Mit Wave Next läutet Elgato ein neues Kapitel seiner Audio-Strategie ein. Fünf Jahre nach dem Debüt der ersten Wave-Produkte bündelt das Unternehmen seine Erkenntnisse aus Hunderttausenden Creator-Setups in einem vollständig integrierten System aus Software, Hardware und direkter Steuerung.
Wave Next umfasst insgesamt sechs Produkte, die eng miteinander verzahnt sind und gemeinsam ein geschlossenes Ökosystem für Aufnahme, Verarbeitung und Kontrolle moderner Audio-Workflows bilden. Herzstück ist die neue Software Wave Link 3.0, flankiert von überarbeiteter Mikrofon- und Interface-Hardware sowie einer erweiterten Steuerzentrale mit dem neuen Stream Deck + XL.
Laut Julian Fest, SVP und General Manager von Elgato, sei Wave Next das Ergebnis jahrelanger Beobachtung realer Creator-Workflows. Ziel sei es gewesen, typische Engpässe zu beseitigen und professionelle Audioqualität zugänglicher zu machen, ohne Nutzer mit Studiokomplexität zu überfordern.
Wave Link 3.0 wird kostenlos für alle
Im Zentrum des neuen Ökosystems steht Wave Link 3.0. Die Audio-Mixing-Software wurde vollständig neu entwickelt und ist ab sofort kostenlos für Windows und macOS verfügbar. Sie funktioniert nicht nur mit Elgato-Hardware, sondern mit nahezu jedem Mikrofon, Mischpult oder Audio-Interface.
Magischen Merch entdecken! ✨
Zauberstäbe, Deko & Sammlerstücke – jetzt auf Zauberkram.de. 🧙♂️
Wave Link 3.0 führt Hardwarequellen und Softwareeingänge in einer Oberfläche zusammen. Bis zu fünf unabhängige Submixes lassen sich erstellen, um beispielsweise Stimme, Musik, Chat und Spiel-Audio gezielt auf unterschiedliche Ausgänge für Stream, Aufnahme oder Monitoring zu verteilen. Jede Quelle kann individuell mit VST-Plugins bearbeitet werden.

Statt klassischer Channel-Strips setzt Elgato auf eine horizontale Routing-Matrix, die einen besseren Überblick über komplexe Signalwege ermöglichen soll. Anwendungen lassen sich per Klick Kanälen zuweisen und mehrere Programme innerhalb eines Kanals bündeln. Die Integration mit Stream Deck erfolgt nativ über ein Plugin, das passende Layouts automatisch generiert.
Wer Wave-Hardware nutzt, erhält zusätzliche Funktionen wie einen Setup Guide, Auto Gain Wizard, direkte Geräteoptionen inklusive Wave FX Processor-Zugriff sowie LED-Anpassungen. Über den Elgato Marketplace stehen zudem speziell angepasste Effekte von Elgato und Drittentwicklern bereit.
Wave FX Processor denkt den Signalweg neu
Ein zentrales Element von Wave Next ist der neue Wave FX Processor. Der gemeinsam mit LEWITT Audio entwickelte Custom-Chip verlagert wesentliche Verarbeitungsschritte direkt in die Hardware und kombiniert sie nahtlos mit softwarebasierten Effekten.

Das Ziel ist ein vollständig bearbeitetes Signal, das ohne virtuelle Audiogeräte oder komplexes Routing direkt in jeder Anwendung ankommt. Den Anfang macht Clipguard 2.0 mit mehrschichtiger Analog-Digital-Wandler-Architektur, interner 32-Bit-Float-Verarbeitung und intelligentem Limiter zur Vermeidung von Verzerrungen.
Fünf integrierte DSP-Effekte stehen bereit: Low Cut Filter, Expander, Voice Tune, Compressor und EQ. Sie arbeiten latenzfrei und ohne zusätzliche CPU-Belastung. Über die neue VST Insert-Technologie werden Studio-Plugins auf dem Rechner berechnet und anschließend in die Hardware-Signalkette zurückgeführt. Das Ergebnis ist ein einzelner Mikrofoneingang, der bereits vollständig verarbeitetes Audio an jede Software weitergibt.
Die neue Wave-Hardware im Überblick
Wave:3 MK.2
Das überarbeitete USB-Kondensatormikrofon richtet sich an Creator, die professionellen Klang ohne komplexes Setup suchen. Die mit LEWITT abgestimmte Supercardioid-Kapsel soll Stimmen präzise erfassen und Umgebungsgeräusche reduzieren.
Ein Multifunktionsregler mit LED-Ring steuert Gain und Monitoring, die kapazitive Stummschaltung erlaubt geräuschloses Muten. Einstellungen werden direkt im Mikrofon gespeichert und bleiben systemübergreifend erhalten.

