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Razer Raiju V3 Pro im Test: Starker PS5-Controller, aber Sonys Magie fehlt

Der Razer Raiju V3 Pro will Sonys DualSense Edge Konkurrenz machen: offiziell für PS5 lizenziert, mit TMR-Sticks, klickenden Tasten, kurzen Triggerwegen, Rückseitentasten und viel Zubehör.

Ich habe den Controller mehrere Wochen an der PS5 genutzt – unter anderem bei Saros, 007 First Light und dem Remake von Gothic 1. Dabei musste er schnelle Bullet-Hell-Gefechte, Button-Smashing und längere Singleplayer-Sessions aushalten.

Mein Eindruck: Der Raiju V3 Pro ist präzise, griffig und hochwertig. Trotzdem bleibt der DualSense Edge für mich vorne, weil Razer auf haptisches Feedback, adaptive Trigger und damit auf ein wichtiges Stück PlayStation-Gefühl verzichtet.

Technische Daten im Überblick

  • Formfaktor: PlayStation-Layout mit symmetrischen Sticks
  • Lizenz: Offiziell lizenziert für PlayStation 5
  • Kompatibilität: PlayStation 5, PC mit Windows 11
  • Verbindung: 2,4-GHz-Wireless per USB-A-Dongle, USB-C-Kabel
  • Sticks: Symmetrische TMR-Thumbsticks mit austauschbaren Stick-Kappen
  • Trigger: Razer Pro HyperTriggers mit umschaltbarem Triggerweg
  • Tasten: Razer Mecha-Tactile PBT Action Buttons
  • D-Pad: 8-Wege Floating D-Pad
  • Zusatztasten: 4 abnehmbare Mouse-Click-Rückseitentasten, 2 Claw-Grip-Bumper
  • Profile: Bis zu 4 Onboard-Profile
  • Anpassung: Razer Synapse 4 am PC, Razer Controller App auf Mobile
  • Lieferumfang: Controller, USB-Dongle, Carrying Case, 2-m-USB-C-Kabel, Schraubendreher, zusätzliche Stick-Kappen und Abdeckungen
  • Preis: 209,99 Euro UVP
  • Verfügbarkeit: Seit 23. Oktober 2025 erhältlich
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Hochwertig, griffig und erstaunlich leicht

Schon beim Auspacken macht der Razer Raiju V3 Pro einen hochwertigen Eindruck. Der Controller fühlt sich sauber verarbeitet an, die Tasten sitzen fest, die Sticks laufen gleichmäßig und das Zubehör unterstreicht den Premium-Anspruch. Razer legt unter anderem ein Transportcase, ein 2 Meter langes USB-C-Kabel, zusätzliche Stick-Kappen, einen Schraubendreher und Abdeckungen für die Rückseitentasten bei.

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Besonders gut gefällt mir die strukturierte Gummierung an den Griffhörnern. Sie gibt den Fingern spürbar Halt, ohne unangenehm rau zu wirken. Gerade bei längeren Sessions rutscht der Controller nicht weg und bleibt sicher in der Hand. Das klingt auf dem Datenblatt unspektakulär, macht im Alltag aber einen großen Unterschied.

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Gleichzeitig ist der Raiju V3 Pro spürbar leichter als Sonys Pro-Controller: Razer gibt das Gewicht mit 258 Gramm an, der DualSense Edge liegt bei rund 325 Gramm. Der Unterschied von etwa 67 Gramm klingt auf dem Papier nicht riesig, macht sich in längeren Sessions aber bemerkbar. Gerade bei Saros, wo schnelle Reaktionen und ständige Ausweichbewegungen gefragt sind.

Trotzdem hat Gewicht bei Controllern auch eine emotionale Komponente. Der DualSense Edge fühlt sich für mich satter und kompakter an. Der Raiju V3 Pro ist nicht schlechter verarbeitet, aber er wirkt anders: leichter, funktionaler und stärker auf Effizienz getrimmt. Letztendlich ist das wohl wieder eine Geschmackssache, oder was meint ihr?

