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Prince of Persia: The Sands of Time – „Zutiefst enttäuschend“: Entwickler äußern sich zum Remake-Aus

Nach Jahren voller Unsicherheit herrscht nun endgültige Klarheit: Ubisoft hat das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time offiziell eingestellt. Damit endet eines der turbulentesten und zugleich emotional aufgeladensten Projekte der vergangenen Jahre, ein Vorhaben, das für viele Fans sinnbildlich für Hoffnung, Frust und schließlich Enttäuschung stand.

Nachdem das Remake mehrfach verschoben, intern neu aufgestellt und schließlich komplett neu gestartet worden war, zog Ubisoft nun endgültig die Reißleine. Die Entscheidung fiel im Zuge des unternehmensweiten Umbruchs, den der Publisher in dieser Woche öffentlich machte.

Entwickler wenden sich direkt an die Community

Um Spekulationen und Missverständnissen zuvorzukommen, veröffentlichte Ubisoft Montreal eine direkte Stellungnahme an die Community. Über den offiziellen Social-Media-Kanal der Reihe erklärten die Entwickler, warum das Projekt trotz jahrelanger Arbeit nicht mehr fortgeführt wird.

„Wir wissen, dass diese Nachricht zutiefst enttäuschend ist“, heißt es darin. Das Spiel habe sowohl für die Fans als auch für die beteiligten Teams eine enorme Bedeutung gehabt. Dennoch habe man sich nach intensiver Prüfung eingestehen müssen, dass es nicht gelungen sei, das Qualitätsniveau zu erreichen, das der Name The Sands of Time verlange.

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Besonders deutlich wird die Selbstkritik an einer zentralen Stelle des Statements: Eine Fortführung des Projekts hätte deutlich mehr Zeit, Ressourcen und Investitionen erfordert, als Ubisoft verantworten wollte. Gleichzeitig habe man bewusst vermeiden wollen, ein Spiel zu veröffentlichen, das dem Erbe des Originals nicht gerecht wird.

Kein Abschied vom Franchise – aber ein klarer Schnitt

Trotz des endgültigen Projektendes betonen die Entwickler, dass dies nicht das Ende von Prince of Persia bedeute. Das Universum und sein Vermächtnis seien für Ubisoft weiterhin von großer Bedeutung. Konkrete Pläne für zukünftige Spiele oder Neuinterpretationen nannte der Publisher allerdings nicht.

Damit bleibt offen, ob und wann der Prinz in welcher Form zurückkehren wird – klar ist nur, dass das Remake von The Sands of Time nicht mehr Teil dieser Zukunft ist.

Teil eines größeren Umbruchs bei Ubisoft

Das Aus des Remakes steht nicht für sich allein, sondern ist Teil eines umfassenden strategischen Neustarts. Ubisoft hatte kurz zuvor bestätigt, insgesamt sechs Projekte vollständig eingestellt und sieben weitere Titel verschoben zu haben. Auch andere hochkarätige Produktionen könnten betroffen sein, darunter Berichten zufolge das Remake von Assassin’s Creed IV: Black Flag.

Parallel dazu strukturiert Ubisoft seine internen Abläufe neu und gliedert die Entwicklung künftig in mehrere sogenannte „Creative Houses“. Diese sollen jeweils eigenständig für bestimmte Genres oder Marken verantwortlich sein. Prince of Persia wird dabei künftig dem Creative House für Fantasy- und narrative Spielwelten zugeordnet.

Klare Strategie für die Zukunft – mit Risiken

Ubisoft-CEO Yves Guillemot machte in einem begleitenden Statement deutlich, wohin die Reise gehen soll. Open-World-Abenteuer und sogenannte GaaS-native Erlebnisse bilden künftig die beiden zentralen Säulen des Unternehmens. Gleichzeitig sollen interne Prozesse gestrafft und die Qualität großer AAA-Titel deutlich erhöht werden, auch durch eine stärkere Präsenzpflicht in den Studios.

Für Fans bleibt vor allem ein bitterer Beigeschmack: Mit The Sands of Time Remake verschwindet ein Projekt, das als Liebeserklärung an einen der wichtigsten Klassiker der Spielegeschichte gedacht war. Ob der radikale Kurswechsel Ubisoft langfristig stärkt, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Für den Moment markiert das Remake-Aus jedoch einen symbolträchtigen Einschnitt – nicht nur für Prince of Persia, sondern für den Publisher insgesamt.

Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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