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Fans fordern Valorant-Serie – Cinematics zeigen Potenzial für TV-Abenteuer

Die Welt von Valorant hat sich seit dem ursprünglichen Release im Juni 2020 rasant weiterentwickelt. Was als taktischer Hero-Shooter begann, ist heute ein multimediales Universum mit über 27 spielbaren Agenten, komplexer Hintergrundgeschichte und einer visuellen Identität geworden, die sich perfekt für ein eigenes Serienformat eignet. Die jüngsten Cinematics wie Welcome to My World zeigen eindrucksvoll, wie viel erzählerisches Potenzial in der Lore steckt und warum viele Fans mittlerweile lautstark nach einer eigenen Valorant-Serie verlangen.

Warum bietet sich Valorant für eine Serie an?

Was macht Valorant zur idealen Vorlage für eine TV-Adaption? Riot Games hat mit seinen hochwertigen Cinematics bewiesen, dass sie nicht nur Shooter-Gameplay beherrschen, sondern auch emotionales Storytelling. Die jüngste Veröffentlichung Welcome to My World funktioniert wie eine Pilotfolge: Charakterdrama, emotionale Konflikte und visuelle Brillanz treffen aufeinander. Viper ringt mit Schuld und Trauer, als Omega Chamber in kritischem Zustand liegt – und das ganz ohne Dialog, nur durch Animation und Inszenierung.

Die parallelen Universen – Alpha und Omega Earth – bieten eine dramaturgische Tiefe, die sich in Serienform voll entfalten könnte. Charaktere wie Sage oder Viper zeigen emotionale und physische Narben, die durch Serienepisoden greifbarer werden als durch Minuten-Schnipsel in Cinematics.

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Das Grundkonzept: Zwei Welten, ein Konflikt

Wie funktioniert die Lore rund um Alpha und Omega Earth? Valorants zentrale Story dreht sich um zwei Parallelwelten, die sich im Überlebenskampf befinden. Alpha Earth beherbergt das Valorant-Protokoll – eine Art Spezialeinheit –, während Omega Earth durch radianitgestützte Technologie am Leben gehalten wird. Das macht die Bewohner von Omega nicht böse, sondern verzweifelt. Entscheidungen, wie sie in den Cinematics gezeigt werden – etwa Yoru, der Kinder rettet, aber ihre Mutter nicht retten kann – zeigen eine moralisch ambivalente Welt.

Statt eines klassischen Gut-gegen-Böse-Schemas erleben wir hier Überleben gegen Überleben. Serien leben von genau solchen Grauzonen, in denen Charaktere nachvollziehbare, aber kontroverse Entscheidungen treffen müssen. Riot setzt hier bereits auf Subtilität, etwa wenn Healing plötzlich als körperlich belastend dargestellt wird.

Charaktertiefe durch Serienstruktur

Welche Figuren eignen sich besonders für eine Serie? Viper, Chamber, Sage – viele Valorant-Agenten haben emotionale Tiefen, die in einer Serie voll ausgeschöpft werden könnten. Ein Beispiel ist Vipers Reaktion auf den Zusammenbruch von Omega Chamber: kein Heldentum, sondern rohe Wut und Schmerz. Oder Sage, deren körperlicher Verfall zeigt, dass Heilung nicht unbegrenzt ist – ein subtiler Horror, der in Episodenform stärker wirken würde als in kurzen Clips.

Ein weiteres Beispiel ist die Szene, in der Alpha und Omega Sova sich gegenseitig blenden: Symbolisch verlieren beide damit ihren Zweck und ihre Identität. Solche Momente schreien förmlich nach längerer Ausarbeitung, innerem Konflikt und langfristiger Charakterentwicklung.

Valorants Lore ist bereits serientauglich

Welche Elemente machen die Lore so umfassend? Das Sci-Fi-Universum von Valorant ist bereits außergewöhnlich dicht. Themen wie Radianit-Exposition, das mysteriöse Ereignis „First Light“, unterdrückte Radiants oder geheime Organisationen bieten bereits Stoff für mehrere Staffeln. Besonders interessant ist die Vielzahl an Figuren im Valorant-Protokoll, die sich in Motivationen, Herkunft und Moral stark unterscheiden.

Serien wie Arcane haben gezeigt, dass das Publikum komplexe Lore akzeptiert – vorausgesetzt, die Charaktere wirken menschlich. Valorant bietet mit gebrochenen Anführern, traumatisierten Heilerinnen und gescheiterten Helden genau das. Alles ist da – nur das Format fehlt.

Ein cineastischer Vergleich mit Arcane

Warum ist Arcane der naheliegende Vergleich? Arcane, ebenfalls von Riot Games produziert, hat bewiesen, dass Videospieladaptionen weit mehr sein können als Fanservice. Die animierte Serie zu League of Legends setzte neue Standards in Sachen Storytelling, Ästhetik und Charaktertiefe. Valorant nutzt eine ähnliche visuelle Sprache: reduzierte Dialoge, starke Bilder, filmisches Pacing.

Eine potenzielle Serie könnte zwischen Alpha- und Omega-Zeitlinien springen, Szenen neu kontextualisieren und Figuren wie Reyna oder Breach in tragischen Handlungsbögen zeigen. Das Ergebnis wäre eine Mischung aus Action, Drama und Sci-Fi-Mystery, wie sie kaum ein anderes Spieluniversum bietet.

Was fehlt Riot Games noch?

Warum gibt es noch keine Valorant-Serie? Trotz des klaren Potenzials fehlt bisher nur eines: die Entscheidung von Riot, das Projekt zu realisieren. Die Cinematics liefern bereits „Proof of Concept“-Material. Die Fangemeinde hat lautstark signalisiert, dass das Interesse vorhanden ist. Was fehlt, ist lediglich das Commitment, die Geschichte über mehrere Episoden hinweg zu erzählen.

Bis dahin bleibt den Fans nur das Spekulieren, Theoretisieren und – im besten Sinne – das „Rioting“. Denn diese Geschichte schreit geradezu danach, endlich auf die große Bühne gebracht zu werden.

Welche Agenten sind aktuell im Spiel?

Wie groß ist das aktuelle Valorant-Roster? Mit Stand Januar 2026 gibt es 27 spielbare Agenten in Valorant. Fünf davon sind von Beginn an verfügbar, weitere können durch Ingame-Währung oder besondere Events freigeschaltet werden.

FreischaltungsmethodeDetails
Standardmäßig verfügbar5 Agenten bei Account-Erstellung
Kingdom CreditsSpielbare Währung durch Matches und Aufgaben
Valorant PointsNur durch Echtgeld kaufbar
Agenten-RekrutierungseventBegrenzter Zeitraum nach Veröffentlichung
Xbox Game PassMit aktivem Abo sofortiger Zugang

Viele dieser Figuren sind mehr als nur spielbare Helden – sie sind tragische, gebrochene, komplexe Persönlichkeiten, die es verdienen, mehr als nur Minuten-Screentime zu erhalten.

Was meinst du: wäre eine Valorant-Serie für dich Pflichtprogramm? Welche Charaktere würdest du gerne in einer Hauptrolle sehen? Schreib es uns in die Kommentare!

Ben Brüninghaus

Hauptberuflicher Jedi-Meister, nebenbeschäftigt bei PlayCentral.de. Popkultur-Fetischist: Star Trek, Star Wars, alles mit „Star“, verspeist Spiele-OSTs zum Frühstück, Großmeister der Bärenschule. Inquisitor. Mag das Ende von Mass Effect.
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