Auf Cyberstan wird es gerade richtig ernst: In Helldivers 2 läuft die bisher wohl wichtigste Operation der zweiten galaktischen Kriegsführung, und selbst Arrowhead lässt offen, wie das ausgeht. Während die Community an einer gewaltigen Eliminierungsquote arbeitet, hängt über dem Schlachtfeld die Ansage, dass ein Scheitern nicht nur ein Rückschlag wäre, sondern das Metagame dauerhaft verändern kann.
Im Zentrum steht die Invasion des Heimatplaneten der Automaten, auf dem auch die Cyborgs wieder aufgetaucht sind, die seit dem Ersten Galaktischen Krieg inaktiv waren. Die Mission ist als großes Live-Service-Ereignis rund um den zweiten Geburtstag des Shooters angelegt und kann, je nach Ausgang, als Zäsur in die laufende Story eingehen.
Ungewisser Ausgang mit echten Folgen
Was sagt der Director zur Frage, ob Super Earth auf Cyberstan gewinnt? Mikael Eriksson, Director von Helldivers 2, betont, dass der Ausgang bewusst offen ist und sich erst durch das Handeln der Community entscheidet.
Wir wissen nicht, ob sie gewinnen. Wir wissen nicht, ob sie verlieren. Und es wird Auswirkungen auf der Ebene des galaktischen Kriegs haben.
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Genau dieser Punkt ist für Helldivers 2 inzwischen ein Markenzeichen: Die Story wird als fortlaufende Kampagne erzählt, in der Siege und Niederlagen nicht nur Flavor-Text sind, sondern die Karte und künftige Einsätze beeinflussen können. Eriksson erinnert in dem Zusammenhang daran, dass es in früheren Handlungsbögen bereits Ereignisse gab, die dauerhaft sichtbar blieben.
Planeten können zerstört werden, sodass man sie nie wieder spielen kann. So etwas kann passieren. Oder sie werden nicht zerstört. Das gab es in der Vergangenheit. Die Community hat sogar schon abgestimmt, Planeten zu sprengen.
Operation Valid Pretext und die Bedrohung durch eine Superwaffe
Worum geht es bei der Cyberstan-Invasion konkret? Der aktuelle Vorstoß hängt mit Hinweisen zusammen, dass die Automaten Baupläne erbeutet haben sollen, mit denen sie den Star of Peace nachbauen könnten, eine Waffe, die einen Planeten in ein Schwarzes Loch verwandeln kann.
Super Earth High Command rahmt den Angriff entsprechend als Operation Valid Pretext, offiziell mit dem Ziel, diese Blaupausen zu sichern. Der naheliegende Subtext: Scheitert die Mission, könnte das die Gegenseite in die Lage versetzen, ganze Welten von der galaktischen Karte zu tilgen. Das wäre dann nicht nur ein Lore-Detail, sondern ein Einschnitt, den man später direkt auf dem Galactic-War-Bildschirm sehen würde.
Zum aktuellen Stand besteht die Aufgabe zunächst darin, auf Cyberstan 700 Millionen Automaten auszuschalten, um überhaupt einen Brückenkopf zu etablieren. Das Tempo wirkt bislang so, als könne dieses Etappenziel vor Ablauf der Frist erreicht werden, doch es ist eben nur die erste Stufe einer größeren Invasion.
Galaktischer Krieg als Pen-and-Paper-Kampagne
Wie steuert Arrowhead die Story, ohne den Ausgang festzuschreiben? Eriksson vergleicht das Metagame rund um den galaktischen Krieg mit einem Tabletop-RPG: Arrowhead hat eine übergeordnete Story, aber wie sie sich im Detail entfaltet, entsteht aus dem Zusammenspiel zwischen Community und dem Live-Service-Setup. Passend dazu gibt es bei den Entwicklern sogar eine Art Game-Master-Rolle, die die Feindseite lenkt.
Wir haben die Story, die wir erzählen, wir wissen, was passieren wird. Wir wissen, dass die Community jetzt nach Cyberstan geht, aber wir wissen nicht, wie es sich ausspielen wird.
Gleichzeitig räumt Eriksson ein, dass es auch ein Stück weit Inszenierung ist, weil Helldivers 2 als laufendes Spiel natürlich immer weitergehen muss. Große Operationen sind damit oft so gebaut, dass mehrere Ausgänge möglich sind und jeder davon in irgendeiner Form weiterverarbeitet werden kann.
Für die langfristige Balance kommt ein weiterer Effekt dazu: Wenn sich gerade alles auf eine einzelne Front konzentriert, ist das die Gelegenheit für andere Bedrohungen, auf der Karte Raum zu gewinnen. Während Cyberstan brennt, könnten Terminiden und die Illuminate in anderen Sektoren Gebiete sichern und so den Druck auf mehreren Ebenen hochhalten.
Warum Cyberstan mehr ist als nur ein weiteres Großevent
Welche Bedeutung hat die Schlacht im Vergleich zu früheren Story-Momenten? Laut Einordnung ist Cyberstan das folgenreichste Ereignis seit dem Moment, als Super Earth beinahe an die Illuminate verloren gegangen wäre. Ein Erfolg auf Cyberstan würde den Automaten und ihren Cyborg-Verbündeten einen massiven Schlag versetzen, ein Fehlschlag dagegen könnte der Gegenseite das Narrativ und möglicherweise die Karte in die Hand drücken.
Dass Helldivers 2 diese Art kollektiver Erzählung so stark trägt, liegt auch daran, wie sehr die Community das Rollenspiel mitgeht. Viele stürzen sich nicht nur wegen der Belohnungen in die Operation, sondern weil sie Teil eines gemeinsamen Moments sein wollen, der sich später wie ein Kapitel in einer Kampagne anfühlt, über das man noch Wochen spricht.
Wie siehst du die Cyberstan-Invasion: Sollten die Entwickler bei einer Niederlage wirklich harte, permanente Konsequenzen durchziehen, oder wäre dir ein weniger drastischer Ausgang lieber? Schreib deine Meinung gern in die Kommentare.




