginn des Spiels. Auch könnt ihr überall in der Welt Status-Orbs finden, welche ihr bei den Gilden in Statusverbesserungen umtauschen könnt.

Mugshots

Mugshots sind kleine Heldenportraits, die immer dann zu sehen sind, wenn ihr euch gerade in einem Kampf befindet. Die selbst gemalten Bilder der spielbaren Figuren sind schön anzusehen und lassen sie damit lebendiger wirken. Etwas störend ist bei diesen lediglich, dass sie den eigentlichen Spielfiguren teilweise nicht entsprechen. Wenn man darüber hinwegsehen kann, ist es jedoch nicht weiter problematisch.

Schwierigkeitsgrad

Womit das Spiel auftrumpfen kann, sind seine Einstellungsmöglichkeiten. Wir können uns zum Beispiel einen Schwierigkeitsgrad aussuchen. Dabei stehen uns mit Normal, Hard, Easy und Story genau vier zur Auswahl. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch die Höhe der Werte unseres Charakters. Haben wir auf Normal die Standardwerte, erhalten wir auf Hard nur 70%, auf Easy 130% und auf Story sogar 200% der eigentlichen Werte, wodurch sich unsere Gegner einfacher und schneller überwältigen lassen.. Außerdem gibt es auf Easy noch 200 Gold Coins und auf Story ganze 1000 Gold Coins als Startguthaben.

Guide Arrow

Ebenfalls optional wählbar ist der im Spiel implementierte "Guide Arrow"., ein kleiner grüner Pfeil, der uns sicher durch unübersichtliches Gebiet zur nächsten Aufgabe navigieren lässt. Für Spieler, die nicht lange die weit verzweigten Karten absuchen möchten, eine tolle Unterstützung. Jedoch empfielt es sich die Karten gut abzusuchen, da unzählige Kisten, Status-Orbs und andere Geheimnisse auf den Spieler warten.

Zufallskämpfe oder nicht?

Des weiteren können wir uns selbst entscheiden, ob wir lieber zufallsgenerierte Kämpfe wie in Final Fantasy haben möchten, oder ob wir die Gegner auf der Karte sehen wollen, um etwaigen Kämpfen vielleicht auch zu entgehen. Hierbei geht es vor allem um den persönlichen Geschmack, allerdings muss man sich stets vor Augen halten, dass mehr Kämpfe auch mehr Erfahrung bedeuten und eine Balance zwischen schnellem Voran kommen und sinnvollem leveln nicht vergessen werden darf. 

Tutorials

Hilfreich im Spiel sind auch die kleinen Bücher mit Tutorials, welche wir hin und wieder entdecken können. Diese könnt ihr einfach anklicken und schon gibt es eine kleine Information zur momentanen Aufgabe oder zu wichtigen Spielmechaniken. 

Fazit

Auch wenn wir die Beweggründe, welche unsere Heldin auf ihre Reise bringen, etwas merkwürdig finden, ist die Geschichte doch recht unterhaltsam, besonders die Gespräche zwischen Marine und Jeanne sind immer lustig zu lesen. Das Standard-Kampfsystem macht die Kämpfe an sich stellenweise zwar etwas öde, doch dafür können die großen verzweigten Karten mit ihren vielen versteckten Geheimnissen überzeugen. Die Möglichkeiten, unsere Charaktere auszubauen und zu individualisieren, sind eine super Option und erhöhen den Wiederspielwert des Titels ungemein.

Ein möglicher Kritikpunkt ist, dass A New Hope nur einer von fünf Teilen der Millennium-Reihe ist und die Geschichte über alle Teile hinweg erzählt wird. Wenn man also wissen will, wie es weiter geht, muss man zwangsläufig die anderen Titel ebenfalls kaufen. 

Millennium – A New Hope gibt es für 5,99 Euro auf Steam zu kaufen.

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