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Remedy-Chef: Alan Wake und Control hätten sich besser verkaufen müssen

Remedy Entertainment hat mit Alan Wake und Control zwei der auffälligsten Marken der vergangenen Jahre geschaffen. Trotzdem ist der neue CEO Jean-Charles Gaudechon überzeugt, dass beide Reihen kommerziell mehr hätten erreichen müssen.

Neuer CEO spricht über Remedy-Zukunft

Gaudechon übernahm die Leitung von Remedy im März 2026. Seine Ernennung wurde von Teilen der Community zunächst skeptisch aufgenommen, da er zuvor mehrere Jahre bei Electronic Arts tätig war und dort unter anderem an den PC- und Mobile-Versionen von FIFA arbeitete.

In einem Interview mit The Game Business erklärte er nun, dass er diese Skepsis nachvollziehen könne. Viele Fans hätten Remedy sehr stark beschützt und ihm sinngemäß mitgegeben: „Mach es nicht kaputt.“

Für Gaudechon zeigt genau diese Reaktion, wie sehr Spieler das Studio und seine kreative Identität schätzen.

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Alan Wake und Control sollen größere Marken werden

Gleichzeitig sieht der neue Remedy-Chef deutlichen Nachholbedarf bei der Reichweite der eigenen Spiele. Marken wie Alan Wake und Control hätten seiner Ansicht nach ein größeres Publikum verdient.

Gaudechon sagte, es sei schade, dass Alan Wake nicht mehr verkauft habe. Auch Control hätte sich seiner Meinung nach besser verkaufen müssen. Bevor Remedy einfach nur mehr Spiele entwickle, müsse das Studio zunächst das Potenzial seiner vorhandenen Marken besser ausschöpfen.

Remedy hatte zuletzt nicht nur Erfolge

Die Aussagen kommen in einer Phase, in der Remedy mehrere Projekte gleichzeitig stemmen muss. Alan Wake 2 wurde zwar hervorragend bewertet, brauchte aber mehr als ein Jahr, um profitabel zu werden.

Das Multiplayer-Projekt FBC: Firebreak blieb hinter den Erwartungen zurück. Auch die Arbeiten an der Kampagne von CrossfireX kamen bei Kritikern nicht gut an. Zusätzlich warten Fans weiterhin auf handfeste Neuigkeiten zu den Remakes von Max Payne und Max Payne 2, die bereits vor mehreren Jahren angekündigt wurden.

Filme und Serien sollen helfen

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft ist die Partnerschaft mit Annapurna, die bereits 2024 angekündigt wurde. Sie soll helfen, Remedy-Marken über Spiele hinaus bekannter zu machen.

Geplant sind mögliche Umsetzungen für Film und Fernsehen. Genau darin sieht Gaudechon eine Chance, Alan Wake, Control und weitere Remedy-Marken einem Publikum näherzubringen, das bislang noch keinen Kontakt mit den Spielen hatte.

Control Resonant steht als nächstes großes Projekt an

Kurzfristig liegt der Fokus auf Control Resonant, dem Nachfolger des 2019 veröffentlichten Actionspiels Control. Der Titel soll noch 2026 erscheinen und setzt laut bisherigen Eindrücken auf ein aggressiveres, schnelleres Kampfsystem.

Ein genauer Veröffentlichungstermin steht bislang allerdings noch aus.

Zwischen Kreativität und Wachstum

Remedy befindet sich damit an einem spannenden Punkt. Das Studio ist für ungewöhnliche Geschichten, starke Atmosphäre und eigenwillige Spielwelten bekannt. Gleichzeitig müssen diese Marken künftig wirtschaftlich stärker tragen.

Gaudechon betont, dass Remedy seine besondere Kreativität schützen müsse. Gleichzeitig will er dafür sorgen, dass Alan Wake, Control und andere Projekte ein deutlich größeres Publikum erreichen.

Für Fans dürfte genau darin die große Frage liegen: Kann Remedy wachsen, ohne das zu verlieren, was das Studio so besonders macht?

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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