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Crimson Desert auf Switch 2 – Digital Foundry rechnet mit 30 FPS dank DLSS

Crimson Desert ist nach jahrelanger Wartezeit im März 2026 endlich für PS5, Xbox Series und PC erschienen und hat einen starken Start hingelegt. Laut Pearl Abyss wurden inzwischen über vier Millionen Exemplare verkauft. Da überrascht es kaum, dass das Studio bereits über weitere Plattformen nachdenkt. Besonders spannend: Pearl Abyss hat bestätigt, dass intern die Forschung und Entwicklung für eine mögliche Umsetzung auf Nintendo Switch 2 läuft.

Die große Frage ist weniger, ob Crimson Desert grundsätzlich portierbar ist, sondern wie stark das Open-World-Action-Abenteuer auf Nintendos Hardware zurückgeschraubt werden müsste. Erste Einschätzungen kommen nun aus der Technik-Ecke und die klingen nach einem Kompromiss-Paket, das trotzdem funktionieren könnte.

DLSS als Schlüssel für eine spielbare Umsetzung

Wie könnte Crimson Desert auf Switch 2 flüssig laufen? Die Technik-Experten von Digital Foundry sehen in Nvidias DLSS-Technologie den entscheidenden Rettungsanker. In ihrem Podcast sprechen sie davon, dass die Switch 2 Crimson Desert voraussichtlich mit 30 FPS und akzeptabler Bildqualität stemmen könnte, gerade weil DLSS das Bild intelligent hochskaliert und damit die GPU entlastet.

Die Nintendo Switch 2 kann das Spiel voraussichtlich mit 30 FPS und einer akzeptablen Bildqualität bewältigen, was vor allem NVIDIA DLSS zu verdanken ist.

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Digital Foundry betont dabei auch, dass DLSS ein echter Vorteil gegenüber Geräten wie Xbox Series S oder Steam Deck sein kann. Kurz gesagt: Wenn die Zielmarke 30 FPS lautet, könnte die Switch 2 das eher über cleveres Upscaling erreichen als über rohe Rendering-Power.

Der erwartete Qualitätsverlust und das The-Witcher-3-Gefühl

Welche Abstriche wären bei Grafik und Auflösung nötig? Digital Foundry zieht einen Vergleich, der Veteranen sofort bekannt vorkommen dürfte: der legendäre Switch-Port von The Witcher 3. Damals lief das Rollenspiel zwar auf der ursprünglichen Switch, aber nur dank spürbar reduzierter Auflösung und stark abgespeckter Details. Für Crimson Desert erwarten die Experten ein ähnliches Szenario.

Als grober Anhaltspunkt könnten laut Digital Foundry die Einstellungen der Xbox Series S dienen, nur dass die Switch-2-Version bei der Auflösung vermutlich noch weiter heruntergehen müsste, um 30 FPS als Basis zu halten. Für die Series S habe Pearl Abyss bereits relativ offen kommuniziert, welche PC-ähnlichen Settings dort zum Einsatz kommen.

Auf der Series S liegen die PC-äquivalenten Einstellungen bei Modellqualität niedrig, Texturqualität niedrig, Schattenqualität niedrig, Reflexionsqualität minimal, Wasserqualität niedrig. Die Switch-2-Version wird die Auflösung voraussichtlich noch weiter absenken müssen, um eine Basis von 30 FPS zu erreichen.

Heißt unterm Strich: Wer auf Switch 2 ein grafisches Pendant zur PS5-Version erwartet, wird sehr wahrscheinlich enttäuscht. Wer aber mit einem sauber laufenden Handheld-Erlebnis leben kann, könnte trotzdem ein rundes Paket bekommen.

CPU als möglicher Flaschenhals für die offene Spielwelt

Warum könnte die Prozessorleistung zum größten Problem werden? Laut Digital Foundry ist nicht primär die Grafik das gefährlichste Nadelöhr, sondern die CPU. Crimson Desert bringt in belebten Arealen hunderte NPCs gleichzeitig auf den Bildschirm. Genau solche Simulationen, KI-Routinen und Crowd-Berechnungen sind klassisches CPU-Terrain und dort könnte die Switch 2 schneller an harte Grenzen stoßen als bei reiner Pixelarbeit.

Wir haben Titel gesehen, die im Hinblick auf die GPU-Leistung gut auf der Switch 2 skalieren, aber sobald CPU-lastige Dinge ins Spiel kommen, erreicht man eine Schwelle. Dann können Entwickler nicht viel tun, außer NPCs zu entfernen oder die Sichtweite massiv zu verringern.

Die Konsequenz wäre relativ eindeutig: weniger NPC-Dichte, möglicherweise aggressiveres Streaming, geringere Sichtweite und generell ein stärker vereinfachtes Weltbild in Hotspots. Digital Foundry meint sinngemäß, Pearl Abyss müsse ähnlich viel CPU-Optimierungsarbeit investieren, wie es seinerzeit bei The Witcher 3 auf Switch nötig war. Der pragmatischste Weg nach vorn sei dabei schlicht, die Menge an NPCs zu reduzieren.

Was das für euch als Switch-2-Fans bedeuten könnte

Worauf dürft ihr euch bei einer Switch-2-Version einstellen? Wenn Pearl Abyss den Port wirklich durchzieht, dürfte Crimson Desert auf Switch 2 vor allem ein technisch stark angepasstes Erlebnis werden: Zielrichtung 30 FPS, DLSS-Upscaling, deutlich niedrigere Auflösung als auf Series S und weniger Details in vielen Grafikreglern. Dazu kommen spürbare Einschnitte bei NPC-Massen und Sichtweite, damit die CPU nicht kippt.

Trotzdem klingt es nicht nach einem hoffnungslosen Unterfangen. Digital Foundry hält eine Umsetzung grundsätzlich für machbar, mit der Einschränkung, dass die Welt weniger bevölkert und sichtbar schlichter wäre. Gerade im Handheld-Modus könnte das Gesamtpaket am Ende dennoch überraschend gut funktionieren, wenn die Optimierung sitzt.

Würdet ihr Crimson Desert lieber unterwegs mit klaren Abstrichen spielen, oder ist das für euch ein Titel, der nur in maximaler Qualität auf PS5, Xbox Series oder PC Sinn ergibt? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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