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Kinostarts: Warner setzt Künstliche Intelligenz zur Vorhersage von Tops oder Flops ein

Von Vera Tidona - News vom 10.01.2020 17:00 Uhr
© Warner Bros. Pictures – „Justice League“

Die Produktion eines Films wird immer teurer. Umso mehr ist es einem Studio wie Warner Bros. Pictures wichtig, keinen Verlust an den Kinokassen zu machen. Ein KI soll mit Algorithmen nun Gewinn und Verlust eines Films vorab ermitteln.

Ob ein Kinofilm zum Publikumshit wird und eine Menge Geld einspielt oder doch zum Kassengift wird, ist nicht immer voraussehbar. Sicherlich lassen sich schon erste Trends vor dem Release ermitteln, etwa mit Test-Screenings. Dennoch muss das Studio erst das Startwochenende in den Kinos abwarten, um sich sicher zu sein: Der Film wird ein Hit – oder halt nicht.

Das möchte Warner Bros. Pictures nun nicht mehr dem reinen Zufall überlassen und schließt eine Partnerschaft mit der Technik-Firma Cinelytic ab. Die haben ein neues intelligentes System entwickelt, das Daten und Analysen auswertet. Damit soll das Programm dem Studio eine fast hundertprozentige Prognose darüber abliefern, ob die neuste Filmidee ein Hit wird oder eher nicht. Künftig setzt man somit auf das Wissen eines Roboters, statt auf das eigene Einschätzungsvermögen wie in der vergangenen Jahre.

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Roboter entscheiden künftig: Filmhit oder Flop

Was fast wie eine Verzweiflungstat aussieht, könnte jedoch die Zukunft des Filmemachens revolutionieren. Wahrscheinlichkeitsberechnungen mittels Künstliche Intelligenz und Algorithmen sind schon jetzt in vielen Bereichen Standard. Nun erobert die Idee auch den kreativen und künstlerischen Bereich.

„Das System kann in Sekundenschnelle berechnen, was ein Mensch in Bezug auf die allgemeine Bewertung von Filmen oder den Wert eines Stars in den vergangenen Tagen beurteilt hat. Es ist gut darin, große Datenmengen zu verarbeiten und Muster zu erkennen, die für Menschen nicht sichtbar wären. Aber für kreative Entscheidungen braucht man immer noch Erfahrung und Bauchgefühl", stellt Tobias Queisser von Cinelytic sein revolutionierendes Programm vor.

Warum Warner sich für diesen ungewöhnlichen Schritt entschieden hat, lässt sich an den vergangenen Kinostarts ablesen. Mit dem neuen System möchte man künftig massive Kinoflops vermeiden, die dem Studio schon einen Millionen-Verlust einbrachten.

Allein im Jahr 2019 zählen dazu Blockbuster wie „Godzilla: King of the Monsters“, die bei den Zuschauern nicht den gewünschten Erfolg einbrachten – und nicht zu vergessen die letzten DCEU-Filme „Batman v Superman“ und „Justice League“ als Negativ-Beispiel. Gleichzeitig wurde das Studio von dem fulminanten Erfolg des Joker-Films überrascht, der sogar einen Oscar gewinnen konnte.

„Wir treffen jeden Tag schwierige Entscheidungen, die sich darauf auswirken, was – und wie – wir Filme produzieren und an Kinos weltweit liefern. Je präziser unsere Daten sind, desto besser können wir unser Publikum ansprechen.", erläutert Warners Studio-Chef.

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Kann ein KI über die Vorlieben der Kinogänger entscheiden?

Warner ist nicht das erste Filmstudio, das einen Deal mit dem vor vier Jahren gegründete Cinelytic eingeht. Im letzten Herbst ging etwa das US-Studio STX Entertainment eine vergleichbare Partnerschaft ein. Allein in den letzten Jahren musste das Studio einige Verluste hinnehmen, wie etwa mit Luc Bessons „Valerian“, dem „Playmobil“-Film oder „Uglydolls“.

Cinelytic hat mit Warner erstmals ein großes Hollywood-Studio für sein Produkt gewinnen können. Ob die Arbeit mit der KI in Zukunft Früchte tragen wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht bleibt einem renommierten Filmemacher wie Luc Besson künftig ein so großer Kinoflop erspart, der sich mit „Valerian“ ein Kindheitstraum erfüllen wollte.

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