Nach der offiziellen Ankündigung von Metro 2039 werden nun weitere Details zur Entstehung des Ego-Shooters bekannt. Laut 4A Games steht das neue Kapitel der Reihe stark unter dem Eindruck realer Ereignisse.
Der Titel erscheint im Winter für PS5, Xbox Series X|S und PC und setzt erneut auf eine klassische Metro-Erfahrung mit einer storygetriebenen Einzelspielerkampagne, dichter Atmosphäre und psychologischem Horror. Hinter den Kulissen hat sich im Vergleich zu früheren Teilen jedoch deutlich mehr verändert als zunächst angenommen.
Entwicklung unter dem Eindruck des Krieges
Ein zentrales Thema rund um Metro 2039 ist der Einfluss des russischen Angriffs auf die Ukraine auf die Entwicklung des Spiels. Das Team von 4A Games besteht zu großen Teilen aus ukrainischen Entwicklern. Diese Realität hat das Projekt nachhaltig geprägt.
Executive Producer Jon Bloch erklärte, dass praktisch alle ursprünglichen Pläne für das neue Metro-Kapitel überarbeitet werden mussten.
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Auch Creative Director Andriy Shevchenko betont, dass die aktuelle Situation das Studio zu einem neuen erzählerischen Ansatz gezwungen hat. Die Geschichte wird bewusst aus einer ukrainischen Perspektive erzählt, bleibt aber klar im bekannten Metro-Universum verankert.
Story wurde komplett neu gedacht
Die ursprüngliche Handlung von Metro 2039 wurde vollständig verworfen und neu aufgebaut. Ziel ist es, die eigenen Erfahrungen und Eindrücke der Entwickler in die Geschichte einfließen zu lassen.
Dabei verschiebt sich der Fokus innerhalb der bekannten Welt. Persönliche Erlebnisse, moralische Entscheidungen und deren Konsequenzen rücken stärker in den Mittelpunkt der Erzählung.
Unterstützung erhält das Team erneut von Dmitry Glukhovsky, dem Autor der Romanvorlage. Er lebt aktuell im Exil, nachdem er sich öffentlich kritisch zur russischen Regierung und zum Krieg geäußert hatte.
Neue Botschaft im Zentrum der Geschichte
Mit Metro 2039 verändert sich auch die inhaltliche Ausrichtung der Reihe. Während frühere Teile vor allem den Versuch thematisierten, Krieg zu verhindern, rückt nun die direkte Auseinandersetzung mit den Folgen in den Fokus.
Co-Creative Director Pavel Ulmer beschreibt diese Entwicklung als logische Konsequenz der aktuellen Realität. Die Geschichte konzentriert sich stärker auf die Auswirkungen von Krieg, den Preis von Schweigen, die Schrecken autoritärer Systeme und den Wert von Freiheit.
Diese Themen sollen sich unmittelbar in der Handlung widerspiegeln und die narrative Tiefe weiter erhöhen.
Auch die Entwicklung selbst ist betroffen
Nicht nur die Story, sondern auch die Produktion von Metro 2039 wird durch die Umstände beeinflusst. Ein großer Teil des Teams arbeitet weiterhin aus verschiedenen Regionen innerhalb der Ukraine, während andere Entwickler international verteilt sind.
Diese Situation wirkt sich auf den gesamten Entwicklungsprozess aus und prägt sowohl die Organisation als auch die kreative Arbeit am Spiel.
Metro bleibt sich spielerisch treu
Trotz der inhaltlichen Veränderungen soll Metro 2039 spielerisch klar in der Tradition der Reihe stehen. Die bekannten Elemente bleiben erhalten.
Eine lineare und stark inszenierte Einzelspielerkampagne bildet weiterhin das Fundament. Dazu kommt die Mischung aus Exploration, Survival und intensiven Kämpfen. Die beklemmende Spielwelt und der psychologische Horror bleiben zentrale Bestandteile der Erfahrung.
Erste gezeigte Gameplay-Szenen bestätigen diesen Ansatz und zeigen vertraute Mechaniken sowie die ikonische Ausrüstung der Reihe.
Metro 2039 dürfte nicht nur spielerisch, sondern vor allem thematisch der bisher intensivste Teil der Serie werden. Die realen Erfahrungen des Entwicklerteams haben die Richtung des Spiels deutlich verändert und sorgen für eine persönlichere und direktere Auseinandersetzung mit Krieg und seinen Folgen.
Weitere Details zu Story und Gameplay sollen in den kommenden Monaten folgen.





