CD Projekt Red könnte mit The Witcher 4 neue Maßstäbe setzen, nicht nur spielerisch, sondern auch finanziell. Laut aktuellen Analystenschätzungen könnte das kommende Rollenspiel inklusive Marketingkosten ein Gesamtbudget von bis zu 800 Millionen US-Dollar erreichen. Offiziell bestätigt sind diese Zahlen zwar nicht, doch sie zeigen eindrucksvoll, in welchen Dimensionen sich die neue Witcher-Trilogie bewegen könnte.
Entwicklung und Marketing sollen ähnlich teuer werden
Die Schätzung stammt von dem polnischen Finanzportal Strefa Inwestorów, das sich auf eine Analyse von Mateusz Chrzanowski (Noble Securities) beruft. Demnach soll die reine Entwicklung von The Witcher 4 rund 1,4 Milliarden Złoty verschlingen – umgerechnet etwa 388 Millionen US-Dollar. Für Marketing und Promotion wird ein ähnlich hoher Betrag erwartet, was die Gesamtkosten auf fast 800 Millionen US-Dollar treiben würde.
Zum Vergleich: Selbst extrem teure AAA-Produktionen wie GTA V oder Red Dead Redemption 2 bewegten sich bislang in ähnlichen, aber selten deutlich höheren Regionen. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, würde The Witcher 4 zu den teuersten Videospielen aller Zeiten zählen.
Größere Ambitionen für die gesamte Witcher-Trilogie
Besonders spannend ist der Blick auf die langfristige Planung. Laut der Analyse soll das Budget für die neue Witcher-Trilogie insgesamt von ursprünglich 2,1 Milliarden Złoty auf 3,2 Milliarden Złoty angewachsen sein. Das entspricht rund 861 Millionen US-Dollar. CD Projekt Red hatte bereits bestätigt, dass die neue Saga innerhalb eines Sechs-Jahres-Plans erscheinen soll – ein klares Signal dafür, dass der Publisher auf eine langfristige, hochwertige Markenstrategie setzt.
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Ein Release im Jahr 2026 gilt inzwischen als ausgeschlossen. Stattdessen scheint CD Projekt Red bewusst auf mehr Entwicklungszeit zu setzen, um technische Probleme wie zum Launch von Cyberpunk 2077 künftig zu vermeiden.
Auch Cyberpunk 2077s Nachfolger wird extrem teuer
Neben The Witcher 4 wirft der Bericht auch einen Blick auf Cyberpunk 2077 und dessen Nachfolger mit dem Codenamen Project Orion. Dessen Entwicklungskosten sollen sich auf etwa 1,5 Milliarden Złoty (rund 416 Millionen US-Dollar) belaufen. Grund dafür sei unter anderem eine geplante Multiplayer-Integration, die den Produktionsaufwand deutlich erhöhe.
Passend dazu prognostizieren Analysten einen Release im vierten Quartal 2030, exakt zum zehnjährigen Jubiläum von Cyberpunk 2077. Auch hier zeigt sich: CDPR plant langfristig und investiert massiv in seine wichtigsten Marken.
Keine offiziellen Zahlen – aber klare Tendenz
Wichtig bleibt: All diese Zahlen stammen aus Analystenschätzungen und wurden bislang nicht offiziell von CD Projekt Red bestätigt. Dennoch verdeutlichen sie, wie hoch die Erwartungen an The Witcher 4 sind – sowohl intern als auch aus Investorensicht. Nach dem holprigen Cyberpunk-Start steht für das Studio viel auf dem Spiel.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Projekt zuletzt durch die Verpflichtung eines erfahrenen Entwicklers von Baldur’s Gate 3, der nun am neuen Witcher-Ableger mitarbeitet, ein weiteres Indiz für den hohen Qualitätsanspruch.
Ob CD Projekt Red tatsächlich rund 800 Millionen Dollar in The Witcher 4 investieren wird, bleibt abzuwarten. Klar ist aber schon jetzt: Das Rollenspiel soll nicht weniger werden als eines der ambitioniertesten Projekte der Branche.
Was meint ihr: Ist ein solches Budget gerechtfertigt oder geht CDPR ein zu großes Risiko ein?





