
Dass Grand Theft Auto 6 ein gigantisches Projekt wird, ist seit Jahren klar. Jetzt bekommt die Dimension aber eine neue Zahl: Nach Schätzungen von Branchenanalysten soll Take Two für die Entwicklung bislang zwischen 1 und 1,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben haben. Take Two Chef Strauss Zelnick wollte die Summe in einem Interview mit Business Insider zwar nicht bestätigen, machte aber deutlich, dass das Projekt alles andere als günstig ist.
Auch ohne offizielle Budgetzahl ist die Richtung eindeutig. Zelnick räumte ein, dass die Produktion von Grand Theft Auto 6 teuer gewesen sei, und unterstrich damit indirekt, wie groß Rockstars Ambitionen für den nächsten Serienteil ausfallen.
Ein Budget, das die Branche sprengt
Wie hoch sollen die Entwicklungskosten von Grand Theft Auto 6 sein? Laut Business Insider basieren die genannten 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar auf Analysten-Schätzungen. Zelnick nannte keinen Betrag, bestätigte aber den grundsätzlichen Eindruck mit einer knappen Einordnung.
Es war teuer.
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Der Vergleich mit anderen Großproduktionen zeigt, warum diese Summe so viele Alarmglocken und gleichzeitig viel Neugier auslöst. Triple-A-Budgets, die Schlagzeilen machen, bewegen sich oft im Bereich von ein paar hundert Millionen. Grand Theft Auto 6 würde diese Größenordnung deutlich hinter sich lassen.
Zum Einordnen der zuletzt bekannten oder berichteten Budgets werden häufig folgende Beispiele genannt:
- Bungies Extraction-Shooter: Berichten zufolge über 250 Millionen US-Dollar
- Concord: ursprünglicher Entwicklungsvertrag laut einem Kotaku-Bericht rund 200 Millionen US-Dollar
- The Last of Us Part II: laut Dokumenten aus dem Jahr 2023 mehr als 200 Millionen US-Dollar
- Horizon Forbidden West: laut denselben Dokumenten ebenfalls mehr als 200 Millionen US-Dollar
- Call of Duty Black Ops Cold War: laut Gerichtsdokument insgesamt 700 Millionen US-Dollar über den gesamten Lebenszyklus
Selbst diese Extremwerte wirken neben dem, was für Grand Theft Auto 6 im Raum steht, plötzlich fast wie die kleinere Liga. Und genau das passt zu der Erwartung, dass Rockstar den womöglich größten Unterhaltungs-Launch aller Zeiten anpeilt.
Jahrelange Produktion und der Anspruch auf Perfektion
Wie lange ist Grand Theft Auto 6 schon in Entwicklung? Laut Business Insider arbeiten einige der Tausenden Mitarbeitenden bei Rockstar bereits seit über einem Jahrzehnt an Grand Theft Auto 6. Das würde erklären, warum die Kosten über die Jahre immer weiter anwachsen konnten, selbst bevor Marketing und Release-Phase voll anlaufen.
In einem aktuellen Interview mit Bloomberg sprach Zelnick außerdem darüber, dass die Entwicklungskosten in der Branche generell steigen. Take Two setze dabei auf den Ansatz, den Teams sehr große Spielräume zu geben, um das gewünschte Qualitätsniveau zu erreichen.
Wir versuchen, unseren Teams unbegrenzte finanzielle und kreative Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit sie Perfektion liefern können.
Das ist einerseits eine klare Ansage an Investoren und Fans, andererseits aber auch ein Hinweis darauf, wie hoch der Erwartungsdruck intern sein muss. Bei einem Budget dieser Größenordnung reicht es nicht, nur ein gutes Spiel abzuliefern. Es muss ein kulturelles Ereignis werden.
Preisdebatte und Plattformfokus zum Start
Wie viel könnte Grand Theft Auto 6 kosten? Je höher die vermuteten Produktionskosten, desto schneller landet man bei der Preisfrage. Die Bank of America empfahl zuletzt öffentlich einen Verkaufspreis von 80 US-Dollar, also über dem bislang üblichen Niveau. Andere Analysten plädieren für den Standardpreis, wieder andere halten sogar Beträge bis 100 US-Dollar für denkbar.
Zelnick selbst formulierte in einem Auftritt vor Publikum auf der iicon eher grundsätzlich, wie Take Two auf das Thema Wert und Preis schaut. Für ihn ist entscheidend, dass sich der Kauf für das Publikum fair anfühlt und das Gebotene den Preis rechtfertigt.
Verbraucher zahlen für den Wert, den man ihnen bietet, und unsere Aufgabe ist es, weit, weit, weit weniger für diesen Wert zu verlangen. Wie man etwas empfindet, das man kauft, ist das Zusammenspiel zwischen dem Produkt selbst und dem, was man dafür bezahlt. Verbraucher müssen das Gefühl haben, dass das Produkt selbst großartig ist und der Preis, den sie dafür gezahlt haben, fair für das war, was sie bekommen haben.
Zusätzlich betonte Zelnick, dass Spielepreise langfristig betrachtet nicht im gleichen Maß gestiegen seien wie die Inflation. Gleichzeitig bleibt der Zeitpunkt heikel: Konsolen-Gaming ist aktuell ohnehin teuer, unter anderem weil Sony im März den Preis der PlayStation 5-Hardware erhöht hat.
Beim Start ist außerdem bereits klar, wo ihr Grand Theft Auto 6 spielen werdet, wenn ihr direkt zum Release dabei sein wollt. Das Spiel erscheint ausschließlich für PlayStation 5 sowie Xbox Series X und Xbox Series S, wie Zelnick kürzlich erneut erklärte. Eine PC-Version wurde bislang nicht für den Launch angekündigt.
Was meint ihr: Wäre ein spürbar höherer Preis für Grand Theft Auto 6 für euch in Ordnung, wenn Umfang und Qualität wirklich neue Maßstäbe setzen? Schreibt es gern in die Kommentare.





