Capcoms kommender Survival-Horror-Titel Resident Evil Requiem sorgt bereits vor Release für Diskussionen – allerdings nicht wegen seiner Story oder Grafik. Vielmehr sorgt die Abwesenheit einer Collector’s Edition für Unmut unter Fans. Während frühere Serienteile wie Resident Evil Village oder Resident Evil 2 Remake mit aufwendigen Sondereditionen aufwarteten, fehlt eine vergleichbare Edition beim neunten Hauptspiel der Reihe vollständig. Stattdessen gibt es lediglich eine digitale Deluxe Edition und eine Steelbook-Version.
Die Entscheidung von Capcom, auf eine physische Collector’s Edition zu verzichten, könnte laut Brancheninsidern mit wirtschaftlichen Faktoren zusammenhängen. Besonders die erneuten Strafzölle unter US-Präsident Donald Trump, die seit Anfang 2025 gelten, haben offenbar spürbare Auswirkungen auf die Produktionskosten im Gaming-Bereich. Analysten zufolge haben die Tarife dazu geführt, dass Konsolenhersteller wie Sony und Microsoft ihre Preise mehrfach anpassen mussten – ein Trend, der sich auch auf physische Sammlereditionen auswirken könnte.
Welche Inhalte bietet Resident Evil Requiem tatsächlich?
Was steckt in der Deluxe Edition? Die Deluxe Edition von Resident Evil Requiem enthält ausschließlich digitale Boni. Dazu gehören etwa exklusive Outfits und Waffen-Skins für die beiden Hauptfiguren Grace Ashcroft und Leon S. Kennedy, sowie weitere kosmetische Inhalte. Eine physische Collector’s Edition mit Statuen, Artbooks oder Soundtrack-CDs, wie sie viele Fans erwartet hatten, bleibt aus.
Immerhin wird es eine Steelbook-Variante der Deluxe Edition geben, die bei ausgewählten Händlern erhältlich ist. Diese enthält jedoch ebenfalls nur die digitale Version des Spiels und keinen zusätzlichen physischen Content. Wer auf greifbare Sammlerstücke hofft, wird sich also anderweitig umsehen müssen.
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Welche exklusiven Items gibt es für Switch-Nutzer?
Was bekommen Nintendo-Fans geboten? Für Nutzer der Nintendo Switch 2 bringt Capcom zumindest einige exklusive physische Extras auf den Markt. Zum Release am 27. Februar 2026 erscheint ein spezieller Resident Evil Requiem Pro Controller für die Switch 2. Der Preis liegt laut aktuellen Angaben bei rund 100 Euro, was 10 Euro über dem Standardmodell liegt.
Zusätzlich ist eine Amiibo-Reihe geplant, die später im Jahr erscheinen soll. Details zu den Figuren oder deren Ingame-Funktionen wurden bislang noch nicht genannt. Capcom rät interessierten Fans, die offiziellen Kanäle im Auge zu behalten.
Was sagen Capcom und die Entwickler zur Collector’s Edition?
Warum verzichtet Capcom auf eine Sammleredition? Eine offizielle Stellungnahme von Capcom fehlt bislang. Allerdings äußerte sich der bekannte Branchen-Insider Dusk Golem auf X (ehemals Twitter) zu dem Thema. Seiner Einschätzung nach seien die hohen Produktions- und Importkosten durch die Trump-Zölle ein entscheidender Faktor gewesen. Diese würden es für Capcom unrentabel machen, eine aufwändige physische Collector’s Edition auf den Markt zu bringen.
Die Trump-Zölle haben die Produktionskosten so stark erhöht, dass Capcom sich gegen eine physische Collector’s Edition entschieden hat.
Auch wenn Capcom das nicht offiziell bestätigt hat, ist der Zeitpunkt der Entscheidung auffällig: Kurz nach der Wiedereinführung von Importzöllen auf Elektronik und Unterhaltungswaren im Frühjahr 2025 begannen mehrere Publisher, physische Editionen einzuschränken oder nur noch digital anzubieten.
Was erwartet dich spielerisch in Resident Evil Requiem?
Wie unterscheidet sich das Gameplay zwischen Grace und Leon? Der Titel bietet eine spannende Mischung aus Survival Horror und Action. Die FBI-Analystin Grace Ashcroft erlebt ihre Kapitel im Stil von Resident Evil Village oder Resident Evil 7, mit begrenzten Ressourcen, Schleichmechaniken und einem furchteinflößenden Verfolger, der sie durch das Wrenwood Hotel jagt. Spieler können sich verstecken, Lichtquellen taktisch einsetzen und mit Glasflaschen Gegner ablenken.
Leon S. Kennedy hingegen übernimmt actionlastigere Abschnitte. Mit Schusswaffen und einer begrenzten Nahkampfwaffe kämpft er gegen Zombiehorden. Dabei kann zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive jederzeit gewechselt werden – eine Neuerung in der Reihe.
Wie geht es mit Merchandise und Sammlerobjekten weiter?
Was kommt noch an physischen Goodies? Auch wenn es keine Collector’s Edition gibt, dürfen sich Fans auf einige Sammlerobjekte freuen. Für Herbst 2026 hat Capcom hochwertige Figuren von Leon und Grace angekündigt, die bei verschiedenen Händlern erhältlich sein sollen. Preise oder Vorbestellmöglichkeiten wurden bisher nicht genannt.
Ob diese Figuren Teil eines größeren Merchandise-Angebots sein werden – etwa mit Artbooks oder Soundtracks – bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Trend geht weiter in Richtung digitaler Deluxe-Inhalte statt physischer Sammlereditionen.
Was bedeutet das für Sammler in Zukunft?
Wird es Collector’s Editions bald nur noch digital geben? Die aktuelle Entwicklung bei Resident Evil Requiem könnte ein Vorbote für eine umfassendere Veränderung im Gaming-Markt sein. Immer mehr Publisher setzen auf digitale Inhalte, um Kosten zu sparen. Steigende Produktionspreise, komplexe Lieferketten und politische Faktoren wie Zolltarife machen physische Sondereditionen zunehmend unattraktiv für Hersteller.
Für Sammler bedeutet das: Wer noch physische Inhalte haben möchte, sollte schnell sein – oder sich darauf einstellen, dass Artbooks, Soundtracks und Figuren künftig eigenständig und nicht mehr im Bundle erscheinen.
Was hältst du davon, dass Capcom bei Resident Evil Requiem auf eine Collector’s Edition verzichtet? Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare!




