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Todd Howard über The Elder Scrolls 6: „Vergesst einfach, dass wir es je angekündigt haben“

Todd Howard hat genug davon, ständig auf The Elder Scrolls 6 angesprochen zu werden. In einem Interview am Rande eines Preview-Events zu einem größeren Starfield-Update wurde der Bethesda-Director zwar eigentlich zu Starfield befragt, kam aber auf ein Thema zu sprechen, das TES-Fans seit Jahren begleitet: die Frage, wann Studios überhaupt etwas ankündigen sollten und wie früh zu früh ist.

Und als das Gespräch dann doch bei The Elder Scrolls 6 landete, lieferte Howard eine Antwort, die für viele gleichzeitig witzig und frustrierend sein dürfte. Seine Bitte: Wir sollen einfach so tun, als wäre die Ankündigung nie passiert.

Die Aussage, die alles zusammenfasst

Was hat Todd Howard zu The Elder Scrolls 6 gesagt? Der Bethesda-Chef reagierte auf die TES6-Nachfrage mit einer bewusst flapsigen, aber ziemlich klaren Ansage.

Tut einfach so, als hätten wir es nie angekündigt. Gibt es nicht. Niemand hat je ein Wort davon gehört.

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Das klingt wie ein Scherz, ist aber vor allem ein Fingerzeig darauf, wie sehr ihn das Thema inzwischen verfolgt. Gerade weil The Elder Scrolls 6 bereits vor fast acht Jahren angekündigt wurde, ist es zum Dauerbrenner geworden, sobald Bethesda irgendwo öffentlich auftritt.

Howard machte im Gespräch deutlich, dass ihn diese Erfahrung spürbar sensibler dafür gemacht hat, was er wann nach außen gibt. Nicht, weil Fans unwichtig wären, sondern weil Erwartungen über Jahre hinweg immer weiter wachsen, während die Entwicklung im Hintergrund naturgemäß Zeit braucht.

Bethesdas Ankündigungsdilemma zwischen Hype und Wartezeit

Warum kündigt Bethesda Spiele so früh an? Howard beschrieb seine grundsätzliche Philosophie ziemlich nachvollziehbar: Idealerweise möchte er die Zeit zwischen dem Moment, in dem wir von einem Spiel erfahren, und dem Moment, in dem wir es spielen können, so kurz wie möglich halten.

Sein Wunsch-Szenario wäre, dass Ankündigung und Release fast aufeinanderliegen. Gleichzeitig räumt er ein, dass das nicht immer möglich ist, weil es eben auch geschäftliche Zwänge gibt und weil Communities bei langen Funkstille-Phasen verständlicherweise unruhig werden.

Interessant ist dabei sein Rückblick auf den großen Bethesda-Showcase, bei dem Fallout 76, Starfield und auch The Elder Scrolls 6 in einem Atemzug auftauchten. Laut Howard sei das damals vor allem ein Signal an die eigene Fanbasis gewesen: Ja, es kommt wieder ein Singleplayer-Spiel. Ja, The Elder Scrolls geht weiter. Und ja, Bethesda arbeitet an mehreren großen Projekten parallel.

Warum The Elder Scrolls 6 zur Geduldsprobe geworden ist

Wie lange warten Fans schon auf The Elder Scrolls 6? Die Situation ist vor allem deshalb so speziell, weil die Zeitspanne zwischen Ankündigung und heute inzwischen länger ist als der Zeitraum zwischen The Elder Scrolls 5 Skyrim und der Ankündigung von The Elder Scrolls 6.

Kein Wunder also, dass Howard das Thema gefühlt überallhin begleitet. In den vergangenen Monaten kamen immerhin ein paar Statushäppchen: Er warnte 2025, dass das Spiel noch weit entfernt sei. Im Februar 2026 bestätigte er dann, dass The Elder Scrolls 6 spielbar ist und dass der Großteil des Studios daran arbeitet.

Das ändert aber nichts daran, dass viele sich nach einem echten Update sehnen: Setting, Systeme, Release-Zeitfenster, irgendetwas Handfestes. Gerade nach dem Skyrim-Status als Generationen-Spiel sitzt der Erwartungsdruck bei TES6 besonders tief.

Starfield, Fallout und das Ringen um Aufmerksamkeit

Welche Rolle spielt Starfield bei der Kommunikation? Howard nutzte Starfield als Beispiel dafür, wie schwierig es ist, im richtigen Moment die richtigen Signale zu setzen. Auch Starfield-Fans hätten zwischenzeitlich das Gefühl gehabt, zu kurz zu kommen, während Bethesda gleichzeitig andere Themen im Rampenlicht hatte.

Seine Erklärung läuft darauf hinaus: Bethesda versucht, einzelnen Spielen ihre eigenen Bühnen-Momente zu geben, statt alles gleichzeitig zu verwässern. Das kann für die jeweilige Community gut sein, führt aber automatisch dazu, dass andere Gruppen in der Zwischenzeit mit offenen Fragen zurückbleiben.

Für The Elder Scrolls bedeutet das unterm Strich: Wenn Howard seinen Wunsch nach maximal komprimierter Kommunikation durchsetzen könnte, würden wir vermutlich erst dann einen Release-Termin sehen, wenn der Launch schon sehr nah ist.

Was Elder Scrolls-Fans bis dahin bleibt

Welche Alternativen gibt es bis The Elder Scrolls 6? Bis TES6 wirklich konkret wird, bleibt für viele vor allem The Elder Scrolls Online als laufende Anlaufstelle. Zusätzlich steht eine Oblivion-Remaster-Version als mögliche Zeitüberbrückung im Raum, die das Warten zumindest mit Nostalgie füttern könnte.

Und dann ist da noch der Blick auf interne Ideen aus der Bethesda-Historie: Kürzlich sorgte auch ein ehemaliger Elder Scrolls-Loremaster für Gesprächsstoff, der seine Story-Idee für The Elder Scrolls 6 skizzierte und sogar andeutete, wie man damit The Elder Scrolls 7 hätte vorbereiten können. Offiziell ist davon zwar nichts bestätigt, zeigt aber, wie groß die Lust auf neue Lore und neue große Erzählbögen in der Community ist.

Wie seht ihr das: Lieber jahrelang früh Bescheid wissen, dass The Elder Scrolls 6 existiert, oder wärt ihr Team Überraschungsankündigung kurz vor Release? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

Luna N.

Ich schaue mehr Anime als gesund ist, kenne jeden Intro-Song auswendig und habe beim Zocken schneller die Tasten im Griff als mein eigener Schatten. Wenn ich nicht gerade mit einem Kaffee bewaffnet über neue Story-Ideen grübel, kämpfe ich mich durch Fantasy-Welten – entweder mit dem Controller oder dem Kugelschreiber. Meine größte Schwäche? Limited Editions und Charaktere mit tragischer Hintergrundgeschichte.
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