Wave XLR MK.2
Für XLR-Nutzer bietet Wave XLR MK.2 bis zu 80 dB Gain, 48V Phantomspeisung und einen Dynamikumfang von 135 dB. Der Auto Gain Wizard erleichtert die Einrichtung, flexible Monitoring-Modi sorgen für Kontrolle zwischen Mikrofon- und Systemaudio.
XLR Dock MK.2
Speziell für das Stream Deck + entwickelt, integriert das XLR Dock MK.2 professionelle XLR-Funktionalität direkt in die modulare Steuerzentrale. Gain, DSP-Effekte und VST-Inserts lassen sich über Drehregler und LCD-Keys steuern. Das Dock funktioniert ausschließlich in Verbindung mit dem Stream Deck +.
Wave XLR Pro
Mit Wave XLR Pro setzt Elgato einen neuen Referenzpunkt für Desktop-Setups. Zwei unabhängige XLR-Eingänge mit jeweils 80 dB Gain ermöglichen Dual-Mikrofon-Konfigurationen ohne zusätzliches Mischpult.
Fünf hardwarebasierte Mixe erlauben latenzfreies Monitoring mit separaten Ausgängen für Stream, Aufnahme und persönliches Monitoring. Ein integrierter Maximizer sorgt für konstante Lautheit, kanalbasiertes Ducking senkt andere Audioquellen automatisch ab, sobald gesprochen wird.
Front- und rückseitige Kopfhörerausgänge treiben Modelle bis 600 Ohm an. USB Aux ermöglicht die Anbindung eines zweiten PCs oder einer Konsole. Im Standalone Mode bleiben Routing- und DSP-Einstellungen auch ohne angeschlossenen Computer erhalten. Die Auslieferung ist für das zweite Quartal 2026 geplant.
Stream Deck + XL wird zur Audio-Schaltzentrale
Mit 36 anpassbaren LCD-Keys, sechs Multifunktions-Drehreglern und einem ultrabreiten Touch Strip fungiert Stream Deck + XL als physische Steuerzentrale des gesamten Systems. Pegel, Effekte und Mixe lassen sich direkt anpassen, ohne separate Softwarefenster öffnen zu müssen.
In Kombination mit Wave XLR Pro entsteht ein kompaktes Desktop-Setup mit Funktionen, die bislang klassischen Mischpulten vorbehalten waren.

Ein skalierbares System für wachsende Setups
Wave Next ist modular aufgebaut. Der Einstieg kann mit einem einzelnen USB-Mikrofon erfolgen und später auf Multi-Mikrofon- oder Dual-PC-Konfigurationen erweitert werden. Da Software, Hardware und Steuerung von Anfang an aufeinander abgestimmt sind, bleiben bestehende Workflows erhalten.
Elgato positioniert Wave Next als integriertes Creator-Ökosystem, das einfache Bedienbarkeit mit professioneller Tiefe verbindet. Statt isolierter Einzelprodukte entsteht ein System, das vom Einsteiger bis zum professionellen Studio mitwachsen soll.

Verfügbarkeit
Wave:3 MK.2, Wave XLR MK.2, XLR Dock MK.2 und Stream Deck + XL sind ab sofort über elgato.com sowie autorisierte Händler erhältlich. Wave XLR Pro folgt im zweiten Quartal 2026. Wave Link 3.0 steht als kostenloser Download bereit.
Mit Wave Next versucht Elgato, Audio-Workflows neu zu definieren und die Grenze zwischen Software und Hardware weiter aufzulösen. Für Creator bedeutet das vor allem eines: mehr Kontrolle bei weniger Komplexität.
Was haltet ihr von Wave Next? Reicht euch eine starke Software-Lösung oder setzt ihr lieber auf dedizierte Hardware mit integriertem DSP? Schreibt eure Meinung gerne unterhalb dieser Zeilen in die Kommentare.





