Animal Crossing: New Horizons hat mit dem 3.0-Update und einer Version für Switch 2 zwar spürbar neuen Schwung bekommen, aber an einem alten Schmerzpunkt ändert das wenig: Multiplayer fühlt sich noch immer unnötig umständlich an. Gerade in einem Cozy-Game, das vom gemeinsamen Dekorieren, Sammeln und Insel-Leben lebt, sind es oft kleine Hürden, die aus einem entspannten Abend schnell eine Terminabstimmung machen.
Ausgerechnet ein neuer Konkurrent aus dem Pokémon-Universum könnte hier eine Blaupause liefern. Pokémon Pokopia, das am 5. März 2026 erscheinen soll, setzt ebenfalls auf Inselbau, Gestaltung und Community-Vibes, allerdings mit einem entscheidenden Multiplayer-Trick, von dem Animal Crossing in Zukunft dringend lernen sollte.
Pokémon Pokopia als Cozy-Game-Konkurrent
Was ist Pokémon Pokopia und worum geht es? Pokopia schickt euch als ungewöhnlichen Protagonisten ins Abenteuer: Ein Ditto, das einen Menschen imitiert, baut und dekoriert eine Insel, um weitere Pokémon anzulocken. Damit zielt das Spiel klar auf alle, die Spaß an kreativer Gestaltung, Sammelmotivation und entspanntem Fortschritt haben.
Vom Grundgefühl erinnert Pokopia eher an ein Baukasten-Abenteuer im Stil von Dragon Quest Builders 2 als an eine reine Lebenssimulation. Trotzdem steht es inhaltlich direkt neben Animal Crossing: New Horizons, das seit 2020 Nintendos dominierendes Wohlfühl-Spiel dieser Art ist.
Magischen Merch entdecken! ✨
Zauberstäbe, Deko & Sammlerstücke – jetzt auf Zauberkram.de. 🧙♂️
Spannend wird das Duell vor allem dort, wo Animal Crossing seit Jahren Kritik einstecken muss: bei den Koop- und Online-Funktionen. Denn während New Horizons trotz vieler Stärken immer wieder Reibung im Zusammenspiel erzeugt, klingt Pokopias Ansatz nach weniger Organisation und mehr tatsächlichem Zusammenspiel.
Cloud Islands als Multiplayer-Idee ohne Terminzwang
Wie funktioniert der Multiplayer in Pokémon Pokopia? Ähnlich wie bei den Schlummerinseln in Animal Crossing trennt Pokopia den Mehrspielerbereich von der eigenen Hauptinsel. Statt eurem persönlichen Fortschritt ständig dazwischenzufunken, gibt es einen separaten Ort, der als leere Leinwand für Terraforming und Dekoration dient.
Der entscheidende Unterschied steckt im Detail: Pokopia erlaubt Besuche und gemeinsames Arbeiten auf diesen Inseln, selbst wenn die Person, die sie erstellt hat, gerade offline ist. Der Director Takuto Edagawa erklärte gegenüber Famitsu sinngemäß, dass diese Inseln auch dann zugänglich bleiben, wenn der Host nicht aktiv spielt. Genau das adressiert ein echtes Alltagsproblem vieler Gruppen: Es ist schwer, mehrere Zeitpläne so zu koordinieren, dass wirklich alle gleichzeitig online sind.
Diese zunächst leeren Inseln können auch dann besucht werden, wenn der Host nicht spielt.
Pokopia nennt dieses Konzept Cloud Islands. Eingeladene Freunde können dort jederzeit loslegen, ähnlich wie man es von privaten Servern in Minecraft kennt. Das ist nicht nur komfortabel, sondern verändert die Dynamik: Die Insel wirkt weniger wie ein Anbau an das Savegame einer Person, sondern eher wie ein gemeinsames Projekt, das immer verfügbar ist.
Warum Animal Crossing hier nachziehen sollte
Warum ist das Host-Prinzip bei Animal Crossing ein Problem? Die Schlummerinseln in New Horizons sind zwar ein guter Schritt, haben aber eine klare Einschränkung: Damit andere dekorieren und terraformen können, muss die Person, die diese Insel erstellt hat, anwesend sein. Fällt sie aus, ist der Abend für die Gruppe im Zweifel gelaufen, obwohl eigentlich alle nur entspannt bauen und umgestalten wollten.
Gerade bei Cozy-Games ist das bitter, weil sie von Spontanität leben. Man möchte kurz reinschauen, zwei Wege pflastern, ein Café-Eckchen umbauen oder eine Jahreszeiten-Deko ergänzen, ohne vorher im Chat zu klären, wer heute Host sein kann. Pokopia zeigt, dass es auch anders geht, ohne das Grundprinzip einer persönlichen Heimatinsel aufzugeben.
Und dann ist da noch ein weiterer wunder Punkt, den Animal Crossing endlich konsequent angehen müsste: das lokale Koop-Erlebnis auf einer Konsole. In New Horizons bekommt die zweite Person auf derselben Insel eine stark abgespeckte Erfahrung, was ausgerechnet im Wohnzimmer-Koop frustriert. Wenn Nintendo mit einem neuen Ableger für Switch 2 ohnehin an den Systemen schraubt, wäre das der perfekte Moment, Multiplayer sowohl online als auch lokal moderner zu denken.
Konkrete Features, die ein neues Animal Crossing übernehmen könnte
Welche Multiplayer-Features würden Animal Crossing wirklich verbessern? Wenn Nintendo sich am Cloud-Island-Prinzip orientiert, ließen sich einige Multiplayer-Baustellen der Reihe mit vergleichsweise klaren Design-Entscheidungen entschärfen.
- Persistente Koop-Inseln, die für eingeladene Freunde auch ohne Host jederzeit betretbar sind.
- Ein echter Gemeinschaftsmodus, in dem Fortschritt, Dekorationen und Ressourcen fair zwischen allen Beteiligten verwaltet werden.
- Optionale Rechteverwaltung, damit Gruppen festlegen können, wer terraformen, platzieren oder abbauen darf.
- Besserer lokaler Koop, bei dem die zweite Person nicht wie ein Gast im eigenen Wohnzimmer behandelt wird.
Unterm Strich wäre das kein Feature nur für Hardcore-Fans, sondern genau die Art Quality-of-Life-Verbesserung, die Animal Crossing langfristig frisch hält. Gerade jetzt, wo neue Cozy-Games stärker um Zeit und Aufmerksamkeit konkurrieren, könnte ein moderner Multiplayer zum wichtigsten Verkaufsargument des nächsten Teils werden.
Wie wichtig ist euch Multiplayer in Animal Crossing, und würdet ihr eine gemeinsame Insel ohne Host-Pflicht tatsächlich regelmäßig nutzen? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.




