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Minecraft: Test: Update 1.8 – Ein wirkliches Adventure?

Von Redaktion PlayCentral - Test vom 16.09.2011 07:15 Uhr

Und weiter geht die Erfolgsgeschichte. Mit dem Adventure Update erweitert das schwedische Entwicklerstudio Mojang Specifications den Klötzchen-Baukasten Minecraft um zahlreiche neue Features. Der Fokus des Updates in der Version 1.8 liegt, wie man bereits vermuten kann, auf adventurelastigen Neuheiten. In unserem Test zum Adventure Update von Minecraft erhaltet Ihr alle Informationen sowie die Endmeinung unserer Redaktion. Artikel ab!

Adventure-Features die erste

Das Adventure Update für Minecraft ist das vielleicht meisterwartete Content-Update für Markus „Notch“ Perssons Lebenswerk. Dieses basiert zum Teil auf Ideen des Entwicklers, zum anderen auf Vorschlägen und Wünsche aus der aktiven Minecraft-Community. Eines der größten neuen Features ist der neue World-Generator. Schon nachdem wir uns eine neue Karte erstellt haben, spawnen wir in einer neuen Umgebung: Herbstgelbe Bäume, riesige Berge und unheimliche Schluchten warten bereits nach den ersten Schritten auf uns.

Der Grundaufbau von Minecraft ist trotz des üppigen Adventure-Updates der gleiche geblieben: Wir starten mit nichts. Weder eine Anleitung für Crafting-Rezepte noch Items finden wir in unserem Inventar. Also schlagen wir uns mit den blanken Händen zunächst einige Baumstämme aus dem angrenzenden Waldgebiet. Aus diesen machen wir uns in der mobilen Crafting-Box einige Holzplanken, woraus wir uns wiederum ein Crafting-Table und anschließend auch erste Werkzeuge bauen können.

 

 

 

Wer in Minecraft gleich die erste Nacht überleben möchte, sollte sich dringend eine Behausung errichten. Für die erste spärliche Unterkunft gibt es mehrere Möglichkeiten: Wir bauen uns ein 5×5 Meter großes Loch in einen Berg, wir errichten uns eine kleine Holzhütte oder wir steigen auf einen riesigen Baum und verstecken uns vor den nächtlichen Kreaturen. Mit dem Adventure-Update gibt es jedoch einige Änderungen im Grundprinzip von Minecraft. So sollte man sich relativ zeitnah, am besten noch vor der ersten Nacht, einige Versorgungen besorgen.

Während in der Beta-Version 1.7 nur Schweine für die „natürliche“ Nahrungssuche dienten, kommen mit dem Adventure-Update auch noch Steaks von Kühen und Hähnchenschenkel von Hühnern hinzu. Da Essen mittlerweile stapelbar ist, sollte man immer genug Verpflegung auf seiner unendlichen Reise dabei haben. Am unteren rechten Bildschirmrand befindet sich über der Inventarleiste nun eine Essensanzeige. Diese nimmt, je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad, sekündlich ab. Ist diese fast leer, kann der Spieler beispielsweise nicht mehr auf die neue Sprintfunktion zurückgreifen. Außerdem setzt dann der langsame Hungertod ein, weshalb man stets die Hungerleiste im Auge behalten sollte.

Das Nachtleben in einer untoten Gesellschaft

Mit dem Adventure-Update implementiert Mojang nicht nur einige neue Grundaufbau-Features, sondern auch einige neue Mobs (Kreaturen). Der größte und gefährlichste ist mit Abstand der Enderman. Der lange, schlaksige Riese hatte seitens Notch von Anfang an nur eine Eigenschaft: Er soll so unheimlich wie möglich auftreten. Und in der Tat sollte man bei Nachtwanderungen mit einem stabilen Nervenkostüm ausgestattet sein. Der Enderman ist im Grunde genommen friedlich, zumindestens solange der Spieler diesen ignoriert. Sieht man einen Enderman bei Nacht mit dem Fadenkreuz direkt an, schalten seine Augen von grün auf rot und er attackiert den Spieler mit Blöcken aus der Umgebung. Als wäre das noch nicht genug, kann sich der Enderman direkt vor den Spieler teleportieren. Aus diesem Grund verbaute Mojang eine Sprint-Funktion und einige neue Kampf-Mechaniken wie etwa kritische Treffer, da man sonst ziemlich alt gegen den schwarzen Miesepeter aussähe.

 

 

 

Neben dem Enderman finden sich zwei weitere Mobs in den riesigen Welten von Minecraft wieder. Zum einen wären da die Silberfische, welche aus steinähnlichen Blöcken entspringen und den Spieler angreifen. Sie spawnen außerdem ungehalten weiter, sollte man nicht alle Silberfische direkt töten. Somit könnten die grauen Bösewichte zu einem unaufhaltsamen Schwarm werden, welche in Mengen auf jeden Fall sehr viel Schaden anrichten können. Ein weiterer neuer Mob ist die Höhlenspinne. Diese besitzt die Größe eines Blocks und ähnelt der normalen Spinne. Die Höhlenspinne entspringt einem Mob-Spawner in tiefen Höhlen. Die speziellen Höhlenspinnen-Spawner sind umgeben von den neuen Spinnennetzen, welche den Spieler verlangsamen. Die unheimlichen Kreaturen der Finsternis können den Spieler bei Kontakt außerdem vergiften, weshalb äußerste Vorsicht in Höhlen geboten ist.

