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Steam Machine über 1.000 Euro – was das für PS6 und neue Xbox bedeutet

Valve hat in dieser Woche die Reservierungen für die Steam Machine gestartet und dabei auch die Preisstufen der verschiedenen Modelle bestätigt. Unterm Strich sorgt vor allem eine Zahl für Gesprächsstoff: Über 1.000 Euro werden fällig, je nach Variante sogar deutlich darüber. In der Community stellt sich damit sofort die naheliegende Frage, ob uns bei der nächsten Konsolengeneration ein ähnlicher Preissprung bevorsteht.

Valve selbst begründet die hohe Preislage in einer offiziellen Stellungnahme mit der angespannten Versorgungslage bei Speicherkomponenten. Eigentlich habe man niedrigere Preise angepeilt, durch die aktuelle Krise sei jedoch eine Anpassung der Preispolitik nötig geworden. Das klingt nach einem Einzelfall, trifft aber einen Nerv, weil PS6 und die nächste Xbox ohnehin schon als technisch ambitionierte Systeme gehandelt werden.

Einordnung der Preisdebatte

Was bedeutet der Steam-Machine-Preis für PS6 und nächste Xbox? Laut Piers Harding-Rolls, Research Director bei Ampere Analysis, ist der Preis der Steam Machine kein verlässlicher Vorbote dafür, dass Sony und Microsoft künftig ebenfalls jenseits der 1.000-Euro-Marke landen. Er bremst die aktuell aufkommenden Befürchtungen und verweist auf Unterschiede bei Einkaufsmacht, Timing und Lieferketten.

Entscheidend sei vor allem, dass Valve mit der Steam Machine in einer Phase an den Start geht, in der die RAM-Krise besonders stark zu spüren ist. PS6 und die nächste Xbox werden dagegen voraussichtlich noch auf sich warten lassen, wodurch sich die Komponentenlage bis dahin entspannen könnte. Das würde die Produktionskosten spürbar entlasten, ohne dass Hersteller zwangsläufig an der Leistung sparen müssten.

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Ich glaube nicht, dass die Preisgestaltung der Steam Machines zwangsläufig bedeutet, dass die Preise für Konsolen der nächsten Generation bei über 1.000 Euro liegen werden. Sony ist in Bezug auf die Lieferkette besser aufgestellt und verfügt über mehr Hardware-Skalierung als Valve. In zwei Jahren wird die Verfügbarkeit von Komponenten zudem besser sein.

Warum Sony und Microsoft strukturelle Vorteile haben

Warum ist Sony bei Komponentenpreisen im Vorteil? Harding-Rolls nennt hier vor allem die Rolle als Großabnehmer: Sony kauft aufgrund der PlayStation-Stückzahlen massive Mengen an Speicher und anderen Bauteilen ein und erhält dadurch in der Regel bessere Konditionen als ein vergleichsweise kleinerer Hardware-Anbieter. Ähnliches gilt auch für Microsoft, das ebenfalls mit hohen Volumina plant.

Hinzu kommt der Zeithorizont: Während die Steam Machine mitten in der angespannten Marktphase erscheint, könnten PS6 und die nächste Xbox in einem Umfeld starten, in dem sich die Lieferketten bereits stabilisiert haben. In Berichten ist zudem immer wieder von einer möglichen Verschiebung der PS6 in Richtung 2029 die Rede, was den Abstand zur aktuellen Situation noch größer machen würde.

  • Skalierung: Konsolenhersteller profitieren von hohen Stückzahlen und standardisierten Plattformen.
  • Lieferkette: Langfristige Verträge und starke Einkaufsmacht drücken häufig die Kosten pro Einheit.
  • Timing: Ein Launch außerhalb einer akuten Speicherkrise kann die Kalkulation spürbar entspannen.

Kritik am Steam-Machine-Preis aus der Hardware-Szene

Wie wird der Preis der Steam Machine von Experten bewertet? Neben der Analysten-Einordnung gibt es auch deutliche Kritik aus der Hardware-Community. Der bekannte Leaker Kepler_L2 schreibt, er könne den Preis nicht vollständig nachvollziehen und sieht im Kern zwei mögliche Erklärungen: Entweder kalkuliert Valve mit einer sehr hohen Marge oder die Zulieferkonditionen fallen deutlich schlechter aus als erwartet.

Entweder hat Valve eine fette Gewinnmarge bei der Steam Machine oder sie werden von ihren Zulieferern komplett ausgenommen.

Auch Moore’s Law Is Dead widerspricht der These, dass ausschließlich hohe Lieferkosten den Preis erklären.

Er argumentiert, vergleichbare PCs seien als Selbstbau oder Fertigsystem teils deutlich günstiger zu haben und zieht einen Vergleich zum schwierigen Start der PS3, die ebenfalls unter ihrem hohen Einstiegspreis litt. Der Vorwurf: Valve könnte hier eher auf Gewinnmaximierung setzen, statt den PC-Hardware-Markt preislich anzugreifen.

Wie seht ihr das: Ist ein Hardwarepreis von über 1.000 Euro für ein SteamOS-Fertigsystem für euch nachvollziehbar, oder wäre das ein klares Nein danke und ihr würdet lieber selbst bauen? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Miriam V.

Miriam schreibt bei PlayCentral über alles, was blinkt, lootet oder EXP gibt. Wenn sie nicht gerade über neue Releases berichtet, verliert sie sich wahrscheinlich in einem Open-World-RPG – auf der ewigen Suche nach dem einen Sidequest, den sie noch nicht abgeschlossen hat. Kaffee ist ihr Buff, Gaming ihr Endgame.
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