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Activision Blizzard: Entlässt hunderte Mitarbeiter trotz Rekordumsatz

Von Ben Brüninghaus - News vom 13.02.2019 12:14 Uhr
© Activision Blizzard

Wie es sich bereits im Vorfeld andeutete, kam es nun zur spekulierten Kündigungswelle bei Activision Blizzard. Die Erwartungen für 2018 konnten eigenen Angaben gemäß nicht erfüllt werden, weshalb sie für 2019 angepasst werden, was wiederum einen umfassenden Stellenabbau zur Folge hat.

Nach der großen Telltale-Pleite im letzten Jahr gibt es nun einen weiteren Vorfall in der Spieleindustrie, bei dem zahlreiche Angestellte ihre Jobs verlieren. Dieses Mal geht es um Activision Blizzard, die angefangen haben, eine Vielzahl an Mitarbeitern zu entlassen. Nachdem sich schon längere Zeit das Gerücht in der Branche hielt, es stünden diesbezüglich Pläne auf der Agenda, sind die ersten Kündigungen nun final ausgesprochen worden. Von offizieller Seite aus wurde jetzt diesbezüglich Stellung bezogen.

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Activision Blizzard kündigt Mitarbeiter

Im Detail werden rund acht Prozent aller Mitarbeiter von Activision Blizzard entlassen. Das sind heruntergerechnet 768 Personen, also rund 800 von 9600 Mitarbeitern. Die ersten Kündigungen gingen am gestrigen Nachmittag heraus. Wie einige Quellen gegenüber Kotaku und Brancheninsider Jason Schreier berichten, betreffen die Kündigungen vor allem die Publishing-Sektion von Activision, Blizzard, King und einige Studios von Activision wie High Moon. Bei Blizzard sollen neben der Publishing-Sparte zudem die Verwaltung und der Esports-Bereich betroffen sein.

Primär soll es Abteilungen treffen, die nicht direkt an der Spieleentwicklung beteiligt sind. Viel lieber möchten die Verantwortlichen die gewinnbringenden Franchises Call of Duty, Diablo oder beispielsweise Warcraft stärken.

"Während unsere Finanzergebnisse für 2018 die besten in unserer Geschichte sind, haben wir unser volles Potenzial nicht realisiert.''

Wie Geschäftsführer Bobby Kotick während einer Investorenkonferenz berichtete, konnte das Unternehmen "einmal mehr Rekordergebnisse im Jahr 2018 einfahren" – im Detail ganze 7,5 Milliarden US-Dollar. Und dennoch gebe es umfangreiche Umstrukturierungen und Konsolidierungen. Der Grund dafür seien Erwartungen, die 2018 nicht erfüllt werden konnten, die Erwartungen für 2019 werden dementsprechend angepasst.

Die Qualität der Spiele soll mehrfach nicht gestimmt haben, während auf der anderen Seite fehlende Möglichkeiten zur Monetarisierung ein Problem darstellen würden. 

Blizzard-Präsident J. Allen Brack gibt parallel in einer E-Mail – die den Kollegen von Kotaku vorliegt – zu verstehen, dass einige Bereiche, die nicht die Entwicklung betreffen, in den letzten Jahren zu unterschiedlichen Zwecken ausgebaut wurden. Doch einige dieser Teams seien bei dem derzeitigen Release-Intervall wohl "außer Proportion" und werden demnach aktuell nicht mehr benötigt. 

"Deshalb müssen wir einige Abteilungen unserer Organisation herunterfahren." 

Zumindest verspricht man von offizieller Seite aus eine solide Abfindung und Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job. Via Twitter gibt es nun eine rege Flut an entlassenen Mitarbeitern, die ihre Kündigung hier bestätigen und sich nach neuen Jobs umhören, allesamt sichtlich betroffen. Andere Branchenkollegen wie Nick Chester von Epic Games oder der Twitter-Account von Obsidian Entertainment bieten ihre Hilfe mit Jobangeboten der Unternehmen an. 

Wenig überraschend…

Insgesamt deuteten sich bereits im Vorfeld drastische Maßnahmen an. Nicht nur, dass der Blizzard-Gründer Mike Morhaime und der bisherige Finanzchef Spencer Neumann ihre Arbeit bei dem Konzern niedergelegt haben, Activision Blizzard hat nebenher noch das Destiny-Franchise aufgrund enttäuschender Verkaufszahlen aufgegeben.

Die Medien sind sich einig, dass das Battle-Royale-Phänomen und insbesondere Fortnite eine große Rolle dabei spielen. Während EA zum Beispiel lange Zeit gar kein konkurrierendes Produkt an den Start brachte und es bei Activision Blizzard bis Call of Duty: Black Ops 4 ebenfalls ziemlich schlecht mit dem Aufspringen auf den abfahrenden Zug aussah, dürfen wir nicht vergessen, dass wir hier dennoch von einem Rekordumsatz in der Unternehmensgeschichte sprechen. Dennoch scheinen sich die Geschäftsführer an solchen Umsätzen wie denen von Epic Games zu orientieren: 

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Hauptberuflicher Jedi-Meister, nebenbeschäftigt bei PlayCentral.de. Popkultur-Fetischist: Star Trek, Star Wars, alles mit „Star“, verspeist Spiele-OSTs zum Frühstück, Großmeister der Bärenschule. Inquisitor. Mag das Ende von Mass Effect.
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