Ergonomie: Gut, aber etwas groß

In der Hand macht der Raiju V3 Pro vieles richtig. Die Griffhörner sind angenehm ausgeformt, die Gummierung bietet starken Halt und die wichtigsten Tasten sind gut erreichbar. Trotzdem musste ich mich in den ersten Stunden an die Größe gewöhnen.

Ich habe mittelgroße Hände und empfand den Controller anfangs als ein wenig zu groß. Nicht so groß, dass er unbequem wäre, aber merklich größer und ausladender als der DualSense Edge. Ich erreiche trotzdem alle Tasten, auch die Zusatzeingaben auf der Rückseite. Es ist eher dieser erste Moment, in dem man merkt: Der Raiju V3 Pro liegt anders in der Hand als Sonys offizieller Pro-Controller.

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Nach kurzer Eingewöhnung war das kein echtes Problem mehr. Wer sehr kleine Hände hat, sollte den Controller aber nach Möglichkeit vorher ausprobieren.

Sticks, Tasten und Trigger: Direktes Performance-Gefühl

Bei den Analogsticks setzt Razer auf TMR-Technologie. Die Bewegungen werden magnetisch erfasst, was für hohe Genauigkeit und langfristige Zuverlässigkeit sorgen soll. Im Test haben mir die Sticks sehr gut gefallen. Sie reagieren präzise, fühlen sich kontrolliert an und bieten genug Widerstand, ohne schwergängig zu wirken.

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Gerade als Fan des DualSense Edge finde ich diesen Punkt inzwischen besonders spannend. Bei meinem Sony-Controller hat sich mittlerweile an einem Stick ein leichter, aber ziemlich nerviger Stick Drift eingeschlichen. Das ist bei einem so teuren Pro-Controller wirklich schade. Genau hier könnte Razers TMR-Technologie langfristig ein Vorteil sein, weil sie durch die kontaktlose Erfassung weniger anfällig für klassischen Stick-Verschleiß sein soll.

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Auch die austauschbaren Stick-Kappen sind praktisch. Razer legt verschiedene Varianten bei: eine normale konkave Kappe, eine höhere konkave Kappe für präziseres Zielen und eine kurze gewölbte Variante für schnelle Bewegungen. Das ist ein typisches Pro-Feature, das nicht jeder ständig nutzen wird, aber schön ist, wenn man sein Setup wirklich anpassen möchte.

Die Mecha-Tactile PBT Action Buttons gehören zu den auffälligsten Unterschieden gegenüber einem normalen DualSense. Sie klicken spürbarer, geben klares Feedback und wirken sehr direkt. Bei 007 First Light war das besonders positiv, weil das Spiel immer wieder schnelle Eingaben und Button-Smashing-Momente verlangt. Die Tasten fühlen sich robust an und werden auch in hektischen Passagen nicht schwammig.

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Dazu kommen die Razer Pro HyperTriggers. Sie lassen sich zwischen einem kurzen Klickweg und einem vollen analogen Triggerweg umschalten. Für Shooter, Actionspiele oder schnelle Angriffe ist der kurze Weg ein klarer Vorteil. Für Rennspiele oder fein dosierbare Eingaben bleibt der normale Triggerweg sinnvoller. Genau diese Wahlmöglichkeit macht die Trigger im Alltag stark.

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Zusatztasten: Stark, wenn man sie wirklich nutzt

Der Raiju V3 Pro bietet vier abnehmbare Mouse-Click-Rückseitentasten und zwei zusätzliche Claw-Grip-Bumper. Damit lassen sich wichtige Aktionen ausführen, ohne die Daumen von den Sticks zu nehmen. Springen, Ausweichen, Nachladen oder Interagieren können so auf die Rückseite gelegt werden.

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Gut gefällt mir, dass Razer die Rückseitentasten nicht erzwingt. Wer nicht alle nutzen möchte, kann sie entfernen und durch Abdeckungen ersetzen. Gerade bei einem Controller, der ohnehin etwas größer ausfällt, ist diese Modularität sinnvoll.

Die zusätzlichen Claw-Grip-Bumper richten sich eher an Spieler, die sehr aktiv mit alternativen Griffhaltungen spielen oder besonders viele Eingaben schnell erreichen wollen. Für normale Singleplayer-Nutzung braucht man sie nicht zwingend, aber sie erweitern die Möglichkeiten.

