PLAYCENTRAL NEWS F1 2011

F1 2011: Test: Heißer Flitzer oder rostener Schrotthaufen?

Von Redaktion PlayCentral - News vom 07.10.2011 11:20 Uhr

Während Sebastian Vettel sich bereits in den nächsten WM-Titel krallt, brettert unser Dennis noch als Anfänger in der Formel 1 über die Pisten des Gran Prix. Mit heißen Flitzern geht es ab, auf die Weltstrecken und das in keinem anderen Renner als F1 2011. Auch dieses Jahr hat sich Codemasters die Lizenz geschnappt und einen brandheißen Feger auf den Markt gebracht. Ob der Autor dieser Zeilen, ein Rennspiel-Veteran, zufrieden ist? Das erfahrt ihr in unserem F1-2011-Test!

Boliden, die einem beinah das Trommelfell aus den Ohren haut, so schnell sind, wir manch ein Flugzeug beim starten oder einfach nur solch einen dröhnenden Sound haben, dass man glatt auf Vollgas gehen will – Ganz klar, dass wir von den heißen Schlitten aus dem Motorsport F1 sprechen. Der beliebte Rennsport, der derzeit von Sebastian Vettel angeführt wird, feiert auch in diesem Jahr sein Release auf den Konsolen und dem PC. Ein Grund für uns, zunächst als kleiner Fisch bei einem der kleineren Teams anzufangen. Zum Start seiner Karriere hat der Spieler nämlich die Möglichkeit, zwischen verschiedene Rennanstalten zu wählen. Darunter befindet sich beispielsweise HRT. Im Verlauf verschiedener Rennen heißt es dann, sich praktisch hoch zu leveln. Letztendlich werden nämlich die Rundenzeiten, Siege und Positionen in den Qualifikationen berechnet und mit Experience-Points verarbeitet. Wer besonders gut seine Runden dreht, dem winken bereits erste Einladungen von anderen Teams.

 

In unserem Fall bretterten wir bereits in den ersten Runden auf die Pole Position und kassierten Siege. Doch was sich hier so leicht anhört, kann schnell schief gehen. Verzettelt sich der Fahrer und bremst beispielsweise zu spät in einer Kurve ab, so kann der Flitzer im Kiesbett landen. Dies schadet nicht nur dem Wagen sondern besonders eure Zeit. Auch die Reifen eures Autos beeinflussen das Spiel. Fahrt ihr über Kies, so schüttelts und die heißt Boxengasse sollte aufgesucht werden. Binnen von wenigen Sekunden werden die Reifen ausgewechselt. Jedoch solltet ihr vorab, bevor das Rennen überhaupt beginnt, im Upgrade-Menü die Stärke der Reifen auswählen. Dies hat Auswirkungen auf die Rundenzahl und das Anfahren der Boxengasse. Fahrt ihr beispielsweise mit harten Reifen, so könnt ihr länger auf der Piste bleiben. Bei Regen sind, ganz logisch, Regenreifen erforderlich. Fährt man dennoch mit harten- oder weichen Reifen, so kommt man schnell ins Schleudern. Auch hier merkt man, dass sich die Entwickler von Codemasters deutlich ins Zeug gelegt haben.

Seid ihr mal im Verzug, so gibt euch das Team per Funk aus der Boxengasse bescheid, mit wie vielen Sekunden ihr im Rückstand des Sektor legt. Solltet ihr einen Schaden am Wagen haben, so wird auch hier per Funk mitgeteilt, dass ihr die Box aufsuchen sollt. Die Qualität der Sprüche ist besonders gut hervorzuheben und machen das Rennen besonders realistisch und authentisch. Dafür ist das Schadensmodell mau. Hier gibt es kaum sichtbare Einschnitte in der Kasserorie.
Was ebenfalls stöhrend wirkt, sind die Interviews zwischen den Rennen. Ein fiktiver TV-Sender – nicht Kai Ebel – will euch unbedingt vor die Linse kriegen und letztendlich Fragen nach dem Motto "Wie sehen sie Ihre Chancen in dieser Saison?" beantwortet bekommen. In den meisten Fällen denkt sich der Pilot still und heimlich "hau ab!".

