Die nächste PlayStation-Generation könnte deutlich teurer werden als alles, was Konsolenfans bisher gewohnt sind. Mehrere Branchenstimmen rechnen damit, dass eine PlayStation 6 beim Start preislich in Regionen vordringen könnte, die bislang eher klassischen Gaming-PCs vorbehalten waren. Im Raum steht dabei eine Untergrenze von rund 1.000 US-Dollar, was in Deutschland sinngemäß als vierstelliger Euro-Preis wahrgenommen würde, je nach finaler Preisstrategie und Steuerkalkulation.
Brisant ist die Einschätzung auch deshalb, weil Sony zuletzt die Preise aktueller Hardware nach oben angepasst hat. Das wirkt wie ein Vorzeichen dafür, dass auch die kommende Generation nicht mit dem traditionellen Versprechen antritt, zum Einstieg die günstigste High-End-Gaming-Option zu sein.
Parallel dazu verdichten sich Gerüchte, dass sich die PS6 ohnehin noch Zeit lassen könnte. Intern soll Sony den Start verschoben haben, wodurch ein Release eher Richtung 2028 oder 2029 diskutiert wird.
Analysten sehen eine neue Preisnormalität
Warum könnte die PS6 überhaupt so teuer werden? Ein zentrales Argument kommt aus der aktuellen Gemengelage aus steigenden Komponentenpreisen und schwer planbaren Rahmenbedingungen für den Hardwaremarkt. Dr. Serkan Toto, Chef der Beratungsfirma Kantan Games, ordnet die jüngsten Preisbewegungen als Vorbereitung auf kommende Unsicherheiten ein. In dieser Logik wäre sogar eine Variante für umgerechnet rund 1.000 Euro als durchaus realistisch zu betrachten.
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Toto geht außerdem davon aus, dass ein hoher Einstiegspreis Sony Spielraum für spätere Aktionen geben könnte, also Bündel, Deals oder offizielle Preissenkungen, sobald sich die Lage über die Lebenszeit der Konsole entspannt. Damit würde die PS6 möglicherweise teurer starten, aber im Verlauf des Zyklus stärker über Preisaktionen in den Massenmarkt gedrückt werden.
Auch der NYU-Videospielprofessor Joost van Dreunen unterstützt die Stoßrichtung der Analyse und sieht einen Trend, in dem Konsolenpreise auf ein neues Normalniveau steigen könnten. Seine These ist deutlich: Konsolengaming könnte sich zunehmend wie ein Luxusposten anfühlen, statt wie der klassische Preis-Leistungs-Tipp fürs Wohnzimmer.
Die aktuellen PS5-Preise als Signal
Welche Preisänderungen bei PlayStation-Hardware stehen im Raum? Eine wichtige Grundlage für die 1.000-Euro-Debatte ist, dass Sony die aktuelle Hardwarelinie in mehreren Bereichen verteuert. Genannt werden Preissteigerungen, die ab dem 2. April 2026 greifen sollen. Konkret werden folgende Anpassungen diskutiert:
- PS5: von umgerechnet 550 auf 650 US-Dollar
- PS5 Digital Edition: von umgerechnet 500 auf 600 US-Dollar
- PS5 Pro: von umgerechnet 750 auf 900 US-Dollar
- PlayStation Portal: von umgerechnet 200 auf 250 US-Dollar
Auch wenn diese Angaben nicht automatisch 1:1 auf den deutschen Markt übertragbar sind, ist die Richtung klar: Selbst innerhalb der aktuellen Generation wird Hardware teurer, nicht günstiger. Und wenn eine PS5 Pro in der Spitze bereits in ein Premium-Segment rückt, fällt es leichter, sich einen weiteren Sprung zur PS6 vorzustellen.
Ein weiterer Faktor, der in der Branche kursiert, ist eine angespannte Lage rund um Arbeitsspeicher. Im Gespräch ist eine anhaltende RAM-Problematik, die unter anderem durch hohe Nachfrage aus dem KI-Rechenzentrumsbereich befeuert werden soll. Das würde langfristig nicht nur PC-Komponenten, sondern auch Konsolen-Bauteile verteuern.
Leaks, BOM-Schätzungen und Alternativszenarien
Welche günstigeren PS6-Preise sind trotzdem denkbar? Neben der 1.000-Euro-Prognose gibt es auch Gegenpositionen aus der Leak-Ecke. Der Hardware-Insider KeplerL2 beziffert die geschätzten Herstellungskosten der PS6 (Bill of Materials) auf rund 750 US-Dollar. Daraus wird abgeleitet, dass ein Startpreis im Bereich von 699 US-Dollar möglich wäre, falls Sony bereit ist, die Konsole zu subventionieren oder zum Start Verluste in Kauf zu nehmen.
Zusätzlich wurde der ursprüngliche Bericht am 30. März 2026 um den Hinweis ergänzt, dass ein Preis von 699,99 US-Dollar weiterhin als möglich gilt, gestützt durch entsprechende Leaks. Für Deutschland würde auch hier wieder gelten: Entscheidend wären Wechselkurs, Mehrwertsteuer und Sonys Positionierung, also ob man aggressiv auf Marktanteile geht oder bewusst ein Premium-Produkt platziert.
Inhaltlich ist zur PS6 selbst weiterhin wenig Konkretes bekannt. Gerüchte drehen sich unter anderem um ein abnehmbares Laufwerk sowie eine Art Handheld-Komponente als Teil des Ökosystems. Ob das ein echtes Bundle, eine separate Ergänzung oder nur eine Designrichtung wird, ist derzeit offen.
Was das für die nächste Konsolengeneration bedeuten könnte
Wie verändert ein vierstelliger Konsolenpreis den Markt? Sollte die PS6 tatsächlich in Richtung 1.000 Euro starten, würde das einen Kernvorteil klassischer Konsolen verwässern: den günstigen Einstieg in High-End-Gaming. In der Praxis wäre die Abgrenzung zum Gaming-PC kleiner, gerade für alle, die ohnehin über Aufrüstbarkeit, Mod-Support oder günstigere Spielepreise nachdenken.
Gleichzeitig könnte so ein Preis die Übergangsphase verlängern. Wenn ein großer Teil der Community beim Wechsel zögert, werden Cross-Gen-Releases attraktiver, also neue Spiele, die noch lange auch auf PS5 laufen. Das würde der aktuellen Generation potenziell eine längere Lebensdauer geben, während die PS6 eher schrittweise in den Markt wächst.
Spannend ist außerdem der Blick zur Konkurrenz: Microsoft hat die nächste Xbox-Generation bereits mit dem Projektnamen Project Helix angeteasert, und auch dort kursieren Spekulationen über Preise zwischen 1.000 und 1.500 US-Dollar. Wenn sich diese Preisregionen bei beiden Plattformen durchsetzen, könnte die gesamte Konsolenrunde der nächsten Jahre zur Premium-Anschaffung werden.
Wie seht ihr das: Würdet ihr für eine PS6 im vierstelligen Bereich zum Launch zuschlagen, oder wäre das für euch der Punkt, an dem ihr lieber bei der PS5 bleibt oder Richtung PC wechselt? Schreibt es gern in die Kommentare.