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Verbindung, App und Profile

An der PS5 wird der Raiju V3 Pro per 2,4-GHz-Wireless-Dongle verbunden. Im Test funktionierte die Verbindung zuverlässig. Aussetzer oder spürbare Verzögerungen sind mir nicht aufgefallen. Dass der Dongle einen USB-Port belegt, ist etwas weniger elegant als eine direkte Verbindung über die Konsole, passt aber zum Performance-Ansatz.

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Über Razer Synapse 4 am PC und die Razer Controller App lassen sich Tastenbelegung, Profile, Stick-Empfindlichkeit, Deadzones und weitere Optionen anpassen. Bis zu vier Profile können direkt auf dem Controller gespeichert werden. Wer gerne Feinjustierungen vornimmt, bekommt hier viele Möglichkeiten. Wer einfach nur spielen will, wird vieles davon vermutlich selten anfassen.

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Das 8-Wege-D-Pad war in meinem Test solide, spielte aber keine Hauptrolle. Für Fighting-Games-Spieler wäre hier ein eigener Langzeittest sinnvoller.

Praxistest: Saros, 007 First Light und Gothic 1 Remake

Im Alltag musste der Raiju V3 Pro vor allem bei Saros zeigen, was er kann. Der Bullet-Hell-Third-Person-Shooter verlangt präzise Ausweichmanöver, schnelle Reaktionen und viel Durchhaltevermögen. Gerade dort haben mir die präzisen Sticks, der sichere Grip und das geringe Gewicht gefallen. Wenn ein Spiel ständig Bewegung, Kameraarbeit, Timing und schnelle Eingaben kombiniert, merkt man schnell, ob ein Controller stört. Der Raiju V3 Pro tat genau das nicht.

Bei 007 First Light kam ein anderer Aspekt hinzu. Neben Schleichpassagen und cineastischen Actionmomenten gibt es auch einiges an Button-Smashing. Hier gefielen mir besonders die direkten Aktionstasten. Sie fühlen sich robust und reaktionsschnell an, was hektischen Eingaben entgegenkommt.

Das Remake von Gothic 1 war dagegen eher das Kontrastprogramm: mehr Erkundung, mehr Dialoge, mehr Atmosphäre. Auch hier funktionierte der Raiju V3 Pro sehr gut. Gleichzeitig fällt bei solchen Spielen stärker auf, was ihm im Vergleich zum DualSense Edge fehlt.

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Die PlayStation-Taste hätte besser fühlbar sein müssen

Ein kleiner, aber für mich auffälliger Kritikpunkt ist die PlayStation-Taste. Sie hebt sich nicht stark genug von der Oberfläche ab. Bei einem Controller, den man irgendwann blind bedienen möchte, hätte sie ruhig etwas stärker gewölbt sein und deutlicher aus dem Gehäuse herausstehen dürfen.

Das ist kein riesiges Problem. Trotzdem fällt es bei einem Premium-Controller auf. Sticks, Trigger, Griffgefühl und Rückseitentasten wirken sehr bewusst gestaltet. Die PlayStation-Taste wirkt dagegen etwas zu flach und unauffällig.

Der große Kompromiss: Kein DualSense-Gefühl

So gut der Raiju V3 Pro als Performance-Controller ist, bei der PS5-Immersion muss man klare Abstriche machen. Der Controller bietet kein haptisches Feedback und keine adaptiven Trigger wie der DualSense oder DualSense Edge.

Das ist kein Versehen, sondern Teil der Ausrichtung. Razer fokussiert sich auf geringes Gewicht, schnelle Eingaben und kompetitive Kontrolle. Für Spieler, die Vibration und adaptive Trigger ohnehin deaktivieren, ist das kein großes Problem. Für mich ist es aber der wichtigste Nachteil des Controllers.

Gerade auf der PS5 machen haptisches Feedback und adaptive Trigger in vielen Spielen einen echten Unterschied. Sie sind nicht nur Gimmicks, sondern tragen bei guten Umsetzungen zur Atmosphäre bei. Genau dieses Stück PlayStation-Gefühl fehlt dem Raiju V3 Pro.