Dicke Autos, dicke Lizenz

Wie bereits eingangs erwähnt, krallte sich Publisher- und Entwicklerschmiede Codemasters die gesamte Formel-1-Lizenz. Daher kaum verwunderlich, dass alle Fahrer und Teams vorhanden sind. Praktisch gesehen ist der Codemasters-Renner das FIFA unter den Racern. Piloten wie Sebastian Vettel, Michael Schuhmacher, Button oder Webber sind mit von der Partie und sorgen für spannende, wenn auch ab und an öde Rennen. Führt man die Runde an, so heißt es ausschließlich aufpassen und keine Fehler verursachen. Hat man zu viel Vorsprung, so kann man die virtuelle Landschaft in aller Ruhe an sich vorbei ziehen lassen. Wer noch mehr Abstand zu den anderen Fahrern haben will, der aktiviert KERS. Eine Art boost, mit dem ihr als führender Polot mehr Zeit rausholen könnt oder in entscheidenen Momenten andere Renner überholen könnt. Doch vorsicht, KERS steht nur begrenzt pro Runde zur Verfügung und sollte geschickt eingesetzt werden. Dies bezieht sich auch auf das DRS-System, in dem der Spieler den Heckflügel bedienen kann. Auch hier ist das Überholen auf der Strecke ideal, wenn man DRS im richtigen Moment einsetzt.

Ein großes Plus bekommt F1 2011 mit der Integrierung des Safety-Car. Erstmals dürfen Spieler in die Rolle des Bernd Mayländer schlüpfen und in Unfallsituationen vorraus fahren.

Abzug
Was wäre die Formel 1 ohne die strengen Regeln? Wer versucht im Codemasters-Renner zu mogeln, in dem eine Abkürzung genommen wird, der wird brutal bestraft. Zeitabzug heißt die Defensive. Solltet ihr beim Start in eine Kollision verwickelt sein, so wird auch hier der rote Stift angesetzt. Auch hier müssen wir unser Lob die Realitätsnähe aussprechen, auch wenn wir manchmal in den Kontroller für öde Bestrafungen beißen könnten.

Anders sieht es da im Bezug Optik aus. Der Spieler bekommt enorm detaillierte Fahrzeuge, Kurse und Boxengassen geboten, besonders bei Regenfällen sieht F1 2011 grandios aus. Die Strecken wirken zwar auch anschaulich, sind aber an einigen Stellen trist. Die Atmosphäre geht ab und an in die Brüche, wenn der Spieler die konstante Führung des Rennens übernimmt. Optisch muss F1 2011 besonders im Coop-Modus einstecken. Wer beispielsweise mit einem Freund auf der PlayStation 3 oder Xbox-360 spielt, der wird schnell merken, dass die Entwickler hier den grafischen Aspekt in den Keller sinken lassen. Teilweise wirkt der Renner wie ein PlayStation-2-Spiel. Dafür macht der Coop-Modus enorm Spaß, wenn man zusammen über die Pisten in einer Meisterschaft brettert.

Was uns ebenfalls auffiehl sind kurze Nachlader, wenn die Boxengasse während eines Rennen verlassen wird. Zwar läuft F1 2011 enorm flüssig, doch die Patzer wirken etwas stöhrend.  

89
F1 2011 im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Fazit
F1 2011 macht vieles richtig, aber einiges falsch – Für Plus-Punkte sorgte die Lizenz, die Codemasters eingefahren hat und dem Spieler bietet. Alle 19 Strecken aus der Saison sind enthalten, sowie alle Fahrer und Teams. Hier fühlt sich der F1-Fan zuhause. Optisch gibt es bis auf einige Kleinigkeiten kaum was meckern, dafür sorgt der Coop für Enttäuschung. Die Grafik geht enorm in die Knie, wenn man zu zweit den Gran Prix fährt, was spielerisch gesehen deutlich Spaß macht. Positiv sieht es auch bei den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten aus. Der Spieler kann den Simulations-Grad selbst verwalten. Fahr- und Bremshilfen sowie Linien auf der Piste können de- oder aktiviert werden. Somit steigt der Schwierigkeitsgrad und die Motivation ebenfalls.

Unter dem Strich heißt das: F1 2011 ist fast perfekt, wenn nicht die aufgelisteten Patzer wären. Doch jetzt heißt es: Vettel von der Pole verdrängen und den Sieg feiern! Auch wenn nur virtuell!

Pro

+Lizenz überragend, alle Kurse, Fahrer und Teams enthalten
+Tolle Optik, besonders bei Regen
+Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten vor und nach dem Rennen
+Detaillierte Fahrzeuge
+Coop-Modus spaßig
+Saftey-Car endlich mit von der Partie
+Authentischer Boxen-Funk

Contra

-Lange Ladezeiten (Xbox 360)
-Coop-Modus mit schwacher Grafik
-Nervende Interviews vor und nach dem Rennen
-Ab und an Strafen unerklärlich
-Schadensmodell nicht ausgereift
-Ruckeln auf der Xbox 360 beim Verlassen der Boxengasse

News & Videos zu F1 2011

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