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Riot-Elternkontrollen sperren Chat und Freunde, auch bei Erwachsenen Accounts

Riot Games hat in League of Legends, Valorant und Teamfight Tactics neue Kinderschutz- und Elternkontrollfunktionen ausgerollt, die eigentlich für mehr Sicherheit sorgen sollen. Doch genau diese Features sorgen aktuell für Frust, weil sie bei vielen Accounts offenbar stärker greifen als vorgesehen und dadurch Funktionen im Alltag plötzlich fehlen.

Betroffene berichten von unerwarteten Einschränkungen bei Kommunikations- und Social-Features, die nicht nur Minderjährige treffen. Besonders heikel: In mehreren Fällen sollen die Restriktionen automatisch aktiv geworden sein, ohne dass die Nutzer sie bewusst eingeschaltet haben.

Neue Elternkontrollen mit harten Social-Einschnitten

Welche Funktionen können Eltern jetzt einschränken? Mit dem Update hat Riot ein Bündel an Optionen eingeführt, das auf typische Risiken in Online-Spielen abzielt. Der Fokus liegt klar auf Chat, Kontakten und dem Zugang zu einzelnen Titeln im Riot-Ökosystem.

Zu den zentralen Einstellungen gehören folgende Maßnahmen:

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  • Text- und Voice-Chat deaktivieren oder auf Freunde begrenzen
  • Versenden und Annehmen von Freundschaftsanfragen verhindern
  • Zugriff auf bestimmte Riot-Spiele einschränken oder komplett deaktivieren

Warum fällt das so stark auf? Weil diese Funktionen in kompetitiven Spielen wie League of Legends und Valorant für viele zum Standard gehören. Wer nicht schreiben, nicht sprechen oder keine neuen Kontakte hinzufügen kann, merkt das sofort, egal ob in Solo-Queue, im Ranked oder beim schnellen Zusammenspielen mit neuen Mitstreitern nach einem Match.

Fehlaktivierungen treffen auch langjährige Accounts

Wen treffen die Einschränkungen aktuell? Aus der Community kommen zahlreiche Meldungen, dass Accounts fälschlicherweise wie Kinderkonten behandelt werden. Genannt werden unter anderem plötzlich gesperrte Chat-Optionen und blockierte Freundschaftsanfragen, obwohl das Geburtsdatum im Riot-Account längst hinterlegt ist.

Ein besonders auffälliger Punkt: Es sollen auch sehr alte Accounts betroffen sein, teils seit vielen Jahren aktiv. Das hat den Ärger zusätzlich angeheizt, weil sich die Einschränkungen nicht überall direkt nachvollziehbar oder einfach abschalten lassen. Auch die E-Mail-Verifikation, die im Rahmen des Systems eine Rolle spielt, wird von einigen als fehleranfällig beschrieben.

Wie reagiert Riot darauf? Riot hat sich zu den Berichten geäußert und bestätigt, dass die Änderung in League of Legends unbeabsichtigt zu breiten Einschränkungen geführt hat. Für League of Legends wurde deshalb eine Rückabwicklung der Änderung angekündigt, um die Probleme gezielt zu beheben. Wie schnell alle betroffenen Konten wieder vollständig freigeschaltet sind, bleibt für viele aber vor allem eine Frage der Umsetzung in den nächsten Updates.

Kritik an der Umsetzung kurz vor einem großen Nostalgie-Release

Warum kommt die Debatte ausgerechnet jetzt? Kinderschutz und Altersverifikation sind in der Games-Branche ohnehin ein großes Thema, weil Online-Kommunikation, Social-Features und der Kontakt zu Fremden seit Jahren verstärkt unter Beobachtung stehen. Umso genauer schaut die Community hin, wenn ein großes System wie Elternkontrollen nicht nur schützt, sondern im Alltag auch erwachsene Nutzer ausbremst.

In Valorant wird zusätzlich diskutiert, ob die strengen Social-Restriktionen zur grundsätzlichen Ausrichtung passen, weil der Shooter bereits auf Jugendliche ausgelegt ist. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die anmerken, dass das neue System überhaupt erst eine komfortable Möglichkeit bietet, eingehende Freundschaftsanfragen komplett zu blockieren.

Welche Rolle spielt League of Legends Classic? Der Zeitpunkt ist für Riot besonders ungünstig, weil im Juli 2026 ein großer Nostalgie-Hype ansteht: League of Legends Classic wurde im Juni 2026 als neuer Modus angeteasert, der alte Gegenstände, Champions und eine frühere Version der Kluft der Beschwörer zurückbringen soll. Die erste Version orientiert sich an Season 3 und soll auch ältere Vor-Rework-Varianten von Champions wie Nidalee, Sion und Evelynn enthalten. Eine Social-Feature-Panne, die Chat und Kontakte einschränkt, könnte ausgerechnet in dieser Phase die Stimmung drücken.

Wie seht ihr das: Sind strenge Elternkontrollen in kompetitiven Online-Spielen überfällig, oder ist die aktuelle Umsetzung ein Schritt, der zu viele normale Accounts gleich mit ausbremst? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

Prinz Vegeta

Zwischen den Kämpfen sorge ich dafür, dass mein Super-Saiyajin-Haar perfekt sitzt und versuche meiner Tochter Bra beizubringen, dass ich der coolste Saiyajin-Papa bin. Es ist nicht immer einfach, aber ich gebe mir Mühe. Nebenher schreibe ich für PlayCentral.de.
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