Neue Einblicke in die Entwicklung von Uncharted 4: A Thief’s End sorgen aktuell für Diskussionen. Ein ehemaliger Entwickler von Naughty Dog hat Details zu einer frühen Version des Spiels geteilt und die hatte offenbar massive Probleme.
Dunklere Vision unter Amy Hennig
Ursprünglich wurde Uncharted 4 von Amy Hennig geleitet, die zuvor maßgeblich für die Reihe verantwortlich war. Ihre Version soll deutlich düsterer gewesen sein und vor allem die Beziehung zwischen Nathan und seinem Bruder Sam stärker in den Fokus gerückt haben.
Viele Fans kennen diese Richtung noch aus dem ersten Teaser, in dem Sam deutlich rachsüchtiger wirkt als im finalen Spiel.
„Dieses Spiel ist schlecht“
Laut dem ehemaligen Lighting Director Gabriel Betancourt befand sich diese frühe Version rund drei Jahre in Entwicklung. Trotz der Erfolge vorheriger Titel soll es intern jedoch erhebliche Zweifel gegeben haben.
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Besonders brisant: Ein anderer Director innerhalb des Studios soll nach einem Blick auf das Projekt sehr deutlich geworden sein und gesagt haben:
- das Spiel habe keine klaren Ziele
- die Steuerung wirke unfertig
- die Story sei schwer nachvollziehbar
Sein Fazit fiel entsprechend hart aus: „This game sucks.“
Zu viele „Ja-Sager“ im Team?
Betancourt beschreibt zudem ein Umfeld, in dem Kritik offenbar lange Zeit kaum durchgedrungen ist. Teile des Teams hätten sich zu sehr auf den bisherigen Erfolgen ausgeruht, wodurch Probleme nicht früh genug angegangen wurden.
Erst als das Management eingriff und sogar damit drohte, die Finanzierung zu stoppen, kam Bewegung in das Projekt.
Kompletter Neustart führte zur finalen Version
In der Folge wurde Amy Hennig vom Projekt abgezogen und Uncharted 4 grundlegend überarbeitet. Das Ergebnis ist die Version, die 2016 erschienen ist und heute von vielen als eines der besten PlayStation-Spiele gilt.
Gerade die emotionale Geschichte rund um Nathan Drake und sein Leben nach dem Abenteuer wurde im fertigen Spiel stark hervorgehoben und gilt als großer Pluspunkt.
Was wäre gewesen?
Trotz der Kritik bleibt eine spannende Frage offen: Wie hätte sich die Reihe entwickelt, wenn Hennigs ursprüngliche Vision umgesetzt worden wäre?
Gerade Sams Rolle hätte offenbar eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Erste Trailer deuteten bereits an, dass er deutlich düsterer und konfliktreicher angelegt war.
Solche Einblicke zeigen einmal mehr, wie stark sich große AAA-Spiele während der Entwicklung verändern können. Selbst ein gefeierter Titel wie Uncharted 4 war offenbar lange Zeit alles andere als ein Selbstläufer.





