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James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben: Ein letztes Mal Daniel Craig – Filmkritik

Von Heiner Gumprecht - News vom 29.09.2021 13:06 Uhr
James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben - Filmkritik
©Universal Pictures.

Am 30. September 2021 kehrt Daniel Craig ein letztes Mal in der Rolle des weltberühmten Spions James Bond zurück. Nach vier erfolgreichen Einsätzen, die allesamt mehr oder weniger miteinander im Zusammenhang standen, kommt nun das große Finale in die Kinos und zwar in Form von James Bond 007: Keine Zeit zu sterben.

Der Abschluss der Daniel-Craig-Ära wurde jedoch nicht von Sam Mendes umgesetzt, der als Regisseur für Skyfall und Spectre verantwortlich war, sondern von Cary Fukunaga. Der US-amerikanische Regisseur drückt der Filmreihe nicht nur einen ganz eigenen Stempel auf, sondern geht viele Punkte der Geschichte auch etwas anders an.

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James Bond 007: Keine Zeit zu sterben – Zur Handlung

In 25 Filmen rund um James Bond kam es schon des Öfteren vor, dass der Geheimagent als tot galt, sich eine Auszeit genommen hat oder einfach nur seinen Ruhestand genießen wollte. Doch wie Fans von Ian Flemings Figur wissen, hält dieser Zustand von Frieden nie lange an. So auch nicht für Daniel Craigs Version des Charakters.

Statt also mit seiner großen Liebe Madeleine Swann (Léa Seydoux) die Rente genießen zu können, muss er sich erneut mit der Geheimorganisation Spectre herumschlagen, die noch immer nicht aufgegeben hat. Geheimnisse werden ans Licht gezerrt, eine schreckliche Biowaffe geklaut und ein neuer Bösewicht tritt auf den Plan, der eine gemeinsame Vergangenheit mit Madeleine zu haben scheint.

Ein letztes Mal muss Bond seine Pension hinter sich lassen und die Welt retten. Doch nicht mehr als 007, denn diese Position wurde längst an eine Nachfolgerin (Lashana Lynch) übergeben, die kein Interesse daran hat, ihre hart umkämpfte Position einem Oldtimer zu überlassen. Und dann wäre da auch noch Ernst Stavro Blofeld (Christoph Waltz), der selbst im Gefängnis eine Gefahr darstellt.

James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben - Filmkritik
©Universal Pictures.

James Bond 007: Keine Zeit zu sterben – Eine Kritik

Am stärksten sticht bei dem neuen James Bond die Herangehensweise von Regisseur Fukunaga hervor, der Keine Zeit zu sterben ein wenig wie das Best-of der Filmreihe wirken lässt. Sowohl der Antagonist als auch die Art der Action, der charmante Humor und die durch und durch klischeehaften Handlanger sowie die tragischen Momente des Werks erinnern an alte Filme, in denen noch andere Schauspieler 007 verkörpert haben.

Abgesehen davon ist der Film jedoch aufgebaut wie seine beiden direkten Vorgänger, mit denen er auch stark verknüpft wurde. Dies gilt sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne, denn der 25. James-Bond-Film hat viel von deren Stärken, aber auch einen gehörigen Batzen ihrer Schwächen.

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Was unterm Strich bedeutet: Gute Action, flotte Sprüche sowie beeindruckender Technik-Mambo-Jambo, aber auch eine episodenhaft erzählte Handlung, wenig Spannung in der zweiten Hälfte und zu oberflächlich ausgearbeitete Charaktere. Der Charme von Herrn Bond und einigen Nebenfiguren mit besonders viel Persönlichkeit reißen hier noch einiges herum, doch gerade der neue Antagonist lässt an allen Ecken und Enden zu wünschen übrig.

Rami Malek spielt den Bösewicht in „Keine Zeit zu sterben“ leider recht hölzern, was zu der Ausarbeitung dieser Figur jedoch passt, denn die ist ebenfalls sehr eindimensional und eher zweckdienlich. Tatsächlich hat Fiesling Lyutsifer Safin nur eine Daseinsberechtigung im Plot, und die wird ganz zum Schluss auf sehr unbefriedigende Art und Weise aufgedeckt.

James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben - Filmkritik
©Universal Pictures.

James Bond 007: Keine Zeit zu sterben – Ein würdiger Abschluss

Ein zweiter Schlag ins Wasser ist leider die Rolle der Nomi, gespielt von Lashana Lynch. Die neue 007-Agentin entsprang ursprünglich einem guten Gedanken, leider hat sie nicht wirklich etwas zu der Handlung beizutragen. Sie ist da, um zu zeigen, dass 007 auch eine Frau sein kann, doch um diesen Umstand zu untermalen, hätte sie ein wenig mehr Persönlichkeit und auch Nutzen haben müssen. Ihre Existenz im Film ist stattdessen weitgehend überflüssig.

Hinzu kommt, dass der Film von Fukunaga reichlich Szenen besitzt, über die Zuschauer*innen nicht allzu viel nachdenken sollten. Der Effekt steht oftmals über dem Sinn, was nicht überraschend ist, aber dennoch schade.

Ansonsten gibt es über „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ aber nichts zu meckern. Die angesprochenen Punkte machen einen eher geringen Prozentsatz aus, der Rest des Werks strotzt nur so vor fabelhaftem CGI, tollen Bildern, intelligentem Szenenaufbau und jeder Menge Charme, der typisch für diese Art von Filmen ist.

Die beinahe 160 Minuten vergehen äußerst schnell und bis zu den Credits werdet ihr sehr gut unterhalten. Sofern eure Ansprüche nicht zu groß sind. Hin und wieder ein bisschen albern, vollgepackt mit interessanten Ideen und mit einem Ende, das zwar hätte besser sein können, die Daniel-Craig-Ära aber dennoch zu einem würdigen Abschluss bringt.

Roter Magier des Lebens und grauer Jedi unter den Gruftis. Liebt alle Formen von Spielen, allen voran JRPGs und Pen and Paper. Cineast mit starken Gefühlen für den Mainstream und Dr. Nova der Philosophie. Ewiger One-Piece-Fanboy.
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