Die nächste Konsolengeneration ist gerade erst gestartet, doch ein Blick auf die jüngsten Verkaufsrankings sorgt für Gesprächsstoff: Obwohl die Switch 2 noch brandneu ist, hat sich die PlayStation 5 im vergangenen Monat besser verkauft. Das klingt erst mal nach einem Dämpfer für Nintendo, ist in der Praxis aber vor allem ein spannender Fingerzeig darauf, wie unterschiedlich beide Systeme im Markt gerade positioniert sind.
Während die Switch 2 den typischen Launch-Hype mitnimmt und viele Fans auf das neue Handheld-Hybrid-Konzept setzen, profitiert Sonys Konsole weiter von einem seit Jahren gewachsenen Ökosystem aus großen Blockbustern, einem reifen Zubehörmarkt und einer inzwischen sehr stabilen Lieferlage im Handel. Unterm Strich zeigt der Monat vor allem: Neuheit allein garantiert nicht automatisch die Spitzenposition.
Was hinter dem Verkaufsduell steckt
Warum konnte die PS5 die Switch 2 zuletzt überholen? Ein wichtiger Faktor ist der Zeitpunkt im Konsolenzyklus. Die PS5 ist längst nicht mehr in der Phase, in der Käufer abwarten, ob sich ein System durchsetzt. Viele haben ihre Bibliothek bereits aufgebaut, investieren weiter in neue Releases und schlagen bei Bundles oder zeitlich passenden Angeboten zu. Bei einer frischen Hardware wie der Switch 2 gibt es dagegen häufig ein anderes Kaufverhalten: Einige greifen sofort zu, andere warten bewusst auf mehr Exklusivtitel, größere Hardware-Revisionen oder die erste Preisaktion.
Hinzu kommt, dass die PS5 in mehreren Varianten attraktiv bleibt. Wer maximale Leistung und Laufwerk möchte, nimmt zur Standardkonsole, wer rein digital unterwegs ist, wählt die Digital Edition. Genau diese Wahlmöglichkeiten machen es dem Handel leicht, unterschiedliche Zielgruppen mitzunehmen, besonders wenn zeitgleich starke Releases erscheinen, die den Backlog aufladen und Kaufimpulse setzen.
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Und dann ist da noch der ganz simple Komfortfaktor: Viele spielen bereits auf PS5 und bleiben bei dem System, auf dem ihre Freundesliste, ihre Trophäen, ihre gespeicherten Stände und ihre Online-Abos verankert sind. Bei Nintendo ist der Schritt zur Switch 2 zwar naheliegend, aber ein Teil der Community wartet traditionell ab, ob das Launch-Line-up wirklich den persönlichen Geschmack trifft.
Die entscheidenden Faktoren im Alltag
Welche Gründe beeinflussen die Kaufentscheidung im deutschen Markt besonders? Im Alltag sind es oft weniger die reinen Technikdaten als vielmehr die Summe aus Verfügbarkeit, Spieleangebot und Gewohnheit. Gerade in Deutschland spielen außerdem lokale Deals, Bundle-Zusammenstellungen und die Präsenz in großen Elektronikmärkten eine messbare Rolle.
Typische Treiber, die einer etablierten Konsole wie der PS5 im Monatsvergleich helfen können, lassen sich recht klar benennen:
- Breites Spieleportfolio mit vielen großen Releases und einer starken Auswahl im digitalen Store.
- Etabliertes Zubehör wie zusätzliche Controller, Headsets und Speicherlösungen, die sofort verfügbar und preislich leichter vergleichbar sind.
- Bundles und Promotions, die kurzfristig einen starken Kaufimpuls geben können, ohne dass der UVP offiziell fällt.
- Netzwerkeffekt durch Freundeskreis, Crossplay-Titel und das bestehende Online-Ökosystem.
Für die Switch 2 gilt im Gegenzug: Der stärkste Hebel ist meist das exklusive Software-Angebot, das es so nur bei Nintendo gibt, plus die Flexibilität, unterwegs und am TV zu spielen. Diese Stärken zünden oft besonders dann, wenn ein oder zwei große Systemseller erscheinen und die Konsole nicht nur als Upgrade, sondern als Must-have wahrgenommen wird.
Was das für die kommenden Monate bedeutet
Wie könnte sich das Rennen zwischen Switch 2 und PS5 jetzt entwickeln? Monatsvergleiche sind Momentaufnahmen, gerade rund um Launch-Phasen. Entscheidend wird sein, wie schnell die Switch 2 mit neuen First-Party-Titeln und attraktiven Drittanbieter-Releases nachlegt und ob der Handel die Konsole dauerhaft in ausreichenden Stückzahlen vorrätig hält. Gleichzeitig wird die PS5 weiter davon profitieren, dass 2026 bereits eine große Basis an aktiven Nutzern existiert, die regelmäßig neue Spiele kauft und Abos verlängert.
Spannend wird außerdem, ob Nintendo die Switch-2-Phase ähnlich wie bei der ersten Switch mit einem konstanten Takt an Exklusivhits füllt. Wenn das gelingt, kann die Switch 2 in einzelnen Monaten sehr schnell wieder an der PS5 vorbeiziehen, besonders wenn Releases zusammenfallen und Familien oder Pendler gezielt zur Hybrid-Konsole greifen.
Am Ende ist diese Konstellation vor allem ein Zeichen dafür, dass der Markt aktuell Platz für beide Strategien hat: Sony liefert das starke Wohnzimmer-Ökosystem, Nintendo punktet mit Mobilität und eigenem Stil. Die Verkaufslisten werden in den nächsten Monaten ziemlich sicher noch öfter wechseln.
Wie seht ihr das: Ist es für euch überraschend, dass die PS5 die Switch 2 zuletzt überholt hat, oder war das absehbar? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.





