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Diablo 4 auf Steam Mixed – warum Lord of Hatred Reviewbombing auslöst

Diablo 4 steht auf Steam aktuell spürbar unter Druck: Nach dem Release der neuen Erweiterung Lord of Hatred rutschten die jüngsten Bewertungen auf den Status Mixed. Obwohl viele Fans mit den Inhalten der Erweiterung grundsätzlich zufrieden wirken, prasselt eine Welle negativer Reviews auf das Action-RPG ein.

Der Grund ist dabei weniger ein einzelnes Problem, sondern eine Mischung aus Performance-Ärger, Monetarisierungs-Frust und dem Gefühl, dass Blizzard bei bestimmten Entscheidungen zu aggressiv am Geldbeutel ansetzt. Das Ergebnis: Review Bombing, das die Stimmungslage auf der Plattform sichtbar nach unten zieht.

Aktueller Steam-Trend rund um die Erweiterung

Wie fällt die Steam-Wertung von Diablo 4 gerade aus? In den jüngsten Steam-Reviews landet Diablo 4 derzeit bei Mixed, zum Zeitpunkt der Diskussion waren rund 66 Prozent der aktuellen Bewertungen positiv. Das ist bemerkenswert, weil Lord of Hatred selbst in vielen Kommentaren nicht als kompletter Fehltritt beschrieben wird, sondern eher als Auslöser dafür, dass aufgestaute Kritik wieder hochkocht.

Diablo 4 erschien ursprünglich im Juni 2023 und musste sich seitdem immer wieder mit geteilten Meinungen auseinandersetzen. Blizzard hat über viele Content-Seasons hinweg nachgebessert und inzwischen auch mehrere Erweiterungen veröffentlicht. Lord of Hatred soll zudem einen größeren Handlungsbogen abschließen, was bei Story-Fans grundsätzlich gut ankommt.

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Trotzdem zeigt ein Blick in die negativen Stimmen: Der Ton richtet sich oft weniger gegen Quests oder neue Features, sondern gegen Rahmenbedingungen, die viele als nervig oder unfair empfinden.

Warum die Community gerade so laut protestiert

Warum wird Diablo 4 aktuell reviewbombed? In den negativen Reviews tauchen vor allem zwei große Themen auf: technische Probleme und die Monetarisierung. Einige kritisieren die Performance von Lord of Hatred, also etwa Stabilität und technische Sauberkeit im Alltag. Der größere Aufreger scheint aber das Geschäftsmodell zu sein.

Viele Käufer stören sich daran, dass Echtgeldwährung in Form von Platin für Kosmetik genutzt wird und dass die Preise für Skins als zu hoch wahrgenommen werden. Zusätzlich wird der Umgang mit zeitlich begrenzten Angeboten kritisiert, weil solche Drops gezielt auf FOMO setzen, also das Gefühl, etwas zu verpassen. Als Beispiel wird auch eine zeitlich limitierte Kooperation mit World of Warcraft genannt, die genau diese Mechanik befeuert.

Ein weiterer Punkt, der in den Kommentaren immer wieder auftaucht: Einige sind verärgert, dass eine ältere Erweiterung, die viele zuvor gekauft hatten, inzwischen im Bundle mit Lord of Hatred kostenlos enthalten ist. Das sorgt bei langjährigen Käufern für Frust, weil sich ihr früherer Kauf im Nachhinein entwertet anfühlt.

  • Technische Kritik an der Performance von Lord of Hatred
  • Unzufriedenheit mit teuren Kosmetiks und Platin als Echtgeldwährung
  • Ärger über zeitlich limitierte Items und Events mit FOMO-Effekt
  • Frust über ältere Erweiterungs-Käufe, die später in Bundles gratis auftauchen

Hohe Spielerzahlen trotz negativer Bewertungen

Wie erfolgreich ist Lord of Hatred trotz Mixed-Reviews? Interessant ist der Widerspruch zwischen Review-Bombing und Aktivität: Während die Steam-Wertungen leiden, knackt Diablo 4 gleichzeitig neue Bestwerte bei den gleichzeitigen Nutzern. In der Release-Phase von Lord of Hatred wurde auf Steam erstmals seit Launch wieder die Marke von über 60.000 gleichzeitigen Spielern überschritten.

Gerade weil Diablo 4 erst seit Oktober 2023 auf Steam verfügbar ist, wirkt dieser Peak mehr als nur wie ein kurzes Strohfeuer. Dazu kommt: Steam bildet nur einen Teil der Gesamtcommunity ab, weil viele auch auf anderen Plattformen unterwegs sind.

Unterm Strich zeigt das Bild gerade zwei Seiten: Eine laute, sichtbare Protestwelle in den Reviews, aber gleichzeitig ein Spiel, das es schafft, die eigenen Nutzerzahlen wieder deutlich nach oben zu treiben.

Wie nehmt ihr die aktuelle Situation rund um Diablo 4 wahr: berechtigte Kritik, überzogener Review-Protest oder irgendwo dazwischen? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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