Bei Bungie verschieben sich die Gewichte sichtbar: Ein aktueller Bericht zeichnet das Bild, dass inzwischen die Mehrheit der Entwicklerinnen und Entwickler an Marathon arbeitet, während Destiny 2 personell dahinterliegt. Für die Community kommt das nicht aus dem Nichts, denn seit Monaten wird diskutiert, ob der neue Fokus spürbar auf Kosten der Live-Service-Routine von Destiny 2 geht.
Marathon ist für Bungie dabei kein komplett neues Universum, sondern die Rückkehr zu einer Marke, die seit 1996 keinen neuen Serienteil mehr bekommen hat. Inhaltlich geht der Shooter allerdings in eine andere Richtung als Destiny 2: Statt PvE-Dauerschleife mit Raids und Strikes steht hier ein First-Person-Extraction-Shooter im Mittelpunkt, der stärker auf PvP-Spannung und Risikomanagement setzt.
Verschobene Prioritäten im Studio
Wie groß ist der Marathon-Fokus bei Bungie? Quellen, die mit Forbes gesprochen haben, berichten, dass Marathon inzwischen mit mehr Personal ausgestattet ist als Destiny 2. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt, doch als grobe Einordnung steht im Raum, dass Bungie insgesamt rund 800 Beschäftigte hat und Marathon Destiny 2 personell leicht überholt.
Brisant ist vor allem der Vergleich zu früheren Berichten: Vor etwa einem Jahr soll die Verteilung noch anders ausgesehen haben, damals lag der Schwerpunkt demnach stärker auf Destiny 2. Mit dem Release-Fenster und der laufenden Betreuung von Marathon scheint sich das Kräfteverhältnis nun gedreht zu haben.
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In der Destiny-2-Community sorgt das erwartbar für Unruhe, weil weniger Personal oft direkt mit weniger Tempo bei Inhalten, Bugfixes und Systemupdates gleichgesetzt wird. Gleichzeitig ist klar: Wenn ein Studio parallel zwei große Live-Teams betreibt, müssen Prioritäten gesetzt werden, und Marathon ist aktuell das Projekt, das wachsen soll.
Destiny 2 spürt den Druck der Parallelentwicklung
Was bedeutet das für Destiny 2 im Jahr 2026? Die Sorgen der Fans treffen auf bereits vorhandene Reibungspunkte. So wurde angekündigt, dass das nächste große Update Destiny 2: Shadow and Order auf Juni 2026 verschoben wurde. In Kombination mit dem Eindruck langsamerer Content-Taktung wirkt die Nachricht über die Personalverteilung wie eine Bestätigung dessen, was viele schon länger befürchten.
Ein weiterer Punkt, der in der Diskussion regelmäßig genannt wird: Destiny 2 war früher offenbar mit deutlich mehr als 1.000 Menschen in irgendeiner Form verknüpft. Wenn diese Größenordnung heute nicht mehr erreicht wird und das Team für Destiny 2 zugleich kleiner ausfällt als das für Marathon, werden größere Updates zwangsläufig schwerer planbar, besonders bei einem Spiel, das über Jahre gewachsen ist.
Dazu kommt ein inhaltlicher Bruch zwischen den beiden Titeln. Wer Bungie vor allem für PvE-Abende, kooperative Aktivitäten und langfristiges Build-Tüfteln schätzt, muss nicht automatisch mit einem Extraction-Shooter warm werden. Selbst wenn Marathon Features übernimmt, die Destiny-2-Fans mögen, ist das Kerngefühl ein anderes, und das macht den Übergang für Teile der Community schwieriger.
Marathon-Startzahlen und die Erwartungshaltung
Wie schlägt sich Marathon bisher auf Steam? Der Bericht nennt einen starken Start mit einem Peak von über 88.000 gleichzeitigen Steam-Spielenden, gefolgt von einem spürbaren Rückgang. Am Freitag, den 24. April 2026, lag der Peak demnach bei rund 20.000.
Der Vergleich zu Destiny 2 fällt ebenfalls ins Auge: Beim PC-Start 2019 kam Destiny 2 auf knapp 300.000 gleichzeitige Nutzer auf Steam. Aktuell soll Destiny 2 am selben Tag, an dem Marathon rund 20.000 erreicht hat, bei etwas über 10.000 gleichzeitigen Nutzern gelegen haben. Damit hält Destiny 2 trotz Alter und langsamerem Update-Rhythmus weiterhin einen relevanten Teil seiner Basis.
Für Bungie ist das eine heikle Situation: Marathon braucht Wachstum und Stabilität, während Destiny 2 als langjähriges Zugpferd nicht den Eindruck vermitteln darf, auszurollen. Ob Bungie diesen Spagat schafft, dürfte sich spätestens dann deutlicher zeigen, wenn Destiny 2: Shadow and Order im Juni 2026 näher rückt und klar wird, wie umfangreich die nächste Phase wirklich ausfällt.
Wie blickt ihr auf die Entwicklung: Ist es für euch okay, wenn Bungie Marathon klar priorisiert, oder erwartet ihr bei Destiny 2 weiterhin das volle Live-Service-Tempo? Schreibt es gerne in die Kommentare.





