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Ocarina of Time auf Switch 2 – Remake, 4K-Remaster oder lieber neues Zelda?

Fast 30 Jahre nach dem N64-Release sorgt The Legend of Zelda: Ocarina of Time wieder für Gesprächsstoff, diesmal wegen der Frage, ob Nintendo dem Klassiker auf der Switch 2 endlich ein modernes Remake spendiert. In der Community prallen dabei zwei Lager aufeinander: Die einen wollen Hyrule mit zeitgemäßer Technik neu erleben, die anderen sehen in der Remake-Debatte vor allem eine Ablenkung von dem, was sie wirklich möchten: ein komplett neues Zelda-Abenteuer.

Der Streit entzündet sich auch daran, dass Ocarina of Time 2011 bereits eine überarbeitete Version auf dem Nintendo 3DS bekommen hat. Für manche ist das Thema damit erledigt, für andere wirkt genau dieser Umstand heute eher wie ein Argument dafür, dass eine erneute Neuauflage überfällig ist.

Ein Klassiker mit besonderem Stellenwert

Warum gilt Ocarina of Time bis heute als Meilenstein? Der Titel erschien am 21. November 1998 und war das erste Zelda mit 3D-Grafik. Neben der technischen Weiterentwicklung wurden damals vor allem Inszenierung, Musik, Spielgefühl und das Writing gefeiert, weshalb Ocarina of Time bis heute regelmäßig in Bestenlisten der wichtigsten Games aller Zeiten auftaucht.

Gerade weil der Sprung in die dritte Dimension so prägend war, ist die Erwartungshaltung an jede moderne Neuauflage riesig. Viele Fans hängen an der ursprünglichen Atmosphäre, am Look und am Rhythmus des Gameplays. Genau das macht den Gedanken an ein Remake so heikel: Wer zu viel verändert, riskiert den Charakter des Originals, wer zu wenig verändert, liefert womöglich nur ein teures Nostalgie-Produkt.

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Dass Nintendo bislang kein Remake für aktuelle Konsolen angekündigt hat, wirkt auf manche ähnlich verwunderlich wie bei anderen Kultspielen, die seit Jahren nach einer großen Neuinterpretation rufen. Gleichzeitig zeigt die Geschichte von Remakes in der Branche, wie schnell selbst gut gemeinte Modernisierungen zu Streitpunkten werden können.

Die Remake-Debatte rund um Switch 2

Wann war die letzte große Überarbeitung und warum spaltet das? Die letzte offizielle Modernisierung war The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D für den Nintendo 3DS im Juni 2011. In einer aktuellen Diskussion in der Fangemeinde wurde genau darauf verwiesen, dass diese Version für einige bereits als Remake zählt.

Andere halten dagegen, dass seit 2011 so viel Zeit vergangen ist, dass eine neue Konsolenfassung mehr als gerechtfertigt wäre. Dabei wird gerne ein Vergleich bemüht: Zwischen dem Original von November 1998 und der 3DS-Neuauflage lagen weniger Jahre als inzwischen zwischen 2011 und Ende 2025. Für viele fühlt sich das wie ein Kipppunkt an, an dem ein Klassiker entweder würdig zurückkehrt oder weiter auf portierte Legacy-Versionen reduziert wird.

Die Kernfrage lautet damit weniger, ob Ocarina of Time ein Remake verdient hat, sondern welches Ziel Nintendo überhaupt verfolgen würde: ein Prestige-Remake, ein technisch sauberes Update oder einfach eine komfortable, moderne Möglichkeit, den Klassiker auf aktueller Hardware zu spielen.

Remaster statt radikalem Neuaufbau

Welche Art von Neuauflage wünschen sich viele? Auffällig ist, dass ein großer Teil der Stimmen gar nicht nach einem kompletten High-End-Neuaufbau ruft. Stattdessen wird eine pragmatische Lösung genannt: ein 4K-Remaster der 3DS-Version, idealerweise mit besseren Texturen, stabiler Performance und moderner Auflösung.

So ein Ansatz könnte gleich mehrere Erwartungen bedienen. Zum einen würde der Stil der 3DS-Fassung erhalten bleiben, den viele als sehr nah am Geist des Originals empfinden. Zum anderen gäbe es einen spürbaren Technik-Boost, ohne dass Nintendo das Spiel vollständig neu interpretieren müsste. Der Wunsch nach einer Veröffentlichung auf Switch und Switch 2 wird dabei ebenfalls laut, damit nicht wieder eine Plattformgeneration ausgeschlossen wird.

Genau hier zeigt sich aber auch die Spaltung: Für die einen ist ein Remaster die perfekte, risikoarme Lösung. Für die anderen wäre es nur ein weiterer Recycling-Schritt, der Ressourcen bindet, die lieber in ein neues Zelda fließen sollten.

Der Wunsch nach neuem Zelda statt Nostalgie

Was stört einige Fans an der Remake-Welle? Neben aller Liebe zum Klassiker gibt es in der Diskussion auch klare Gegenpositionen. Ein Teil der Community hat genug von Neuauflagen und will die volle Aufmerksamkeit auf neue Abenteuer lenken.

Vergesst die Remakes. Ich will ein neues Zelda.

Diese Haltung ist nicht zwingend gegen Ocarina of Time gerichtet, sondern gegen den Trend, große Namen immer wieder aufzubereiten. Gerade bei einem Franchise, das regelmäßig neue Ideen ausprobiert, wirkt die Angst nachvollziehbar, dass ein Remake den Release-Rhythmus neuer Titel ausbremst oder kreative Risiken ersetzt.

Unterm Strich geht es also um Prioritäten: Soll Nintendo einen der größten Klassiker der eigenen Geschichte modernisieren oder die Energie in das nächste große Kapitel der Reihe stecken?

Wie siehst du das: Würdest du auf der Switch 2 lieber ein Ocarina of Time Remake oder nur ein sauberes 4K-Remaster der 3DS-Version spielen, oder willst du stattdessen unbedingt ein komplett neues Zelda? Schreib es in die Kommentare.

B.J. Blazko

B.J. ist der glorreiche Bastard unter den Gaming-Redakteuren. Wenn er nicht gerade in alte Verliese oder Burgen einbricht, um fragwürdige Zeitgenossen um ihre Habe zu erleichtern, zockt er gemütlich mit seiner Familie eine Runde auf der Couch. Ein Cup in Mario Kart, Luigis Mansion und manchmal sogar Animal Crossing.
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