Sechs Monate nach dem Release ist Borderlands 4 bei Gearbox offenbar noch lange kein Selbstläufer. In einem aktuellen Gespräch mit IGN beschreibt das Team die Arbeit am Loot-Shooter rückblickend als ziemlich stressig, vor allem wegen Performance-Problemen, die auf dem PC weiterhin nicht bei allen sauber gelöst sind.
Borderlands 4 ist am 12. September 2025 erschienen und wurde seitdem regelmäßig mit Patches und neuen Inhalten versorgt. Doch während neue Story-Inhalte und Features das Spiel am Leben halten sollen, bleibt für einen Teil der Community die gleiche Frage entscheidend: Läuft es stabil genug, um überhaupt Spaß zu machen?
Mit dem jüngsten Content-Update, dem DLC Mad Ellie and the Vault of the Damned, gibt es zwar frisches Material, inklusive neuer Story, neuem Vault Hunter und einer Erhöhung des Level-Caps von 50 auf 60. Gleichzeitig räumt das Studio aber ein, dass technische Baustellen parallel weiterlaufen müssen.
Entwicklungsdruck zwischen Content und Technik
Warum ist die Arbeit an Borderlands 4 aktuell so belastend? Managing Producer Eli Luna betont im Gespräch mit IGN, dass die Produktion nicht wie am Fließband funktioniert. Statt klar getrennter Abteilungen, die nacheinander liefern, arbeitet das Team gleichzeitig an mehreren Fronten: neue Inhalte entwickeln, Live-Service-Plan einhalten und parallel Performance-Probleme auf dem PC ausbügeln.
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Es ist ein bisschen stressig, weil nichts wie an einem Fließband passiert und wir alles parallel balancieren müssen.
Luna beschreibt dabei vor allem die Herausforderung, dass die vielen beweglichen Teile gleichzeitig koordiniert werden müssen. Trotzdem habe man Feedback aus der Community aufgenommen und arbeite nach eigener Aussage so gut wie möglich daran, die Probleme zu adressieren.
Der Spagat ist dabei offensichtlich: Einerseits will Gearbox nicht zu lange mit neuen Inhalten warten, andererseits sollen PC-Nutzer mit Mindestanforderungen oder empfohlenen Spezifikationen nicht abgehängt werden. Laut Luna möchte das Team vermeiden, alles auszubremsen, nur weil bestimmte Aspekte auf einzelnen Setups noch nicht optimal laufen.
Messbare Verbesserungen, aber noch kein Endpunkt
Welche Performance-Verbesserungen nennt Gearbox konkret? Laut Luna habe der jüngste Patch bereits spürbare Fortschritte gebracht. Als grober Richtwert wird ein FPS-Plus von rund 20 Prozent auf dem empfohlenen PC-System genannt. Gleichzeitig sei das Team aber noch nicht am Ziel und rechne mit weiterer Arbeit über den Rest des Jahres.
Zusätzlich heißt es rund um das aktuelle Update, dass es insgesamt weniger Ruckler geben soll, die durchschnittliche Bildrate gestiegen sei und Abstürze im Vergleich zum Stand Ende 2025 auf etwa die Hälfte gesunken seien. Damit dürfte sich das Spiel für viele Setups zwar deutlich besser anfühlen, die Formulierung aus dem Team klingt aber klar nach: Da kommt noch mehr.
Gearbox plant zudem, den Support fortzusetzen: Wöchentliche Patches und monatliche Updates sollen den gesamten Verlauf von 2026 über weiterlaufen. Gerade bei einem Spiel, das mit neuen Systemen, Balance-Anpassungen und zusätzlichen Inhalten ständig wächst, ist das für die Stabilität auf dem PC ein entscheidender Faktor.
Große Spielwelt als Ursache für Startprobleme
Was steckt hinter den PC-Problemen seit dem Launch? Laut den Entwicklern hängt ein Teil der Performance-Schwierigkeiten damit zusammen, wie Borderlands 4 aufgebaut ist. Das Spiel setzt auf eine große, nahtlose Welt und ist zusätzlich auf Vierer-Koop ausgelegt. Beides treibt die technische Komplexität nach oben, gerade auf dem PC mit seiner riesigen Bandbreite an Hardware-Konfigurationen.
Im Gespräch wird auch angesprochen, dass klassische Zonenstrukturen das Ganze womöglich performanter gemacht hätten. Gleichzeitig sei aber genau diese große, zusammenhängende Welt ein zentraler Teil der Faszination von Borderlands 4. Entsprechend muss Gearbox die Balance finden, die Vision nicht zu opfern und trotzdem die Performance in den Griff zu bekommen.
Für PC-Fans dürfte außerdem interessant sein, dass das Team ausdrücklich betont, künftig weiter auf die technische Situation zu achten, auch wenn neuer Content erscheint. Genau hier entsteht oft Frust: Ein Patch bringt Features, aber reißt an anderer Stelle Leistung ein. Gearbox will das offensichtlich vermeiden, auch wenn der Zeitdruck durch den Content-Fahrplan bleibt.
Wie läuft Borderlands 4 bei euch aktuell auf dem PC: sind die Updates spürbar oder kämpft ihr noch mit Rucklern und Abstürzen? Schreibt eure Erfahrungen gern in die Kommentare.



