Die Erwartungen an The Elder Scrolls 6 steigen weiter, nachdem sich der ehemalige Bethesda-Lead-Designer Bruce Nesmith öffentlich zu den Herausforderungen rund um das kommende Rollenspiel geäußert hat. Seiner Meinung nach sei der Erwartungsdruck an Titel wie The Elder Scrolls 6 und Fallout 5 inzwischen so hoch, dass sie kaum noch erfüllbar sind – unabhängig von der tatsächlichen Qualität der Spiele.
Seit der Ankündigung von The Elder Scrolls 6 im Jahr 2018 hat Bethesda nur wenig Konkretes preisgegeben. Fans warten seit über sieben Jahren auf neue Informationen. Das Spiel befindet sich laut offiziellen Angaben seit 2023 in aktiver Entwicklung und nutzt wie Starfield die neue Creation Engine 2. Geleitet wird das Projekt erneut von Todd Howard, der bereits bei Skyrim und anderen Bethesda-Spielen Regie führte.
Herkunft der Erwartungen
Warum sind die Erwartungen an The Elder Scrolls 6 so hoch? Der Grund für die überhöhten Erwartungen liegt laut Nesmith vor allem in der Geschichte der Franchise. Skyrim setzte 2011 neue Maßstäbe im Genre der Open-World-Rollenspiele und ist bis heute eines der erfolgreichsten Spiele seiner Art. Auch Fallout 3 und Fallout 4 konnten die Fanbase begeistern, was den Druck auf zukünftige Titel massiv erhöht.
Nesmith betonte, dass ein Spiel von einem anderen Studio mit ähnlicher Qualität vermutlich viel positiver aufgenommen würde. Das Label „Bethesda“ allein reiche mittlerweile aus, um ein Spiel mit beinahe unmenschlichen Erwartungen zu überfrachten. Diese Einschätzung habe man bereits bei Starfield gesehen: Trotz solider Kritiken und guter Verkaufszahlen blieb die Resonanz gemischt – vor allem, weil viele mehr erwartet hatten.
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Vergleich mit anderen Großprojekten
Wie schneidet The Elder Scrolls 6 im Vergleich zu anderen Titeln ab? Im direkten Vergleich mit anderen lang erwarteten Spielen wie GTA 6 fällt auf, dass Bethesda noch weniger Informationen veröffentlicht hat. Während Rockstar inzwischen Story- und Gameplaydetails zum neuen Grand Theft Auto präsentiert, bleibt es bei TES 6 weitgehend still. Die längere Wartezeit sorgt dafür, dass die Erwartungen weiter ins Unermessliche steigen.
Laut Nesmith ist das ein gefährlicher Kreislauf: Je weniger Infos ein Studio liefert, desto mehr projizieren Fans ihre eigenen Wunschvorstellungen – und desto größer ist die Enttäuschung, wenn das Endprodukt nicht exakt diesen Vorstellungen entspricht.
Mögliche Wege aus der Erwartungsspirale
Was kann Bethesda tun, um die hohen Erwartungen zu erfüllen? Nesmith zufolge sollte Bethesda versuchen, auf die Stärken vergangener Spiele aufzubauen, diese aber mit neuen Elementen zu kombinieren. Besonders wichtig seien dabei:
- eine dynamischere Welt mit mehr Reaktivität,
- bedeutungsvolle Entscheidungen, die spürbare Auswirkungen haben,
- eine lebendige Spielwelt mit echten Konsequenzen für das Handeln des Spielenden.
Als positives Beispiel nennt er Baldur’s Gate 3, das mit seinen verzweigten Entscheidungswegen und Konsequenzen bei Fans wie Kritikerinnen gleichermaßen punkten konnte. Auch The Outer Worlds 2 wird für seine Entscheidungsfreiheit gelobt. Bethesda müsse von solchen Titeln lernen und sich gleichzeitig treu bleiben, um den Spagat zwischen Innovation und Tradition zu schaffen.
Die Rolle von Creation Engine 2
Welche technischen Neuerungen bringt The Elder Scrolls 6 mit sich? Das Spiel wird als zweites Projekt auf der hauseigenen Creation Engine 2 entwickelt, die bereits bei Starfield zum Einsatz kam. Laut Bethesda soll sie deutlich realistischere Spielwelten ermöglichen. Photogrammetrie soll dabei helfen, echte Landschaften möglichst authentisch ins Spiel zu übertragen. Schon bei der Ankündigung wurde betont, dass man technologisch neue Maßstäbe setzen wolle.
Ob das reicht, um die Community nachhaltig zu beeindrucken, bleibt abzuwarten. Immerhin zeigte Starfield, dass technische Fortschritte allein nicht ausreichen, wenn das Gameplay nicht ebenso mitzieht.
Langfristige Perspektive für TES 6 und Fallout 5
Wie kann Bethesda langfristig das Vertrauen der Community halten? Die Einbindung der Community könnte ein entscheidender Faktor sein. Bereits 2019 reagierte Bethesda auf eine Fanpetition und kündigte an, die bekannte YouTuberin Shirley Curry alias „Skyrim Grandma“ als NPC ins Spiel aufzunehmen. Solche Gesten stärken die emotionale Bindung zur Fanbasis und können helfen, Geduld und Verständnis aufzubauen.
Nesmith glaubt, dass es trotz aller Herausforderungen möglich sei, die Erwartungen zu erfüllen – wenn auch mit viel Aufwand. Skyrim habe es 2011 geschafft, die hohen Erwartungen nach Oblivion zu übertreffen, und auch Fallout 4 konnte sich trotz aller Kritik behaupten. Es sei also nicht unmöglich, nur eben sehr schwer.
Was denkst du: Kann The Elder Scrolls 6 den immensen Erwartungen gerecht werden? Oder ist das Projekt schon jetzt zu groß, um sie alle zu erfüllen? Teile deine Meinung gern in den Kommentaren!



