PLAYCENTRAL TEST Might & Magic Heroes 6

Might & Magic Heroes 6: Runde für Runde, Schlacht für Schlacht – Mit den Heroes auf dem Schlachtfeld

Von Tobias Fulk - Test vom 18.10.2011 09:00 Uhr

Nachdem das französische Studio Ubisoft mit dem dritten Teil der „Heroes of Might and Magic“-Serie (alter Name) im Jahr 1999 am Rande der Perfektion des rundenbasierten Strategiespiels angelangt war, ist es mit dem mittlerweile sechsten Teil Zeit für einige Neuerungen. Das Grundprinzip bleibt auch bei Might and Magic: Heroes VI das gleiche, jedoch wurden einige neue Elemente epischer Genres hinzugefügt. Welche das sind, ob der Neuanstrich der beliebten Serie von Ubisoft gut tut und was es sonst noch zu berichten gibt, erfahrt ihr in diesem Review-Artikel.

Ein kleiner Rückblick

Rund fünfeinhalb Jahre liegen zwischen dem Release des fünften Teils (2006 / Nival Interactive) und Might and Magic: Heroes VI. Die spannende Frage lautet: Wie sehr beeinträchtigt die Serie der nächste Entwickler-Wechsel? Nachdem Teil fünf noch von Nival Interactive entwickelt wurde, übertrug Ubisoft für Teil sechs alle Rechte an Black Hole Entertainment (u.a. Warhammer: Battle March). Wie bereits in der Einleitung erwähnt sieht die Fangemeinde der Heroes-Reihe Teil drei weiterhin als den „besten Teil des gesamten Franchise“ an. Nachdem sich Ubisoft mit dem Release von Teil vier im Jahr 2002 einige Karten verspielt hatte, versöhnte man sich mit Teil fünf wieder. Im Vorfeld zu Teil sechs, welcher der aktuellste Ableger ist und ebenfalls einige Neuerungen in die Serie integriert, gab es große Zweifel bei den verbliebenen Fans. Wie beantworten nun die Frage, ob diese berechtigt sind oder nicht.

 

Elfen gekuschel war gestern!

Auch wenn es nach außen einige Veränderungen und neue Features in Might and Magic: Heroes VI gibt, das Grundprinzip bleibt von Entwickler Black Hole unangetastet. Zu den vier bekannten Fraktionen Zuflucht (menschliche Ritter mit Engeln), Inferno (Höllen-Dämonen), Necropolis (Skelette, Vampire oder Zombies) sowie die Bastion (Orks, Goblins oder weitere Waldgestalten) gesellt sich eine weitere Fraktion hinzu: Die Sanktuariums-Fraktion ist eine Mischung aus japanischen Samurais, den Magiern Nagas und den mythischen Drachen- & Kampfkröten-Wesen. Die neue Fraktion fügt sich gut in die allgemeine Auswahl und gefiel uns auf Anhieb sehr gut.

Wir schwören auf Rache und Blut!

Die Hauptgeschichte von Might and Magic: Heroes VI ist relativ einfach erklärt. Wir wählen einen von fünf Helden aus, welche allesamt ein Ziel besitzen: Den gefallenen Vater Slava zu rächen. Die Geschichte wird dabei in eindrucksvollen Zwischensequenzen erklärt. Während wir zu Beginn noch Probleme mit einigen Story-Schnipseln hatten, erstrecken sich diese im späteren Verlauf der Kampagne in dramatischen Geschehnissen. Die Einzelspieler-Kampagne ist in fünf verschiedene Kapitel aufgeteilt, welche vom Spieler in beliebiger Reihenfolge erlebt werden können. In jedem dieser fünf Kapitel spielen wir einen anderen der fünf Geschwister, wodurch zwei verschiedene Enden auf den Spieler warten.

 

Might and Magic: Heroes 6 wird aus der Vogelperspektive gesteuert. Nachdem wir unseren Helden gewählt haben starten wir in einer Spielwelt, welche wir in typischer Rollenspiel-Manier erkunden. Wir ziehen durch Dungeons sowie Wälder und bekämpfen dabei neutrale Waldbewohner wie etwa Wölfe, Bären oder andere Gestalten. In einigen Situationen werfen sich uns auch gegnerische Truppen in den Weg, welche wir in den rundenbasierten Schlachten niedermetzeln. Für einige Spieler enttäuschend dürfte die neue Stadtansicht sein. Während bei älteren Teilen der Serie noch jedes einzelne errichtete Gebäude angezeigt wurde, offenbart sich uns nun ein karges Menü mit farbigen Bildchen – schade!

