Marathon ist Anfang März 2026 mit grundsätzlich ordentlichen Kritiken gestartet, doch intern dürfte die Stimmung trotzdem gemischt sein. Ein Marktanalyst behauptet, dass der Extraction-Shooter bislang nicht den erhofften großen Effekt für Sony und Bungie erzielt hat. Besonders auffällig: Ausgerechnet auf der PlayStation 5 soll sich das Spiel deutlich schwerer tun als auf anderen Plattformen.
Der Release am 5. März 2026 war dabei ohnehin von Diskussionen begleitet. In der heißen Phase vor dem Launch sorgten unter anderem ein KI-Art-Aufreger und Berichte über sinkende Moral im Entwicklerteam für Schlagzeilen. Marathon hat diese Hürden zwar hinter sich gelassen, aber die Zahlen deuten darauf hin, dass das Spiel jetzt vor einem anderen Problem steht: dem breiten Durchbruch.
Verkauf und Plattformverteilung
Wie gut verkauft sich Marathon bislang? Laut Rhys Elliott, Head of Market Analysis bei Alinea Analytics, soll Marathon bisher 1,2 Millionen Einheiten über alle Plattformen hinweg verkauft haben. Auf der PS5 seien es davon nur rund 217.000 Exemplare. Elliott ordnet das als Ergebnis ein, das nicht dem Splash entspricht, den Sony und Bungie sich erhofft hätten, gerade weil Bungie als Sony-Studio auf der eigenen Konsole eigentlich Rückenwind haben müsste.
Bemerkenswert ist die Diskrepanz zur Wahrnehmung rund um den Start: Als die Vorbestellungen live gingen, zog Marathon auf Steam kurzzeitig an ARC Raiders vorbei und landete vor dem größten Genre-Konkurrenten in den Top-Sellern. Auch wenn ARC Raiders später wieder vorbeizog, wirkte es zunächst so, als könnte Bungies neues Projekt im Extraction-Shooter-Rennen direkt ganz vorne mitlaufen.
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| Kennzahl | Wert (laut Analyst) |
|---|---|
| Verkäufe insgesamt | 1,2 Millionen |
| Verkäufe auf PS5 | 217.000 |
| Release-Datum | 5. März 2026 |
UI, Einstiegshürde und mögliche Gründe
Warum könnte Marathon hinter den Erwartungen liegen? Elliott sieht die Ursache vor allem in der Benutzeroberfläche. Sie sei für Neueinsteiger eher ein Hindernis als bei direkten Alternativen wie ARC Raiders. Das deckt sich mit Kritik, die nach dem Launch vor allem aus der PS5-Community laut wurde: Dort wurde Marathon unter anderem als zu hart und zu wenig einladend für Gelegenheitsfans beschrieben.
Die Quintessenz: Während ARC Raiders für viele schneller verständlich sei, könne Marathon durch eine verwirrende UI eine steile Lernkurve erzeugen, die den Zugang zu den Stärken des Spiels ausbremst. Genau das ist im Extraction-Genre kritisch, weil die ersten Stunden entscheiden, ob man dranbleibt oder frustriert abspringt.
- Komplexe und teils unklare UI als Einstiegshürde
- Hohe Schwierigkeit, die weniger erfahrene Teams abschrecken kann
- Unterschiedliche Erwartungen auf Konsole im Vergleich zu PC
Stabile Aktivität und Chancen auf eine Trendwende
Was spricht dafür, dass Bungie das Ruder noch herumreißen kann? Trotz eines anfänglichen Rückgangs sollen die täglichen aktiven Nutzer laut Alinea-Daten anschließend relativ stabil geblieben sein. Das würde darauf hindeuten, dass diejenigen, die sich durchgebissen und die Systeme verstanden haben, grundsätzlich Spaß am Gunplay und am Loop haben.
In der Logik des Analysts könnte das auch erklären, warum Marathon auf Steam besser performt als auf PS5 oder Xbox: PC-Spielende gelten in solchen Hardcore-nahen Multiplayer-Genres oft als geduldiger, wenn es um komplexe Menüs, Meta-Systeme und anspruchsvolle Onboarding-Phasen geht. Für Bungie wäre die Konsequenz naheliegend: Quality-of-Life-Updates, eine klarere UI und ein sanfterer Einstieg könnten ausreichen, um neue Zielgruppen besser abzuholen.
Passend dazu hat Bungie bereits Änderungen am Content-Zeitplan vorgenommen, um die Struktur zugänglicher und planbarer zu machen. Außerdem bittet das Studio aktiv um Feedback, was darauf schließen lässt, dass weitere Anpassungen realistisch sind, falls sich die Kritikpunkte in den nächsten Wochen weiter bestätigen.
Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit Marathon, speziell mit UI, Einstieg und Schwierigkeit? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.





