Mit dem immensen Erfolg von Baldur’s Gate 3 hat sich Larian Studios selbst die Messlatte extrem hoch gelegt. Dennoch scheint das nächste große Rollenspielprojekt des Studios, ein neuer Titel aus dem Divinity-Universum, bereits in einem entscheidenden Punkt vielversprechender zu sein: den Beziehungen zwischen den Begleitern.
Während Baldur’s Gate 3 vor allem durch seine Tiefe, Entscheidungsfreiheit und spektakuläre Inszenierung glänzte, gab es im Bereich der Beziehungssysteme durchaus Kritik. Genau hier setzt Divinity an – und verspricht weitreichende Verbesserungen.
Mehr Tiefe in den Beziehungen
Wie will Divinity die Beziehungen realistischer gestalten? In einer Q&A-Session betonte Kevin VanOrd, Senior Writer bei Larian, dass das neue Divinity stärker auf authentische und vielschichtige Beziehungen zwischen den Begleitern setzt. Das bedeutet nicht nur intensivere Verbindungen zwischen den Gefährten, sondern auch subtilere Verläufe der Interaktionen mit der Spielerfigur selbst.
Im Gegensatz zu Baldur’s Gate 3, wo romantische Beziehungen oft sehr direkt und vorhersehbar verliefen, soll Divinity auf eine nuanciertere Erzählweise setzen. Die Charaktere sollen sich nicht mehr nur um den Spieler drehen, sondern auch eigenständige Bindungen untereinander aufbauen können.
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Komplexe Gefährten mit eigener Agenda
Was unterscheidet das neue Gefährtenkonzept von Baldur’s Gate 3? In Baldur’s Gate 3 war es relativ einfach, eine Beziehung mit nahezu jedem Gefährten einzugehen – selbst wenn andere Optionen im Raum standen, fehlte es oft an echter Konkurrenz oder Eigenständigkeit der Figuren. Das neue Divinity will dieses starre System aufbrechen.
Gefährten sollen künftig auch untereinander romantische oder platonische Beziehungen entwickeln können. Wenn du dich als Spieler gegen eine Romanze entscheidest, könnten sich zwei deiner Begleiter stattdessen näherkommen – ein System, das die Immersion deutlich erhöhen könnte.
Subtilere Entwicklung von Freundschaften
Wie soll sich die Spielerbindung zu Gefährten verbessern? VanOrd sprach auch davon, dass Freundschaften zwischen Spielercharakter und Gefährten künftig differenzierter gestaltet werden sollen. In Baldur’s Gate 3 führte ein Abweisen romantischer Avancen oft zu einem völligen Abbruch der Beziehung. Das neue System soll das verhindern und auch platonische Bindungen lohnend machen.
Durch mehrstufige Dialoge und gemeinsame Erlebnisse könnten sich Freundschaften natürlich entwickeln, ohne dass sie an eine Romanze gekoppelt sind. Das erlaubt mehr Freiheit und emotionale Tiefe während der Kampagne.
Mehr Interaktion unter den Begleitern
Was bringt mehr Interaktion zwischen NPCs fürs Gameplay? Wenn Gefährten ihre eigenen Beziehungen entwickeln, eröffnet das neue erzählerische Möglichkeiten. Konflikte, Eifersucht, Loyalität oder sogar überraschende Allianzen könnten Teil der Erzählung werden. Dadurch fühlt sich die Welt lebendiger und glaubwürdiger an.
Ein Vorbild dafür könnten BioWare-Spiele wie Dragon Age oder Mass Effect sein, in denen Begleiter teils unabhängig agieren und sich weiterentwickeln. Larian scheint diesen Weg nun ebenfalls einzuschlagen – ein Schritt, den viele Fans begrüßen dürften.
Weitere geplante Verbesserungen
Welche anderen Änderungen sind für Divinity angekündigt? Neben dem Beziehungsaspekt kündigte Larian auch an, sich spielerisch wieder stärker an den Wurzeln der Divinity-Reihe zu orientieren. Das D&D-5e-Regelwerk, das in Baldur’s Gate 3 zum Einsatz kam, wurde von einem der Entwickler als „einschränkend“ bezeichnet. Eine Rückkehr zu einem flexibleren Level- und Fähigkeiten-System könnte für mehr kreative Freiheit sorgen.
Ein weiterer spannender Hinweis kam von Nick Pechenin, der von einem Feature sprach, das er schon immer umsetzen wollte. Die Hinweise deuten darauf hin, dass es sich um ein Schwimmsystem handeln könnte – ein Element, das in bisherigen Larian-Spielen fehlte und neue Erkundungsmöglichkeiten eröffnen würde.
Was Divinity besser machen könnte als Baldur’s Gate 3
Warum könnte Divinity das bessere RPG-Erlebnis bieten? Wenn Larian es schafft, glaubwürdige Beziehungen zwischen Gefährten zu etablieren, die nicht vom Spielercharakter abhängig sind, wäre das ein bedeutender Fortschritt im Rollenspiel-Genre. Die emotionale Tiefe, die daraus entstehen kann, würde nicht nur das Storytelling verbessern, sondern auch die Relevanz jeder Entscheidung erhöhen.
Auch das subtilere Fortschreiten von Beziehungen – ob romantisch oder freundschaftlich – verspricht ein deutlich natürlicheres Gameplay-Erlebnis. Zusammen mit einer möglichen Rückkehr zu einem freieren Kampfsystem könnte Divinity das nächste große Meisterwerk von Larian Studios werden.
Was denkst du?
Interessiert dich das neue Beziehungssystem in Divinity mehr als das in Baldur’s Gate 3? Oder fandest du die direkte Art der Romanzen dort reizvoll? Teile deine Meinung gerne in den Kommentaren!