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Allgemein: Entwicklerstudio The Chinese Room legt Pause ein

Von Andre Holt - News vom 25.09.2017 12:51 Uhr

Das Indie-Entwicklerstudio The Chinese Room, die besonders durch Dear Esther und Everybody's Gone to the Rapture berühmt wurden, legt bis auf weiteres eine Pause ein. Dafür mussten auch Mitarbeiter entlassen werden.

Schon im Jahr 2012 zeigte das Indie-Studio The Chinese Room mit Dear Esther wie anders Videospiele aussehen können. Man benötigt nicht bedingt tiefgehenden Gameplay-Mechaniken oder andauernde Action – eine emotionale Erzählung in einer passenden Atmosphäre kann mehr als genug sein, um ein fantastisches Videospiel zu erschaffen. Das Genre der "Walking Simulators" war wieder mehr im Gespräch denn je.

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Finanzielle Sorgen und gesundheitliche Probleme

Jetzt muss die Leitung von Chinese Room – in Form von Dan Pinchbeck – jedoch leider mitteilen, dass das Studio bis auf weiteres die Spieleentwicklung auf ein Minimum schraubt. Das bedeutet im Gegenzug auch, dass Mitarbeiter entlassen werden mussten, die aber offenbar größtenteils mit Unterstützung des Studios auf neue Arbeitsplätze verteilt werden konnten.

Der Grund ist mehr als verständlich, denn der Markt für ein Entwicklerstudio ist mehr als brutal. Finanzielle Sorgen, die sich auf die Psyche und dann letztendlich auf die Gesundheit auswirken, sind ein großer Faktor, der immer wieder bei kleineren Studios auftaucht – logischerweise besonders bei freien Studios, die ihre Spiele unabhängig entwickeln – Independent Entwickler. Dan Pinchbeck erkrankte nach eigener Aussage im Juni 2017 so sehr, dass er und das Team ernsthaft über einige Dinge nachdachten. Auch wenn es sich um nichts lebensbedrohliches handelte, sah man, dass die aktuelle Situation einfach nicht weiter tragbar sei.

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Nicht das Ende des Studios

Man möchte die Fans des Studios jedoch beruhigen, denn es handle sich nur um eine Pause. Außerdem würden Dan Pinchbeck, Andrew Crawshaw und Jessica Curry weiter an dem Spiel The 13th Interior tüfteln, damit sie auf Dauer einen Punkt erreichen, an dem man ein komplettes Team auf dieses Projekt ansetzen könne. Es gebe außerdem Pläne für das zweite Spiel des Studios – Little Orpheus. Das Team plant eine Prototyp-Phase des Spiels für Ende 2017 – auch eine Finanzierung scheint dafür bereits gefunden zu sein.

Auch wenn ein solcher Schritt immer wirklich bitter ist, freut es umso mehr, dass das gesamte Projekt The Chinese Room keinesfalls beendet ist und nur ein Kapitel abgeschlossen wurde. Wir wünschen für die Zukunft weiterhin alles Gute und hoffen, dass alle Mitarbeiter einen passenden Arbeitsplatz finden werden oder bereits gefunden haben.

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