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Seiren Mini: Razers wohl süßestes und kleinstes Mikrofon im Test

Von Patrik Hasberg - Test vom 27.10.2020 14:13 Uhr
Razer Seiren Mini
© Razer

Im Rahmen der RazerCon 2020 hat Razer mit dem Seiren Mini sein bislang kleinstes und zugleich auch günstigstes USB-Mikrofon vorgestellt, das durch sein kompaktes Design mit Sicherheit in jede noch so kleine Reisetasche passt und dennoch Sound in Profiqualität bieten soll. Ob Razer mit dieser Behauptung Recht behält, haben wir in unserem Test überprüft.

Das Razer Seiren Mini: Lieferumfang

Der Umfang des Razer Seiren Mini ist sehr überschaubar. Neben dem Kondensatormikrofon befindet sich im Inneren des Kartons ein Sockel, auf dessen Unterseite sich Schaumstoff befindet, um nicht zu verrutschen. Zwischen das Mikro und den Sockel wird ein Gewindeanschluss eingeschraubt, schon ist das Seiren aufgebaut und kann auf eurem Schreibtisch Platz finden. Durch den neigbaren Ständer (Kugelgelenk im Inneren) könnt ihr das Seiren X in den für euch passenden Winkel kippen.

Ein knapp zwei Meter langes USB-Kabel wird direkt an die Unterseite des Mikros via Micro-USB angeschlossen. Hier befindet sich eine kleine Aussparung, die durch das Kabel lückenlos geschlossen wird, weshalb das schlichte und kompakte Design nicht gestört wird. Schließlich gehört zum Lieferumfang ein dünnes Heftchen mit Produktinformationen zum Seiren Mini und die Razer-typischen Aufkleber.

Aufgrund des recht geringen Preises besteht das Seiren Mini hauptsächlich aus Kunststoff, was auf den ersten Blick aber kaum ersichtlich ist. Dafür wiegt das Razer Seiren Mini auf den Sockel geschraubt aber auch gerade einmal 282 Gramm bei einer Höhe von rund 16 Zentimetern und ist in verschiedenen Farbvarianten wie Razer Schwarz, Quartz Pink und Mercury weiß erhältlich.

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Habt ihr das Mikro mit eurem PC oder eurem Notebook verbunden, zeigt euch eine kleine LED auf der Vorderseite an, dass es einsatzbereit ist. Dedizierte Tasten oder weitere Anzeigen befinden sich an dem Seiren nicht. Ihr könnt also zum Beispiel nicht direkt den Gain oder die Laustärke des Mikros anpassen. Letzteres lässt sich unter den Geräteeigenschaften in den Sound-Einstellungen oder der jeweiligen Streaming-Software (XSplit, OBS) bzw. Webkonferenz-Software (Microsoft Teams, Zoom) anpassen.

ABTASTRATEMin 44,1 kHz / max 48 kHz
BITRATE16 Bit
KAPSELNKondensator-Kapsel (Ø 14 mm)
RICHTCHARAKTERISTIKASuperniere
FREQUENZGANG20 Hz–20 kHz
Gewicht282 Gramm
Höhe163 mm
Preis60€

„Guter Sound braucht kein großes Mikrofon“

Im Inneren des Kondensatormikrofons befindet sich eine 14-mm-Kondensator-Kapsel, die gemeinsam mit einem niedrigen Frequenzgang präzisen und klaren Sound gewährleisten soll. Das Ziel ist es, dass eure Stimme durch wärmeren und ausgeglicheneren Sound natürlicher klingt. Damit Störgeräusche herausgefiltert werden können, verfügt das Seiren Mini außerdem über einen eingebauten Schwingungsdämpfer. Vibrationen von fremden Quellen werden dadurch reduziert.

Durch die präzise Supernieren-Richtcharakteristik besitzt das Seiren Mini über einen kleineren Aufnahmebereich, als es zum Beispiel bei Kardioide (Herzkurve) der Fall wäre. Dadurch soll ebenfalls gewährleistet werden, dass vor allem die eigene Stimme aufgenommen und Hintergrundgeräusche wie Tippen oder Mausklicks nicht mit in die Aufnahme oder den Stream gelangen.

© Razer

Mikrofonqualität

Doch wie gut oder schlecht ist das Mikro nun wirklich?

Tatsächlich bin ich von der Qualität eines so kompakten Plug-and-Play-Mikrofons recht angenehm überrascht. Die eigene Stimme wird kristallklar übertragen und klingt ähnlich natürlich, wie es bei meinem Rode NT1-A der Fall ist. Insgesamt schafft es das Seiren Mini aber natürlich nicht ganz, die verschiedenen Nuancen der Stimme so detailliert aufzunehmen, wie es bei einem deutlich teureren Kondensatormikrofon der Fall ist. Dennoch ist es beeindruckend wie hoch die Stimme aufgelöst und verständlich gemacht wird.

Auf der anderen Seite könnt ihr an den Einstellungen des Mikrofons kaum noch was ändern. Möchtet ihr zum Beispiel mehr Bass in eure Stimme mischen, könnt ihr dafür weder auf ein Audiopult noch Razer Synapse zurückgreifen.

Entscheidend für die Qualität der Aufnahme ist zudem, wie ihr das Seiren Mini letztendlich nutzen möchtet. Auf den Sockel geschraubt und den Schreibtisch gestellt, wird zum einem durch den recht großen Abstand zu eurem Mund deutlich mehr Raumhall aufgenommen, als es in Kombination mit einem Mikrofonarm der Fall wäre. Zum anderen wird dadurch das Tippen auf der Tastatur und das Klicken der Maus deutlich besser aufgenommen, genau wie Bewegungen, die auf der Schreibtischplatte stattfinden. Hier fehlt wie bei allen Tischmikrofonen die Entkopplung durch einen Mikrofonarm. Zudem bietet sich ein separater Popschutz bei dem Seiren Mini an, wenn ihr es an einen Mikrofonarm recht nah vor eurem Mund positioniert.

© Razer

Fazit von Patrik Hasberg

Mit dem Razer Seiren Mini habt ihr für unterwegs nicht nur ein kompaktes und leichtes Setup im Gepäck, das nahezu überall Platz findet und das vor der Kamera kaum auffällt. Das Seiren Mini könnt ihr bei Bedarf auch an einem Mikrofonarm mit einem 5/8-Zoll Gewinde befestigen und die Qualität durch einen extra Popschutz noch einmal steigern. Razer empfiehlt dazu zum Beispiel den Mikrofonarm Rode PSA1. Für den Einsatz des Seiren Mini müsst ihr nicht einmal unbedingt Razer Synapse installiert haben. Sobald ihr das Mikro via USB-Kabel mit eurem PC, Notebook oder PS4 verbunden habt, könnt ihr auch schon loslegen.

Für ein Plug-and-Play-Mikrofon in dieser Kompaktheit und Preisklasse könnt ihr bei dem Seiren Mini bedenkenlos zugreifen, wenn ihr ein wirklich gutes Mikro für unterwegs oder spontane Videocalls benötigt, das nicht viel Platz benötigt und dazu direkt einsatzbereit ist. Möchtet ihr professionell Streamen oder eure Stimme in möglichst hoher Qualität aufnehmen, solltet ihr etwas mehr Geld für ein festes Setup in die Hand nehmen und euch ein Kondensatormikrofon samt Audiopult, Mikrofonarm und Popschutz zulegen, hiermit werdet ihr auf lange Sicht glücklicher.

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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