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Und deshalb bleibt der DualSense Edge für mich persönlich weiterhin mein Highlight. Der Razer-Controller ist leichter, griffiger und in manchen Bereichen direkter. Der Sony-Controller fühlt sich aber vollständiger an.

Für wen lohnt sich der Razer Raiju V3 Pro?

Der Razer Raiju V3 Pro lohnt sich vor allem für Spieler, die ihren Controller aktiv nutzen und anpassen wollen. Wer Rückseitentasten, kurze Triggerwege, Profile, Deadzones und verschiedene Stick-Kappen wirklich einsetzt, bekommt ein sehr starkes Pro-Gerät.

Besonders interessant ist er für kompetitive PS5-Spieler, Shooter-Fans, Actionspieler, PC-Spieler mit Vorliebe für PlayStation-Layout und alle, denen haptisches Feedback weniger wichtig ist.

Weniger geeignet ist er für reine Singleplayer-Fans, Spieler mit sehr kleinen Händen, Fans adaptiver Trigger und alle, die einfach nur einen besseren DualSense mit maximaler PS5-Integration suchen.

Fazit von Patrik Hasberg

Der Razer Raiju V3 Pro ist ein sehr starker PS5-Controller. Er liegt gut in der Hand, ist hervorragend griffig, bietet präzise Sticks, direkte Tasten, viele Zusatzeingaben und ein angenehm geringes Gewicht. Besonders die strukturierte Gummierung an den Griffen hat mir im Alltag sehr gut gefallen. Der Controller rutscht nicht, fühlt sich sicher an und bleibt auch bei längeren Sessions bequem.

Trotzdem hat er mich nicht vollständig vom DualSense Edge weggebracht. Dafür fehlen mir auf der PS5 zu viele Sony-Features. Kein haptisches Feedback, keine adaptiven Trigger und eine etwas schwächere Systemintegration sorgen dafür, dass der Raiju V3 Pro zwar technisch stark, aber emotional weniger rund wirkt.

Auch die Größe ist für mich ein kleiner Punkt. Ich habe mittelgroße Hände und erreiche zwar alle Tasten problemlos, empfand den Controller anfangs aber als etwas groß. Nach kurzer Eingewöhnung war das kein echtes Problem mehr, trotzdem liegt mir der DualSense Edge persönlich noch etwas besser.

Der Razer Raiju V3 Pro ist deshalb kein Controller für alle. Wer einen leichten, schnellen und stark anpassbaren Pro-Controller sucht, bekommt hier ein richtig gutes Gerät. Wer vor allem Singleplayer-Spiele auf der PS5 spielt und die besonderen DualSense-Funktionen liebt, sollte genau überlegen, ob er auf dieses PlayStation-Gefühl verzichten möchte.

Für mich ist der Raiju V3 Pro einer der besten Drittanbieter-Controller für die PS5. Der DualSense Edge bleibt aber weiterhin mein persönliches Highlight.

✅ Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Liegt angenehm und sicher in der Hand
  • Strukturierte Gummierung an den Griffen ist richtig stark
  • Präzise TMR-Sticks
  • Direkte, angenehm klickende Tasten
  • Umschaltbare Trigger mit kurzem Klickweg
  • Viele Zusatztasten
  • Rückseitenbuttons abnehmbar
  • Umfangreiches Zubehör
  • Sehr leicht für einen Pro-Controller
  • Gute Akkulaufzeit laut Hersteller
  • Offiziell für PS5 lizenziert
  • Auch für PC interessant

❌ Kontra

  • Für kleine Hände etwas groß
  • Kein haptisches Feedback
  • Keine adaptiven Trigger
  • Weniger PlayStation-Gefühl als beim DualSense Edge
  • PS-Taste hebt sich nicht genug von der Oberfläche ab
  • PS5 kann nicht aus dem Ruhemodus geweckt werden

Der Razer Raiju V3 Pro überzeugt mit starker Verarbeitung, sehr gutem Grip, präzisen Eingaben und vielen Pro-Features. Abzüge gibt es für die fehlenden DualSense-Funktionen, die etwas große Form und kleinere Details wie die flache PlayStation-Taste.

Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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