Wir sagen JA zu Kernelementen!

Das Kernelement von Might and Magic sind und bleiben die Belagerungsschlachten. Es macht einfach riesigen Spaß, gegen feindlichen Gegner anzutreten und zu wissen: „Wenn ich diesen Kampf gewinne, gehört mir eine neue, ausbaubare Festung“. Die rundenbasierten Kämpfe laufen dabei wie gewohnt ab: Zunächst ziehen wir, dann die gegnerische Gruppe. Auf dem viereckigen Schlachtfeld angezeigt wird immer nur eine Figur der jeweiligen Art. An einer kleinen Ziffer erkennen wir, wie viele gegnerische Objekte wir noch besiegen müssen. Und eine gute Nachricht oben drauf: Das Initiativsystem des fünften Teils, welches dem Gegner zwei schnelle Züge erlaubte, wurde Gott sei dank entfernt.

 

Ein weiteres Kernelement ist die Weiterentwicklung und der Ausbau unserer Truppen. Nur wer seine einzelnen Soldaten sowie seinen Helden nach und nach mit neuen Fertigkeiten und Attributen aufwertet, hat im Storyverlauf eine realistische Chance. Zaubersprüche werden nun nicht mehr durch unübersichtliche Menüfenster ausgesprochen, sondern über eine praktische Schnellstartleiste. Insgesamt findet man Neuerungen im Kampfsystem nur im Detail, welche Serien-Kennern jedoch schnell ins Auge fallen. Leider fiel uns die KI in der ein oder anderen Schlacht etwas negativ auf. Sie attackieren zwar taktisch korrekt zunächst Fernkämpfer und Magier, allerdings taten sie dies in einem so strickten Muster, dass wir unsere Fernkämpfer als Lockvögel vor die feindlichen Truppen stellen konnten. Hier könnte in Zukunft mit einem Patch nachgeholfen werden.

Altmodische, aber ansprechende Technik

Technisch befindet sich Might and Magic: Heroes VI auf einem soliden, relativ zeitgemäßen Level. Zwar stören die relativ schwachen Animationen in den sonst sehr gelungenen Zwischensequenzen und auch die Texturenschärfe ist zwar für Heroes-Verhältnisse sehr gut, jedoch im Vergleich zu anderen Genre-Kollegen eher schwach. Dafür stechen natürliche Farben sowie ein relativ hoher Detailgrad positiv heraus. Dies gilt übrigens auch für die deutsche Vertonung, welche Ubisoft-typisch auf professionellem Niveau präsentiert wird.

84
Might & Magic Heroes 6 im Test

Fazit und Wertung von Tobias Fulk

 

Fazit:

Wie bereits erwähnt hatten Serien-Kenner im Vorfeld große Bedenken, dass Might and Magic: Heroes VI durch die ein oder andere Veränderung nicht mehr das typische Spielerlebnis wird. Doch wir können euch nach ausführlichen Sessions beruhigen: Heroes VI ist weiterhin Might and Magic. Black Hole Entertainment hat das Franchise an den richtigen Stellen verfeinert und verbessert. Besonders gut gefallen hat uns die fünfteilige Kampagne, welche in dramatischen Zwischensequenzen präsentiert wird und in zwei verschiedenen Enden mündet. Auch die Präsentation kann überzeugen, jedoch fällt diese im Gegensatz zu anderen Genre-Vertretern ein wenig enttäuschend aus. Fans von rundenbasierten Strategiespielen mit Fokus auf Weiterentwicklung der Truppen, Festungen und Helden sollten unbedingt zugreifen!

Pro

+Sehr gelungene Kampagne
+Fünf Kapitel mit zwei Enden
+Altbewährtes Heroes Feeling vorhanden
+Drei verschiedene Schwierigkeitsgrade
+Sehr gute Bedienung
+Spannende Belagerungsschlachten
+Professionelle deutsche Vertonung
+Detailreiche Umgebungen
+Dramatische Zwischensequenzen...

Contra

-… welche unter schwachen Animationen leiden
-Wegfall der klassischen Stadtansicht
-Story zu Beginn verwirrend
-Leichte KI Schwankungen

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