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Ori-Schöpfer Thomas Mahler kritisiert Xbox-zu viel Nostalgie, zu wenig Mut

Mitten in den aktuell kursierenden Berichten über Entlassungen und mögliche Studioschließungen im Xbox-Umfeld hat sich Thomas Mahler zu Wort gemeldet. Der Mitgründer von Moon Studios und Director hinter Ori and the Blind Forest, Ori and the Will of the Wisps sowie No Rest for the Wicked beschreibt die Lage als schmerzhaft für die Betroffenen, sieht sie aber gleichzeitig als Teil eines größeren Umbruchs.

Mahler verbindet seine Reaktion mit einem grundsätzlichen Blick auf Xbox als Marke und Business. Besonders eine Sache stellt er dabei in den Mittelpunkt: Der Erfolg der Zukunft lasse sich nicht allein aus der Vergangenheit heraus bauen.

Mahlers Statement zur aktuellen Lage bei Xbox

Was sagt Thomas Mahler zu den Xbox-Layoffs? In seinem Beitrag macht Mahler deutlich, dass ihn die Meldungen emotional treffen, weil aus seiner Sicht viele talentierte Leute betroffen sind. Er betont, er wolle das keinesfalls kleinreden, gleichzeitig habe sich diese Entwicklung für ihn aber auch über längere Zeit abgezeichnet.

Es ist herzzerreißend zu sehen, was bei Xbox passiert und dass viele großartige Menschen betroffen sind.

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Mahler ordnet das Ganze zudem als möglichen Startschuss für einen breiteren Kurswechsel ein, der nicht nur Xbox, sondern die Branche insgesamt treffen könnte. Langfristig könne ein solcher Reset sogar positive Effekte haben, wenn er dazu führt, dass wieder konsequenter auf Qualität, Teams und klare kreative Visionen gesetzt wird.

Der Vorwurf: Zu viel Blick zurück statt nach vorn

Warum spricht Mahler von zu viel Nostalgie bei Xbox? Mahler blickt auf die Zusammenarbeit während der Entwicklung der Ori-Reihe zurück und schildert, dass bei Xbox damals aus seiner Sicht vor allem Halo und Gears of War im Mittelpunkt standen, obwohl die ursprünglichen Schöpferstudios Bungie und Epic Games längst nicht mehr federführend waren.

Er habe insgeheim gehofft, dass Ori für Xbox eine ähnliche Rolle einnehmen könnte, wie man sie bei Nintendo mit einer plattformprägenden Figur kennt. Nach dem Kritikererfolg der Reihe habe er sogar mehrfach versucht, die damalige Xbox-Führung per E-Mail davon zu überzeugen, stärker in familienfreundliche Erlebnisse zu investieren. Aus seiner Sicht sei das nicht passiert, weil die Entscheider zu sehr an früheren Erfolgsrezepten festgehalten hätten.

Die Verantwortlichen waren vermutlich zu sehr auf die Vergangenheit fokussiert.

Zentral ist dabei sein Punkt, dass bekannte Marken zwar Aufmerksamkeit bringen, aber nicht automatisch großartige Spiele garantieren. Seine Kernthese: Nicht die IP mache den Unterschied, sondern die Menschen hinter den Projekten.

Das Problem ist, dass großartige Spiele nicht von IP gemacht werden. Sie werden von Menschen gemacht. Nostalgie allein reicht nicht.

Mahler fordert, Xbox müsse in den eigenen Reihen gezielt kreative Köpfe finden und fördern, die für neue Ideen stehen, und dann konsequent auf diese Talente setzen, statt primär auf Markenwert und Wiedererkennung zu bauen. Wenn die richtigen Leute am Steuer seien, sei der Weg zum Erfolg im Grunde simpel: bessere Spiele abliefern als die Konkurrenz.

Reset bei Xbox: Führung, Gerüchte und ein historischer Vergleich

Welche Ereignisse stehen im Kontext von Mahlers Aussagen? Der Kommentar fällt in eine Woche, in der sich bei Xbox viel bewegt: Xbox-CEO Asha Sharma hatte zuletzt in einem internen Schreiben erklärt, dass bei Xbox ein Reset im Gange sei und man die Zukunft neu ausrichten wolle.

Am 15. Juni 2026 verließen zudem Xbox Game Studios-Chef Craig Duncan und die Chief of Staff Louise O’Connor das Unternehmen. Kurz darauf folgten Berichte, wonach Xbox über mögliche Schließungen mehrerer Teams nachdenken soll, darunter Compulsion Games, Double Fine und Ninja Theory. Offiziell bestätigt ist das bislang nicht, Compulsion Games soll sich demnach zumindest in Gesprächen befinden.

Zum Ende seines Statements zieht Mahler einen Vergleich zu Apple: Der Umbau eines riesigen Konzerns sei brutal schwierig, aber nicht unmöglich. Als Beispiel nennt er die Restrukturierung bei Apple im Jahr 1997, als Steve Jobs zurückkehrte, Produktlinien strich, das Marketing neu ausrichtete und eine Partnerschaft mit Microsoft einging. Für Xbox sei der grundlegende Umbau aus seiner Sicht machbar, der Blueprint existiere bereits.

Wie seht ihr Mahlers Kritik an Xbox: Braucht es mehr neue Maskottchen und mutige Experimente, oder ist der Fokus auf große Marken aktuell genau der richtige Weg? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

B.J. Blazko

B.J. ist der glorreiche Bastard unter den Gaming-Redakteuren. Wenn er nicht gerade in alte Verliese oder Burgen einbricht, um fragwürdige Zeitgenossen um ihre Habe zu erleichtern, zockt er gemütlich mit seiner Familie eine Runde auf der Couch. Ein Cup in Mario Kart, Luigis Mansion und manchmal sogar Animal Crossing.
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