What a wonderful world…

Markus „Notch“ Persson lag mit dem Adventure-Update vor allem die Neugestaltung der Umgebung sehr am Herzen. Mit früheren Versionen wurden bereits die sogenannten „Biome“ eingeführt. Hierdurch entstehen wunderschöne Landschaften wie Tundras, Wüsten oder Regenwälder direkt beim Aufbau eines neuen Chunks. Mit dem Release der Beta 1.8 wurde dieses Feature weiter ausgebaut. So gibt es nun zum Beispiel Savannen mit vergilbten Gräsern, Saison-Wälder mit dicht bewachsenen Bäumen oder auch Canyon-Regionen mit riesigen Bergen und Flüssen.

Um die Welt ein wenig lebendiger zu gestalten, wurden außerdem Dörfer eingebaut, welche derzeit noch verlassen sind. Im späteren Verlauf möchte Mojang diese Dörfer noch mit NPCs besiedeln. Derzeit findet man in diesen kleinen Dörfchen einige Häuser mit Inneneinrichtung, Schmieden und Bauernhäuschen mit angrenzenden Feldern. Wer besonders viel Glück hat, kann außerdem die Minenschächte der Dörfer nach brauchbaren Erzen wie Kohle, Eisen oder sogar Gold und Diamanten absuchen.

Innerhalb der ebenfalls neu generierten Höhlen und Schluchten findet man ab dem Beta-Update 1.8 Holzvorräte und sogar halbe Schienenabschnitte. Diese kann der Spieler entweder abernten und für seine eigenen Zwecke verwenden oder für neue Bahnstrecken umleiten. Meistens führen die abgehackten Schienensysteme zu versteckten Dungeons, welche ebenfalls eine Generalüberholung erhalten haben. Die Dungeons besitzen nun kleinere Seitengänge, welche zu Schätzen oder weiteren Höhlensystemen führen können. Im zweiten Teil des Adventure-Updates für Minecraft möchte Mojang einige Bossgegner einführen, welche in den Dungeons auf den Spieler warten. Bossgegner soll es unter anderem auch in den Ruinen geben, welche ebenfalls schon eingebaut wurden. Innerhalb dieser Ruinen kann man sogar ganze Bibliotheken oder andere Überraschungen finden, welche die Entdecker-Ader der Spieler weiter fördern sollen.

 

 

 

Und täglich grüßt der Ressourcen-Fresser

Das bisher größte Problem von Minecraft ist der starke Speicherverbrauch. Trotz der Optik im dreidimensionalen 8-Bit-Stil im Original (ohne Texture-Pack oder Mods) verbraucht Minecraft unglaublich viele System-Ressourcen, weshalb einige Spieler noch heute mit Einbrüchen der Framerate zu kämpfen haben. Leider hat sich dieser Fakt mit dem Adventure-Update nicht gebessert. Immer noch beklagen sich einige Spieler über schwankende FPS-Werte während dem Spielen. Immerhin wurde auch optisch ein wenig an Minecraft geschraubt. Beim Sonnen Auf- oder Untergang werden Chunks nicht mehr nachgeladen, wodurch die Lichteffekte um einiges weicher wirken. Außerdem kann man im Hauptmenü nun die Helligkeit sowie den Zoomfaktor einstellen, womit lästiges Optimieren des eigenen Monitors der Vergangenheit angehört. Schade, dass es immer noch keine neuen Soundeffekte wie Meeresrauschen oder Vogelgezwitscher gibt. Wir warten gespannt auf das nächste Update!

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Minecraft im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Fazit:

Da ist es nun also endlich, das Adventure-Update für Minecraft, zumindestens der erste Teil davon. Insgesamt haben uns die neuen Features sehr gut gefallen. Vor allem die Rollenspiel-Elemente wie eine bisher nutzlose XP-Leiste oder auch die Essensanzeige fügen sich nahtlos in das Minecraft-Konzept ein. Dies gilt übrigens auch für die neuen Biome und World-Generatoren, welche unglaublich gute Arbeit leisten. Keine Welt sieht gleich aus, es gibt immer etwas Neues zu erleben – typisch Minecraft eben. Wir sind schon jetzt sehr gespannt welche Features uns bis zum finalen Release von Minecraft im November noch erwarten. Der erste Teil des Adventure-Updates kann sich mehr als sehen lassen und wie immer gilt: Es ist noch eine Menge Potential vorhanden.

Pro:

– Neue Biome und Welten

– Neue Mobs

– Ausgereiftere Kampfmechaniken

– Hunger- & XP-Leiste

– Mehr Nahrungsmittel verfügbar

– Hübschere Dungeons und Höhlensysteme

– Kleine, seltene Dörfer und Ruinen

– Weitere Optionsmenü-Punkte

– Creative-Modus mit unendlichen Ressourcen

– Neue Gitter-, Stein- & Glasblöcke

Contra:

– Teils schwankende FPS-Werte

– Nahezu unbesiegbar durch stapelbares Essen

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