Ein einziger Dialogklick hat gereicht, um einen 60-Stunden-Run im Honour-Modus von Baldurs Gate 3 komplett zu zerstören. Genau das ist jetzt einem Fan passiert, der sich bis in Akt 3 durchgebissen hat und dann ausgerechnet in einem optionalen Moment der Neugier die härteste Konsequenz kassierte: Game Over.
Der Vorfall macht gerade in der Community die Runde, weil er so typisch für diesen Modus ist. Nicht ein verlorener Bosskampf oder ein missglückter Würfelwurf war das Problem, sondern eine Entscheidung, die man im normalen Durchlauf vielleicht aus reiner Neugier ausprobiert und danach einfach neu lädt.
Warum Honour Mode so gnadenlos ist
Was macht den Honour-Modus so riskant? In Baldurs Gate 3 ist der Honour-Modus die härteste Spielweise, weil er praktisch keine Fehler verzeiht. Es gibt nur einen Spielstand, was das klassische Neuladen nach einem Patzer ausschließt und damit jede Entscheidung deutlich schwerer macht.
Kommt es zum Gruppenwipe, ist der Run vorbei. Zwar lässt sich der Spielstand danach weiterführen, aber er zählt dann nicht mehr als Honour-Run. Zusätzlich ist die Grundschwierigkeit höher und Bosse verfügen über legendäre Aktionen, wodurch selbst eigentlich gut bekannte Begegnungen plötzlich kippen können.
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Genau deshalb gilt in der Szene eine Art ungeschriebenes Gesetz: Im Honour-Modus besser nur Wege gehen, die man wirklich kennt. Denn Baldurs Gate 3 hat zahlreiche Situationen, in denen ein falscher Dialog, ein unbedachter Schritt oder ein scheinbar harmloser Nebenmoment in sofortigen Tod oder extrem gefährliche Kämpfe münden kann.
Der fatalste Neugier-Moment in Akt 3
Wie ging der 60-Stunden-Run zu Ende? Laut einem Bericht aus dem Baldurs Gate 3 Subreddit stolperte der Betroffene im Haus der Hoffnung über Haarlep. Der Inkubus bietet in dieser Szene an, mit dem Hauptcharakter zu schlafen und dafür Informationen rund um Raphael preiszugeben.
Die entscheidende Stelle kommt am Ende der Begegnung: Es gibt eine Option, bei der man Haarlep Körper und Seele überlässt. Diese Wahl führt jedoch direkt zu einem Game-Over-Bildschirm, weil der Protagonist stirbt. Genau diese Option wurde ausgewählt und damit war der Honour-Run nach rund 60 Stunden abrupt beendet, ausgerechnet kurz vor dem Ziel.
Ich bin davon ausgegangen, dass das die richtige Dialogoption für dieses Ergebnis ist.
In den Kommentaren hielt sich das Mitgefühl teils in Grenzen. Viele wiesen darauf hin, dass man im Honour-Modus besser keine Experimente startet, weil das Spiel an genau solchen Stellen gnadenlos ist. Der Fall ist damit auch weniger ein Balance-Problem als ein Lehrstück dafür, wie sehr Baldurs Gate 3 seine Konsequenzen durchzieht.
Ein weiteres Beispiel für die Brutalität von Baldurs Gate 3
Welche Lehre zieht die Community daraus? Seit der Einführung des Honour-Modus teilen Fans regelmäßig Stories über Runs, die durch winzige Fehler, unerwartete Effekte oder riskante Entscheidungen scheitern. Der aktuelle Fall reiht sich nahtlos ein und zeigt vor allem eins: Du kannst 60 Stunden lang nahezu perfekt spielen und trotzdem reicht eine einzige falsche Auswahl, um alles zu verlieren.
Parallel dazu bleibt die Zukunft der Reihe spannend. Klar ist: Larian Studios arbeitet nicht am nächsten Baldurs Gate, sondern an einem neuen CRPG im eigenen Divinity-Universum. Wer letztlich Baldurs Gate 4 übernimmt, ist weiterhin offen, zumal die Erwartungen nach dem Erfolg von Teil 3 kaum höher sein könnten.
Wie spielt ihr den Honour-Modus: strikt nach Plan oder mit Mut zum Chaos? Schreibt mir eure schlimmsten Niederlagen und eure knappsten Rettungen in die Kommentare.





