PLAYCENTRAL PREVIEW Batman: Arkham Origins

Batman: Arkham Origins: Der Dark Knight schlägt wieder zu

Von Yannick Arnon - Preview vom 22.08.2013 18:33 Uhr

An dem Stand von Warner Bros. Interactive Entertainment gab es leider nur die schon von der E3 bekannte Demo zu dem Prequel der erfolgreichen Arkham-Reihe zu spielen. Hinter verschlossenen Türen bekamen wir jedoch brandneues Ingame-Material aus der virtuellen Feuertaufe des dunklen Rächers zu sehen und durften auch selbst Hand an einen neuen Modus anlegen, den es im fertigen Spiel geben wird. Für eine gute halbe Stunde wurde Köln am Rhein zu Gotham City, danach mussten die Sitze geräumt werden. Nachdem wir uns in unserer letzten Vorschau insbesondere mit Story und Setting beschäftigt haben, widmen wir diesen Artikel unseren auf der gamescom 2013 gesammelten Impressionen.

Batman und das Spiel mit dem Feuer

Gleich zu Beginn enthüllen die Entwickler mit der Gotham Pioneer Bridge eine der Sehenswürdigkeiten, die es im Spiel zu finden gibt. Die Brücke ist das Bindeglied zwischen den Stadtteilen Old und New Gotham, welche zusammen eine größere Fläche als die Spielwelt in Batman: Arkham City ergeben. Der gefährliche Pyromane Firefly hat das Bauwerk in seine Gewalt gebracht und droht es in die Luft zu jagen, um Batman aus der Reserve zu locken. Wie sieben weitere Assassinen will auch er das Kopfgeld einstreichen, das Black Mask auf das Erlegen der Fledermaus ausgesetzt hat. Schon zu Beginn der Mission sehen wir ihn über der Brücke schweben. Explosionen, Autowracks stehen in Flammen und das Gotham City Police Department versucht vergeblich, dem Chaos Einhalt zu gebieten. Doch bevor sich der angehende Held und Firefly im großen Showdown gegenüber stehen, müssen zuerst die Sprengladungen entschärft werden. Diese werden natürlich von Handlangern bewacht, sodass wir diese erst ausschalten müssen, bevor wir uns um die Bomben kümmern können. Diese Gelegenheit nutzen die Entwickler und zeigen uns mit den Shock Gloves ein neues Gadget, das in erster Linie in den Kämpfen zum Einsatz kommt. Unter der Energieleiste befindet sich eine Batterie, die sich mit jedem Treffer füllt. Ist sie komplett aufgeladen, werden die Handschuhe mit einem Druck auf beide Analogstick aktiviert und Batmans Fäuste stehen ab sofort unter Hochspannung. Seine Attacken fallen somit wuchtiger aus, bis sich die Anzeige wieder geleert hat. In diesem Zustand werden die Hits multipliziert, sodass der Combo-Counter schneller ansteigt und ihr eher Zugriff auf die Spezial-Takedowns habt, außerdem trefft ihr mit den Shock Gloves auch Gegner mit Schilden oder Elektrostäben.

Doch das ist nicht der einzige Nutzen der Shock Gloves, sie kommen auch bei der Fortbewegung zum Einsatz. An einer späteren Stelle lässt sich eine hydraulische Tür nicht öffnen, weil die Kabel durchtrennt wurden. Dank seiner stromgeladenen Handschuhe kann Batman die nötige Energie erzeugen, um das Tor zu öffnen. Nachdem alle Sprengsätze entschärft und alle Goons verdroschen wurden, geht es an die Oberfläche zum großen Bosskampf. Mithilfe seiner Batclaw heftet sich Batman an die Rüstung von Firefly und wird durch die Luft gezerrt, während dieser mit stürmischen Flugmaneuvern versucht, den ungebetenen Passagier abzustreifen. Nach einem wilden Ritt durch die Luft brechen die Entwickler ab, schließlich soll der Bosskampf nicht gespoilert werden. Stattdessen durften wir selbst den Controller in die Hand nehmen und den neu angekündigten "1 to 100"-Modus ausprobieren. Dabei handelt es sich im Kern um eine Abwandlung der bekannten Challenge Maps, in der ihr so viele Feinde wie möglich ausknocken müsst, insgesamt hundert sind es an der Zahl. Ziel ist es nicht, möglichst schnell fertig zu werden, sondern die Herausforderung möglichst mit einer flüssigen und durchgehenden Combo zu absolvieren. Bestritten haben wir diesen Survival Modus nicht mit Batman, sondern mit Deathstroke, den Vorbesteller als DLC für die Challenge Maps und 1 to 100 erhalten. Ähnlich wie Catwoman und die anderen Charaktere in Batman: Arkham City besitzt er im Kern dieselben Moves wie der Fledermausmann, jedoch verfügt auch er über ein einzigartiges Set an Gadgets, die im Kampf eingesetzt werden können. Fast wie ein Ninja wirbelt er über den Bildschirm und teilt mit seinem Kampfstab schmerzhafte Hiebe aus, auch Wurfgeschosse befinden sich in seinem Repertoire, sein Schwert scheint er jedoch nicht einzusetzen.

Fazit

Hatte ich zu Beginn noch erste Zweifel an Batman: Arkham Origins, weil es von einem anderen Entwickler als die beiden Vorgänger kommt, so sind sie spätestens jetzt komplett verflogen. Entwickler Warner Bros. Montreal hat verstanden, weshalb die Rocksteady Studios wegen ihrer Arbeit einen solch guten Ruf genießen und die bewährte Formel übernommen und an entscheidenden Stellen verändert. Für Einzelspieler wird es auf jeden Fall eine spannende Kampagne und reichlich Comic-Fanservice geben, daran besteht kein Zweifel. Schwer einzuschätzen ist jedoch, wie der Multiplayer ausfallen wird. Wir hatten noch keine Gelegenheit, den Mehrspieler auf Herz und Nieren zu prüfen. Es bleibt also abzuwarten, ob das Konzept der Entwickler aufgehen will oder ob man einfach nur auf künstliche Art und Weise den Wiederspielwert erhöhen will. Haltet die Augen offen, wenn Batman: Arkham Origins Ende Oktober erscheint.

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