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Kingdom Hearts 4 holt Mobile-Figuren zurück – doch Union X ist delistet

Der neue Auftritt von Kingdom Hearts 4 in einer aktuellen Nintendo Direct hat nicht nur frische Einblicke in das Kampfsystem geliefert, sondern auch die Spekulationen um ein Release-Zeitfenster angeheizt. Viele Fans rechnen nach dem Trailer mit einer Veröffentlichung im Jahr 2027, auch wenn Square Enix bislang kein festes Datum genannt hat.

Mindestens genauso viel Gesprächsstoff wie Gameplay und Setting liefern aber die Figuren, die im Video auftauchen. Denn was auf den ersten Blick nach komplett neuen Charakteren aussieht, ist in Wahrheit ein Rückgriff auf eine Kingdom-Hearts-Ecke, die heute kaum noch zugänglich ist: das Mobile-Kapitel, das inzwischen offiziell nicht mehr spielbar ist.

Diese Figuren sind nicht neu, sondern Mobile-Veteranen

Welche Charaktere zeigt der Trailer von Kingdom Hearts 4 wirklich? Im Trailer tauchen mehrere Namen auf, die langjährige Fans bereits aus der Mobile-Zeit kennen. Dabei entsteht schnell der Eindruck, dass Kingdom Hearts 4 bewusst Story-Fäden aus einem Spiel aufgreift, das viele Konsolen-Fans nie selbst erlebt haben.

Zu sehen beziehungsweise stark angedeutet werden Figuren aus Kingdom Hearts Union X und Kingdom Hearts Dark Road, wobei Dark Road inhaltlich mit Union X verknüpft ist. Besonders brisant: Wer diese Charaktere einordnen will, braucht eigentlich das Wissen aus genau diesen Mobile-Titeln.

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  • Ava
  • Strelitzia
  • Sigurd
  • Vali
  • möglicherweise Odin oder der Master of Masters
  • Xehanort
  • Luxord in seiner vollständigen Gestalt, also nicht als Niemand

Ein Detail sticht dabei heraus: Vali soll innerhalb der Ereignisse des Mobile-Handlungsbogens gestorben sein. Dass die Figur nun offenbar in Kingdom Hearts 4 präsent ist, wirft automatisch neue Fragen auf, etwa nach Zeitlinien, Rekonstruktion oder ganz anderen erzählerischen Tricks, für die die Reihe bekannt ist.

Ein wichtiges Kingdom-Hearts-Spiel ist offiziell kaum noch zugänglich

Warum können viele Fans die passende Vorgeschichte nicht mehr nachholen? Der Knackpunkt ist die Verfügbarkeit. Kingdom Hearts Union X startete in Nordamerika 2016 zunächst unter dem Namen Kingdom Hearts Unchained X und wurde 2017 in Union X umbenannt. Dark Road lief später als Teil dieses Kosmos und rollte ungefähr zwischen 2020 und 2022 aus.

Die Online-Unterstützung wurde bereits 2021 eingestellt, wobei Inhalte in die Union-X-App übergingen. Diese App wiederum wurde im August 2024 aus den Stores entfernt. Heißt unterm Strich: Offiziell ist das Spiel für Neueinsteiger praktisch nicht mehr zugänglich, außer man hat es noch auf einem Gerät installiert.

Gerade für ein Franchise, das ohnehin berüchtigt für seine Plattform-Verschachtelung ist, ist das eine ungünstige Ausgangslage. Wenn Kingdom Hearts 4 nun zentrale Figuren aus dieser Ära zurückholt, könnte Square Enix gezwungen sein, deutlich stärker als bisher auf Recaps, Ingame-Erklärungen oder zusammenfassende Sequenzen zu setzen.

Darum sind Union X und Dark Road für Kingdom Hearts 4 so wichtig

Worum geht es in Union X und Dark Road? Beide Spiele beleuchten die historische Schlüsselschwert-Ära lange vor Soras Reise. Union X fokussiert die Zeit vor dem Schlüsselschwertkrieg und die Rivalitäten der verschiedenen Gruppierungen, die als Unions bekannt sind. Im Hintergrund agieren die Vorboten, die diese Konflikte maßgeblich mitprägen.

Dark Road spielt ebenfalls in dieser Zeitebene und erzählt die Geschichte eines jungen Xehanort und seiner Mitschüler, die unter Meister Eraqus ausgebildet werden. Dabei geht es vor allem um Xehanorts frühe Prägung, seine Beziehung zu Freunden und die wachsende Fixierung auf die Dunkelheit.

Dass Kingdom Hearts 4 nun so sichtbar auf diesen Handlungsstrang setzt, wirkt wie ein klares Signal: Die Mobile-Story ist nicht optionales Bonuswissen, sondern wird zum Fundament für das nächste große Kapitel.

Wie findet ihr es, dass Kingdom Hearts 4 offenbar Figuren und Story aus einem inzwischen delisteten Mobile-Spiel so stark in den Vordergrund rückt? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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