Die Gerüchte hielten sich monatelang hartnäckig: Lernen die ARC-Roboter in ARC Raiders wirklich in Echtzeit aus eurem Verhalten und passen sich während der Matches an? Embark Studios hat das zwar schon früher zurückgewiesen, doch jetzt hat ein Entwickler aus dem Machine-Learning-Team noch einmal detaillierter erklärt, wie die KI-Gegner tatsächlich klüger werden und warum sich das für viele trotzdem wie ein lernendes System anfühlt.
Der Knackpunkt: Maschinelles Lernen ist bei ARC Raiders zwar im Einsatz, aber nicht so, wie es sich viele vorgestellt haben. Stattdessen steckt hinter den spürbaren Verbesserungen ein Mix aus gezieltem Training für Bewegung und klassischer Handarbeit, bei der das Team sehr genau beobachtet, wie die Community mit den ARC interagiert.
Maschinelles Lernen für Bewegung statt für Taktik
Wofür nutzt Embark maschinelles Lernen in ARC Raiders? Laut Martin Singh-Blom, Machine-Learning-Research-Lead bei Embark, wird Machine Learning vor allem dafür genutzt, den teils komplex gebauten Robotern das Fortbewegen beizubringen. Viele ARC haben mehrere Gliedmaßen und ungewöhnliche Körperformen, was klassische Animations- und Navigationssysteme schnell an Grenzen bringt.
Das Training hilft den Maschinen dabei, sich in den Karten sicherer zu bewegen, etwa beim Laufen, Klettern oder beim Überwinden von Hindernissen. Konkret profitieren davon auch große oder besonders „unhandliche“ Gegner wie Queen oder Leaper, die in unübersichtlichem Gelände sonst schnell an Ecken, Kanten oder engen Passagen scheitern würden.
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Wichtig ist dabei die Abgrenzung: Das System lernt nicht aus eurem Spielstil und wird auch nicht mit Daten trainiert, die euer Verhalten oder eure Taktiken analysieren. Die häufige Community-Annahme, die ARC würden Muster erkennen und Spielerinnen und Spieler direkt kontern, wurde erneut klar verneint.
So werden die ARC über Clips und Community-Momente gefährlicher
Wie macht Embark die Roboter dann trotzdem immer schlauer? Der spannende Teil ist der Workflow, den Singh-Blom beschreibt: Das Team schaut sich auffällige Clips aus der Community an, zum Beispiel virale TikToks oder YouTube-Szenen, in denen ARC entweder besonders witzig scheitern oder in denen sich zeigt, dass Raider vermeintlich sichere Spots gefunden haben.
Ein Beispiel aus der Praxis: Nach einem Clip, in dem ein Leaper einen Raider nicht durch einen Tunnel verfolgen konnte, habe Embark daran gearbeitet, wie gut die ARC ihre Umgebung wahrnehmen. Außerdem wird gezielt daran gefeilt, dass bestimmte Gegnertypen ihre „Schwächen“ verlieren. Singh-Blom nennt hier unter anderem Drohnen, die Schritt für Schritt besser darin werden, auch in Innenräumen zu navigieren und dort Druck aufzubauen.
Wir versuchen immer wieder, die fliegenden Drohnen besser und besser darin zu machen, drinnen zu fliegen. Und jedes Mal, wenn Leute denken, dass sie irgendwo sicher sind, ist es schön, wenn wir einen Weg finden, wie die Drohnen dort reinkommen und es weniger sicher machen.
Im Kern ist es ein bewusstes Design-Spiel mit Erwartungen: Die Community findet eine Lücke, ein sicher wirkendes Verhalten oder einen Ort, Embark sieht sich das an und baut gezielt Verbesserungen, die künftig für Überraschungsmomente sorgen sollen.
Der Kreislauf ist: Alle Entwickler schauen TikToks und YouTube-Clips und sagen: Hey, das ist richtig cool. Könnten wir eine Änderung machen, die Leute so richtig aufkreischen lässt? Dann machen wir die Änderung, und hoffentlich sind die Leute überrascht und haben eine gute Zeit.
Flashpoint-Update bringt den Vaporizer und der nächste große ARC steht schon bereit
Was ist zuletzt in ARC Raiders passiert? Mit dem Flashpoint-Update vom 31. März 2026 hat Embark einen weiteren gefährlichen Gegnertyp ins Spiel gebracht: den Vaporizer. Der neue Feind sorgt Topside für Chaos, ist aktuell aber an eine besondere Bedingung geknüpft und taucht nur in der neuen Map-Condition Close Scrutiny auf.
Vom Körperbau erinnert der Vaporizer an einen Rocketeer, wirkt aber moderner und schlanker. Sein Angriffsmuster setzt auf Laserbeschuss und spielt sich laut Beschreibung wie eine fliegende, besonders aggressive Variante der Queen. Zusätzlich besitzt er einen Schild, der an die Matriarch erinnert und Kämpfe deutlich länger und riskanter machen kann.
Wann kommt das nächste große Update? Embark hat außerdem bestätigt, dass das Update Riven Tides noch im April 2026 erscheinen soll und einen neuen großen ARC-Gegner mitbringt. Details zum neuen Roboter sind bisher nicht bekannt, gleichzeitig teasert das Studio bereits eine neue Karte an, die zusammen mit Riven Tides veröffentlicht wird. Als möglicher Termin kursiert aktuell Dienstag, der 28. April 2026.
Wie erlebt ihr die ARC-KI aktuell: fühlt sich das Verhalten für euch fair und spannend an, oder wünscht ihr euch weniger „sichere Orte werden unsicher“? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.


