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Total War: Rome 2: Weibliche Generäle: Ärger innerhalb der Community wegen hoher Spawn-Rate

Von Patrik Hasberg - News vom 25.09.2018 14:12 Uhr

Derzeit sorgt eine neu entflammte Diskussion über die angeblich erhöhte Spawn-Rate weiblicher Generäle in Total War: Rome 2 für zahlreiche negative Steam-Rezensionen. Ein Kommentar der zuständigen Community-Managerin hat den Ärger vieler Spieler über die fehlende historische Authentizität noch weiter verstärkt. Mittlerweile haben sich auch die Entwickler selbst noch einmal zu Wort gemeldet und betont, dass es keine Änderungen gegeben hat.

Update: Mittlerweile haben sich auch die Entwickler selbst zu Wort gemeldet und versichert, dass die Spawn-Rate nicht geändert worden ist. Durch das Update sei es nun lediglich möglich, dass durch Heirat mehr Frauen in die eigene Fraktion aufgenommen werden. Somit würden entsprechend mehr weibliche Charaktere als mögliche Generäle zur Verfügung stehen. 

Originalmeldung: Total War: Rome 2 ist am 3. September 2013 für Windows und Mac OS erschienen und erhielt insgesamt recht positive Kritiken. Der Strategietitel wird von der dahinterstehenden Community auch heute noch immer gerne gespielt.

Da verwundert es im ersten Moment umso mehr, dass der Titel in den letzten 30 Tagen auf der entsprechenden Produktseite auf Steam lediglich 18 Prozent positive Nutzerbewertungen erhalten hat. Anscheinend ist der Grund für die vielen negativen Reviews die angeblich erhöhte Spawn-Rate von weiblichen Generälen im Spiel.

Viele Spieler kritisieren diese Entscheidung der Entwickler, Total War: Rome 2 würde dadurch an historischer Authentizität einbüßen. Angeblich soll die Spawn-Rate bei über 50 Prozent liegen, wodurch der historische Wert deutlich überschritten wird.

"Zu viele weibliche Generäle"

Wie es heißt, soll die Steam-Rezension eines Spielers den Stein für diese Diskussion erneut ins Rollen gebracht haben. Auf einem entsprechenden Screenshot sind lediglich weibliche Generäle zu erkennen, die rekrutiert werden können.

Der Kommentar einer Community-Managerin im August 2018 streute zusätzlich Salz in die Wunde und verärgerte viele Spieler. Ella McConnell von Creative Assembly schrieb auf Steam Folgendes:

"Total War-Spiele sind historisch authentisch, nicht historisch korrekt – wenn euch weibliche Einheiten so sehr stören, dann nutzt entweder Mods, um sie zu entfernen oder spielt einfach nicht. Es ist für uns in Ordnung, wenn Personen sagen, dass sie das Spiel aufgrund der vielen Frauen nicht kaufen. Wenn das wirklich ihr Grund ist, sind wir sogar froh, dass sie es nicht tun."

Anfang September wiederholte McConnell ihre Aussage auf Steam und betonte zudem, dass ihre Meinung auch von dem Studio geteilt wird.

Vergangenheit vs. Gegenwart

Laut des YouTubers RepublicOfPlay liege die Spawn-Rate für einen weiblichen General je nach Kultur zwischen 10 und 15 Prozent. Die Geburtenrate weiblicher Charakter würde lediglich 35 Prozent betragen. Diese Zahlen habe er direkt aus der Datenbank von Total War: Rome 2 entnommen.

Die Entscheidung der Entwickler für die Zahlen basiert auf dem historischen Hintergrund, dass weibliche Generäle in der patriarchalischen Gesellschaft deutlich unterrepräsentiert waren. Zwar liegen diese Zahlen noch immer über den tatsächlichen geschichtlichen Werten, allerdings würden weibliche Generäle andernfalls möglicherweise kaum bis gar nicht im Spiel vorkommen.

Eine Ausnahme stelle lediglich das Reich von Kusch dar. Hier liege die Spawn-Rate historisch bedingt bei über 50 Prozent.

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