Die internationalen Testwertungen zu Directive 8020 sind da und zeichnen ein durchaus interessantes Bild. Mit einem aktuellen Metascore von 72 auf PlayStation 5 fällt die neue Horror-Erfahrung von Supermassive Games zwar insgesamt solide aus, sorgt bei Kritikern aber gleichzeitig für deutlich unterschiedliche Meinungen.
Während einige Magazine das Spiel als besten Teil der gesamten Dark-Pictures-Reihe feiern, kritisieren andere vor allem die neuen Gameplay-Elemente und die stellenweise unausgereifte Umsetzung.
Viele Tester sehen das beste Dark Pictures-Spiel bisher
Besonders auffällig: Zahlreiche Reviews loben Directive 8020 als klaren Qualitätssprung für die Reihe.
So vergab But Why Tho? starke 95 Punkte und bezeichnete das Spiel als „Liebesbrief an Space-Horror“. Gelobt werden vor allem die Atmosphäre, die Misstrauens-Thematik innerhalb der Crew und die zahlreichen Entscheidungen mit spürbaren Konsequenzen.
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Auch TheSixthAxis zeigt sich begeistert und spricht vom bislang besten Dark Pictures-Spiel überhaupt. Besonders die neuen Stealth-Mechaniken und die deutlich dynamischere Struktur der Geschichte kommen dort gut an.
Viele Kritiker vergleichen Directive 8020 außerdem direkt mit Genre-Klassikern wie:
- Alien
- Event Horizon
- The Thing
- Dead Space
Gerade die klaustrophobische Stimmung auf dem Raumschiff Cassiopeia scheint bei vielen Testern hervorragend angekommen zu sein.
Größter Fortschritt seit Until Dawn?
Mehrere Reviews sprechen sogar davon, dass Supermassive Games mit Directive 8020 den größten Entwicklungsschritt seit Until Dawn gemacht haben könnte.
IGN Deutschland lobt die starke Atmosphäre, die verzweigte Story-Struktur und die konstant spürbare Paranoia innerhalb der Crew. GameSpew bezeichnet das Spiel als „Must-Play für Space-Horror-Fans“, während Gamereactor UK sogar darüber nachdenkt, Directive 8020 als bestes Spiel des Studios überhaupt zu bezeichnen.
Vor allem folgende Neuerungen werden immer wieder positiv hervorgehoben:
- deutlich stärkerer Fokus auf Survival-Horror
- neue Schleich- und Stealth-Elemente
- mehr spielerische Interaktion
- umfangreichere Entscheidungsstrukturen
- verbesserte Präsentation mit Unreal Engine 5
- höhere Spannung durch permanente Bedrohung
Auch die neue „Turning Points“-Mechanik kommt bei vielen gut an. Sie erlaubt es Spielern, Entscheidungen zurückzuspulen und alternative Story-Wege einfacher auszuprobieren.
Genau diese Neuerungen sorgen aber auch für Kritik
Interessanterweise sind es ausgerechnet die neuen Gameplay-Ideen, die andere Tester deutlich negativer sehen.
Besonders die zahlreichen Stealth-Passagen werden immer wieder kritisiert. Viele Reviews beschreiben sie als repetitiv, zu simpel oder sogar störend für das Pacing.
Push Square spricht von „vertanem Potenzial“, während IGN Italia die Schleichpassagen als ermüdend bezeichnet. Auch Destructoid kritisiert, dass die Gameplay-Abschnitte regelmäßig die Spannung der Story ausbremsen würden.
Mehrere Magazine bemängeln zudem:
- vorhersehbare Story-Elemente
- zu starke Inspiration durch bekannte Sci-Fi-Horrorfilme
- schwaches Pacing im Mittelteil
- teilweise flache Dialoge
- technische Macken
- weniger Fokus auf klassisches Koop-Gameplay
Gerade Fans der ursprünglichen Dark-Pictures-Formel scheinen deshalb etwas gespaltener auf den neuen Kurs zu reagieren.
Horror-Fans feiern die Atmosphäre
Trotz der Kritik herrscht bei einem Punkt nahezu Einigkeit: Directive 8020 liefert eine extrem starke Horror-Atmosphäre.
Viele Reviews loben die Beleuchtung, die Soundkulisse und das Gefühl permanenter Unsicherheit an Bord der Cassiopeia. Besonders das Thema Misstrauen innerhalb der Crew zieht sich durch zahlreiche Testberichte.
Die Bedrohung entsteht dabei oft weniger durch klassische Jumpscares, sondern vielmehr durch psychologischen Druck, Isolation und die Angst davor, nicht mehr zu wissen, wem man überhaupt noch vertrauen kann.
Dadurch erinnert Directive 8020 laut vielen Kritikern eher an klassischen Sci-Fi-Horror als an die teilweise eher trashigen B-Movie-Horroransätze früherer Dark-Pictures-Spiele.
Supermassive experimentiert stärker als zuvor
Viele Wertungen zeigen letztlich vor allem eines: Supermassive Games versucht mit Directive 8020 bewusst, die bekannte Formel weiterzuentwickeln.
Das kommt nicht bei allen gleich gut an, wird von vielen Testern aber trotzdem als wichtiger Schritt für die Zukunft der Reihe angesehen.
Mehrere Reviews sprechen davon, dass sich das Studio aktuell mitten in einer Art „Supermassive 2.0“-Phase befindet. Die Grundidee der interaktiven Horrorfilme bleibt erhalten, wird aber stärker mit klassischen Gameplay-Elementen kombiniert.
Ob genau dieser Mix langfristig funktioniert, dürfte sich vermutlich erst mit den kommenden Spielen der neuen Dark-Pictures-Staffel zeigen.
Solider Metascore, aber kein universeller Hit
Mit einem Metascore von aktuell 72 gehört Directive 8020 zwar nicht zu den ganz großen Überraschungshits des Jahres, gleichzeitig scheint das Spiel aber viele Fans von cineastischem Sci-Fi-Horror ziemlich genau abzuholen.
Vor allem Spieler, die Lust auf düstere Weltraum-Atmosphäre, schwere Entscheidungen und Horror im Stil von Alien oder The Thing haben, dürften mit Directive 8020 viel Spaß haben.
Wer dagegen primär ein klassisches Dark-Pictures-Spiel ohne größere Gameplay-Experimente erwartet, könnte mit einigen der neuen Ideen weniger glücklich werden.





